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India Hicks Darum war sie jahrelang die Braut, die sich nicht traut

David Flint Wood und India Hicks
David Flint Wood und India Hicks
© instagram.com/indiahicksstyle
Seit dem 29. Juli 1981 kennt die Welt India Hicks. Die Patentochter von Prinz Charles war eine der Brautjungfern an der Seite von Prinzessin Diana. Sie war damals 14 Jahre alt. Ein Mädchentraum, der in jungen Jahren bereits von der eigenen Hochzeit träumen lässt. Die Designerin allerdings ließ ihren Partner David über ein Vierteljahrhundert auf ihr Jawort warten.   

Den ersten Heiratsantrag erhielt India Hicks, 54, nach der Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes mit David Flint Wood, 60. "Ich sagte: 'Nein, danke,'" erinnert sich die Patentochter von Prinz Charles, 73, im Gespräch mit dem Online-Magazin "BRIDES". In Gedanken habe sie sich dabei gesagt: "Ich bin eine starke, unabhängige Frau! Ich muss nicht heiraten!" – 26 Jahre lang blieb dieses selbstauferlegte Mantra ihre feste Überzeugung.

India Hicks: Der Corona-Lockdown änderte ihre Sichtweise

Dann plötzlich der Sinneswandel: Am 10. September 2021 gaben sich India und David in der Brightwell Baldwin Parish Church in Oxfordshire das Jawort – fast drei Jahrzehnte, nachdem ihre Liebe begann. Auslöser sei die Coronapandemie gewesen, erklärt India.

Der Lockdown verschob den Fokus der inzwischen siebenköpfigen Familie: "Lesen und kochen, sich um intensive Monopolspiele streiten, Geburtstage feiern, lachen und weinen“ bestimmten den neuen Alltag in der gemeinsamen Isolation. Fragen der Kinder tauchten auf, die ihre Besorgnis widerspiegelten. "Die Welt fühlte sich sehr turbulent, sehr instabil an, und die Zukunft sah unvorhersehbar aus," beschreibt India die Gefühlslage der Familie. "Ich wollte etwas Erdendes und Verankerndes, nicht nur für meine Kinder, sondern auch für mich selbst“, erinnert sich die 54-Jährige. "Ich habe vorgeschlagen, dass wir heiraten." 

India Hicks, Edward Van Cutsum, Prinzessin Diana, Prinz Charles, Clementine Hambro und Lord Nicholas Windsor
Mit 14 Jahren war India Hicks (links) Brautjunger bei Prinzessin Dianas Hochzeit mit Prinz Charles
© Anwar Hussein / Getty Images

Keine "Wirbelwind-Romanze"

Eine Idee, die ihr in den Jahren zuvor vermutlich absurd vorgekommen ist. India und David lernten sich bereits in sehr jungen Jahren über die Schwester der Autorin kennen. "Das kann man nicht als Wirbelwind-Romanze bezeichnen", sagt India heute, denn gefunkt hat es zwischen den beiden erst im Erwachsenenalter. Ein erster Kuss bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung entfachte bereits ein kleines Feuer zwischen ihnen. 

Als sie Ende 20 ist, kehrte Hicks auf die Bahamas zurück und erfuhr, dass auch David vor Ort ist. "Ich beschloss, zu versuchen, ihn zu finden. David nennt das unseren Casablanca-Moment“, schildert India ihr erneutes Zusammentreffen. "Von allen Gin-Lokalen auf der ganzen Welt bin ich in seines gegangen. Er führte ein kleines Hotel, und ich beschloss, zu bleiben."

Nach wenigen Monaten wurde India schwanger. Doch heiraten wollte sie nicht. Das änderte sich auch nicht mit der Erweiterung ihrer Familie. Fünf gemeinsame Kinder gehören inzwischen zu ihrem Leben: Felix, 24, Amory, 22, Conrad, 18, Domino, 14, sowie Wesley, 24, den das Paar auf der karibischen Insel adoptierte, nachdem seine Mutter an Krebs gestorben war. 

Hochzeit mit gemischten Gefühlen

Erst nach 26 Jahren fassten India und David also den Entschluss, ihrer Beziehung und ihrem Familienleben einen "offiziellen" Anstrich zugeben. Eine Entscheidung, die sich neben aller Entschlossenheit zunächst auch ein wenig fremd anfühlte. Obwohl sogar ihre Kinder bemerkt hätten, dass sich das Heiraten "anders als sie" anfühlte, war der Hochzeitstag jedoch ein frohes und sehr besonderes Fest.

"Ich hatte nicht wirklich erwartet, dass es sich anders anfühlt, verheiratet zu sein, als nicht verheiratet zu sein. Wir waren bereits seit 26 Jahren in einer liebevollen Beziehung", so India. "Aber es verschlug mir den Atem, als ich herausfand, wie spirituell es sich anfühlte, am Arm meines ältesten Sohnes in die Kirche zu gehen und mit David diese Gelübde vor all unseren Freunden und unserer Familie abzulegen, in der Kirche, in der ich getauft worden war und vor der mein Vater begraben lag."

India hat diesen Schritt bisher noch nicht bereut, im Gegenteil: "Es fühlte sich sehr intim an. Ich hatte nicht erwartet, diese Worte zu sagen, bis dass der Tod uns scheidet, und dass sie etwas bedeuten. Und sie haben wirklich etwas bedeutet."

Verwendete Quelle: brides.co

ama Gala


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