Prinz William + Herzogin Catherine: Fotograf verrät: So viel Arbeit steckt hinter ihren Hochtzeitsfotos

Prinz William und Herzogin Catherine gaben sich am 29. April 2011 in der Westminster Abbey in London ihr Jawort. Fotograf Hugo Burnand wurde die Ehre zuteil, das offizielle Porträt des royalen Traumpaares aufzunehmen. In diesem Jahr jährt sich der Tag zum achten Mal - und Burnand hat Erstaunliches über die Umstände des Fotoshootings zu berichten

Prinz William und Herzogin Catherine heirateten am 29. April 2011 in der Westminster Abbey.

Es ist ein Foto, das um die ganze Welt ging: Prinz William, der künftige König des Vereinigten Königreiches, und seine Braut Kate Middleton posieren nach ihrer Trauung im Thronsaal des Buckingham Palasts in London. Der Mann, der hinter dem Foto steckt, ist der Franzose Hugo Burnand. Im "Town & Country Magazine" erinnert er sich an den wichtigsten Tag in seiner Karriere zurück.

Mit einer E-Mail fing alles an für Hugo Burnand

Er sei gerade mit seiner Familie für eine mehrmonatige Auszeit in Südafrika gewesen und habe den Diebstahl seines gesamten Kamera-Equipments verschmerzen müssen, als er ein Job-Angebot per E-Mail erhalten habe, dass er nicht habe ausschlagen können. Absender der Anfrage: Herzogin Camilla, deren Hochzeit mit Prinz Charles Burnand 2005 für die Ewigkeit festgehalten hatte. Es gebe "einen großen Termin" im April, habe die Herzogin von Cornwall geschrieben, ob er ein paar Tage Zeit habe. Der große Termin entpuppte sich als die Hochzeit von William und Kate. Burnand zögerte nicht und unterbrach seinen Familien-Trip.

Prinz William + Herzogin Catherine

Traumhochzeit in England

Das ist es: das offizielle Hochzeitsfoto des Brautpaares.
Und hier hat sich die gesammelte Hochzeitsfamilie fürs Foto zusammengestellt.
Ein letztes Foto gab's mit dem Brautpaar und den Blumenkindern sowie den Pagen.
Prinz William und seine Frau wirken am Tag nach ihrer Trauung ganz entspannt.

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Nur drei Wochen habe er Zeit gehabt, sich auf den Auftrag seines Lebens vorzubereiten, erzählt Burnand. Die drei Tage unmittelbar vor der Hochzeit durften er und sein Team in den Buckingham Palast, um sich im Thronsaal auf alle Eventualitäten vorzubereiten - und dabe ging Burnand unglaublich sorgsam vor.

"Es ist etwas Außergewöhnliches, wenn du wirklich alles vorbereitet hast – du hast die Explosion einer Glühbirne geübt und wie schnell du sie wechseln kannst. Du hast das Einfrieren der Linse und der Kamera geübt und wie man ein Kind davon abhält, sich hinter einem Vorhang zu verstecken. Unsere Vorbereitungen waren so gut, dass wir wirklich nur noch wollten, dass es passiert.“

Fotograf Hugo Burnand 

Herzogin Catherine und Prinz William: So viel Arbeit steckt in ihrem Hochzeitsfoto 

"Wir haben Generalproben mit Stoppuhren und mit Mitarbeitern des Buckingham Palasts durchgeführt, mit denen wir die Familienmitglieder ersetzten. Wir wussten, dass wir gerade genug Zeit [für das Foto] hatten", erklärt Burnand. Der Termin sei für Punkt 13.30 Uhr Londoner Zeit am 29. April 2011 festgesetzt gewesen und "wir konnten nicht einmal eine Minute überziehen", erinnert sich der Fotograf. Die Beleuchtung des Raums stellte sich als größte Herausforderung heraus. "Der Seidendamast an den Palastmauern saugt das ganze Licht ein", erklärt Burnand gegenüber "Town & Country Mag". Daher brachte das Team "eine chinesische Laterne an der Decke [an], die höher war als die Kronleuchter, um ein sanftes Licht zu geben, damit es nicht künstlich aussieht."

So hielt Hugo Burnand die Kids in Schach 

Sechs Blumenkinder im Alter von drei bis zehn Jahren posierten für eines der Fotos mit den Cambridges. Um die Rasselbande bei Laune zu halten, griff Burnand zum ältesten Trick der Welt: Süßigkeiten. "Meine Mutter (...) half mir mit den Kindern und es gab Gummibärchen, viele Gummibärchen. (...)" Auch gesunde Snacks seien zubereitet worden. Die Bestechung half und die Kinder lachten brav in die Kamera

Prinz William und Herzogin Catherine heirateten am 29. April 2011 in der Westminster Abbey.

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Lange Vorab-Gespräche mit Herzogin Catherine

Mit Kate Middleton, die Kunstgeschichte studiert hat und gerne selbst zum Fotoapparat greift, habe er lange Diskussionen geführt, wie man das offizielle Hochzeitsporträt perfekt inszenieren könnte. Verständlich. Abgesehen davon, dass wohl jede Braut ihren großen Tag mit den schönsten Fotos festhalten möchte, war im April 2011 allen Beteiligten bewusst, dass das Foto von William und Kate in die Geschichte eingehen würde. Das Ergebnis der Gespräche zwischen Kate und Burnand: "Wir haben uns entschieden, keine der Portraits vor der Wand zu fotografieren, weil die Architektur des Raums so großartig ist." Er sei noch nie in seinem Leben so vorbereitet gewesen, gesteht der Franzose.

Das eine besondere Foto des royalen Brautpaares

Planung ist das halbe Leben und so kam es, dass Hugo Burnand  am 29. April 2011 stolze drei Minuten vor dem Ablauf seines Slots mit den vorab besprochene Motiven - eines vom Brautpaar alleine, eines mit der Familie - fertig war. "Es gab ein Bild, das ich unbedingt machen wollte, aber wir durften dieses Bild nur machen, wenn wir alles andere erreicht hatten", verrät er. Dies hatte er geschafft und somit ging er auf Kate zu und fragte, ob er sein persönliches Motiv ebenfalls noch machen durfte. 

"Sie drehte sich zu William um und sagte: 'Was denkst du?' Und er sagte: 'Lass es uns tun.' In drei Minuten setzte sie sich auf die Treppe, Sarah Burton richtete das Kleid perfekt aus, Prinz William beugte sich zu ihr. Die Kinder machten im Grunde das, was sie als richtig empfanden." Kurzum: ein nicht inszenierter Schnappschuss. "Das war ein sehr spontanes Bild", bestätigt Burnand. "Dieses kleine Detail dort [deutet darauf hin, dass Kates Hand William's Knie berührte] und William, der sich anlehnte. All diese Dinge waren nicht vorgegeben, sondern das Ergebnis einer guten Beziehung zu allen."

Ein letztes Foto gab's mit dem Brautpaar und den Blumenkindern sowie den Pagen.

Verwendete Quelle: Town & Country Magazine

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