Experteneinschätzung: Wie anstrengend ist das berühmte Lindo-Wing-Foto nach der Geburt?

Prinzessin Diana ließ es über sich ergehen und Herzogin Catherine auch. Nun soll sich auch Meghan kurz nach der Entbindung dem Blitzlichtgewitter stellen. Warum ihr Boykott bei der Promi-Mutter Janni Hönscheid und bei einer Hebamme auf Verständnis trifft

Prinzessin Diana und Prinz Charles sowie Herzogin Catherine und Prinz William mit ihren Neugeborenen. 

Man könnte es schon fast als Tradition bezeichnen: Das erste offizielle Familien-Foto bei den britischen Royals entsteht nun seit geraumer Zeit schon binnen weniger Stunden nach der Geburt. Sowohl Prinzessin Diana (†) als auch Herzogin Catherine, 37, machten es vor und stellten sich kurz nach der Entbindung ihrer Babys den Fotografen. Doch Herzogin Meghan, 37, soll sich nach Aussage der US-amerikanischen "Cosmopolitan" gegen das berühmte Krankenhaus-Foto ausgesprochen haben. Mittlerweile ist die Frau von Prinz Harry, 34, für ihre beinahe rebellische Art bekannt, doch bei dieser Entscheidung hat Herzogin Meghan einige Befürworter. 

Herzogin Catherine und Prinz William vor dem Lindo Wing im St. Mary's Hospital in London 

Eine von ihnen ist Janna "Janni" Hönscheid, 29, die vor kurzem zusammen mit ihrem Ehemann, dem Schauspieler Peer Kusmagk, 43, ihre zweite Schwangerschaft verkündet hat. Das Traumpaar aus der TV-Show "Adam sucht Eva" weiß, wie es ist, privates Glück und intime Momente mit der Öffentlichkeit zu teilen. Im Rahmen ihrer Baby-Dokusoap  "Janni & Peer ... und ein Baby" sind sie durch alle Höhen und Tiefen einer Schwangerschaft gegangen und haben ganz private Einblicke in ihre Beziehung gegeben. Eine Entscheidung, die sie bewusst als Paar zusammen getroffen haben. Dass sich Meghan gegen das Foto entschieden haben soll, könne sie absolut nachvollziehen, sagt uns die hübsche Blondine im Interview.

Seitdem ich selbst Mutter bin, verstehe ich noch mehr, wie wichtig es ist, Entscheidungen von anderen Müttern zu einhundert Prozent zu respektieren.

Weiter sagt sie: "Denn jede Einzelne von uns weiß ganz exakt, was für sie und ihre Familie das Richtige ist und wie kräftezehrend es in so einer aufregenden Zeit sein kann, auch noch vor anderen seine Entscheidungen zu rechtfertigen." 

Prinz William, Herzogin Catherine und Prinz Louis vor dem St. Mary's Krankenhaus in London

Einschätzung einer Hebamme

Dass ein solches Foto mit viel Kraft und Anstrengung einhergeht, weiß auch Andrea Sturm, 1. Vorsitzende beim Hebammen Verband Hamburg, sagt uns im Interview: "Auch aus der Sicht einer Hebamme kann ich Herzogin Meghan in ihrer Entscheidung zustimmen. Kurz nach der Entbindung ist solch ein Foto auf jeden Fall mit einer großen Anstrengung verbunden."

Wenn ich ihre Hebamme wäre, würde ich ihr davon abraten.

Weiter sagt die Hebamme: "Auch emotional gesehen ist es für die junge Familie nach einer so sensiblen und intimen Phase, wie die nach einer Geburt, nicht gerade einfach, an die Öffentlichkeit zu treten. Jede Frau, die schon einmal ein Kind zur Welt gebracht hat, weiß, dass man sich eigentlich nur Ruhe und Zeit mit dem Baby wünscht."

Janni Hönscheid: "Mir ging es nach der Geburt nicht gut" 

Ein weiterer Grund, warum Janni Hönscheid verstehen kann, dass sich Herzogin Meghan gegen das Fotografen-Foto entschieden haben soll, beruht auf ihrem eigenen Zustand direkt nach der Geburt von Emil Ocean: "Mir ging es nach der Geburt nicht gut und ich war sehr verwirrt, weil einfach alles sehr anders gekommen war, als ich es mir jemals erträumt hatte. Es hat viele Tage gebraucht überhaupt erst wieder richtig „da“ zu sein." 

Das neugeborene Baby bereits kurz nach der Entbindung den Blicken unzähliger Fotografen und der allgemeinen Öffentlichkeit zu zeigen, verlangt einer frisch gebackenen Mutter viel ab, findet auch Janni Hönscheid: "Jede Mutter hat ein ganz starkes Bedürfnis, den frisch geborenen Nachwuchs zu beschützen, was das jedoch bedeutet, ist auch wiederum sehr individuell", sagt die ehemalige deutsche Meisterin im Wellenreiten. Was Meghan in den Tagen nach der Geburt auf jeden Fall benötige, sei Unterstützung von ihrem Umfeld und ein sanftes Ankommen in ein neues Lebenskapitel, so Janni. 

Royale Rundungen

In königlichen Umständen

Oh, là, là! Ekaterina von Hannover weiß ihren Babybauch gekonnt in Szene zu setzen. Zu einem Neujahrskonzert trägt die hübsche Blondine ein schwarzes, extrem glänzendes Kleid. Je nach Lichtfall wirkt der Stoff des Kleides nahezu dramatisch. Ein echter Hingucker! 
Oktober 2018: Im Rahmen ihrer Australien-Reise mit Prinz Harry, bezauberte Herzogin Meghan mit einem traumhaft schönen Look nach dem andern. Der Baby-Glow lässt die ehemalige Schauspielerin noch schöner strahlen, oder finden Sie nicht?
Herzogin Meghan in einem azurblauem Cape-Kleid des Labels Safiyaa
Nur das Beste für Baby Nummer drei: Ihren Sieben-Monats-Bauch hüllt Kate beim "Commonwealth Fashion Exchange" im Buckingham Palace in ein gemustertes Spitzen-Ensemble von "Erdem". Kostenpunkt: Umgerechnet 2426 Euro. An Kates Seite: Sophie Gräfin von Wessex, die Ehefrau von Prinz Edward (in "Burberry").

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Auch wir hoffen, dass Herzogin Meghan weiterhin ihrem Bauchgefühl vertraut und die Entscheidungen trifft, die sich für sie selbst und für das ungeborene Baby richtig anfühlen. 

Verwendete Quellen: Cosmopolitan, eigene Recherche

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