Schwangere Herzogin Meghan ohne Arzt unterwegs: Gefährdet die Reise nach Marroko ihr Baby?

Die werdenden Eltern Herzogin Meghan und Prinz Harry reisen im Namen der britischen Regierung nach Marokko. Gala spricht mit den Reisemedizinern Prof. Jonas Schmidt-Chanas und Dr. Silja Bühler vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg über mögliche Gefahren für das noch ungeborene Kind des Paares

Prinz Harry und Herzogin Meghan gehen auf Reisen

Herzogin Meghan, 37, besucht mit Prinz Harry, 34, vom 23. bis 25. Februar Marokko, um die Verbindung des Landes mit Großbritannien zu bekräftigen. Gemäß der Aussage Meghans, ihr Baby werde Ende April bis Anfang Mai zur Welt kommen, befindet sie sich aktuell in der 30. bis 32. Schwangerschaftswoche. Einige Royal-Fans befürchten nun, sie mute sich und dem Ungeborenen zu viel zu. "Die meisten anderen werdenden Mütter würden jetzt nicht mehr arbeiten", schreibt ein User auf Twitter. Ein anderer meint: "Sie ist bereits im fortgeschrittenen Alter und kann unmöglich (...) richtig geimpft sein". Ein Dritter gibt zu Bedenken: "Ich dachte, im zweiten Trimester der Schwangerschaft darf man nicht mehr fliegen." Interessant ist auch, was "Hello" enthüllt: Meghan sei ohne eigenen Arzt unterwegs. Bei einem Royal in anderen Umständen hätte man anderes erwartet. Offiziellen Quellen zufolge wurden "medizinische Vorkehrungen" für die Wochenendreise getroffen, so "Hello". Welche genau, ist nicht bekannt. Was sagen Experten zu dem Thema? Gala fragt nach. 

Herzogin Meghan: Das sagen Reisemediziner über ihren Marroko-Trip

Frau Dr. Bühler, Herr Prof. Schmidt-Chanas, was sagen Sie zu den Nordafrika-Reiseplänen von Meghan Markle - leichtsinnig oder unbedenklich fürs Baby
Dr. Silja Bühler: Normalerweise befürworten wir Reisen von Schwangeren nach Marokko nicht. Vor allem nicht in einem solch fortgeschrittenem Stadium der Schwangerschaft, wie es bei  Meghan Markle der Fall ist. Trotzdem machen wir uns keine Sorgen um sie.

Prinz Harry

Hier lässt er Mädchenherzen höherschlagen

Prinz Harry
Prinz Harry wird bei seinem Besuch an der Lealands High School in Luton umjubelt wie ein Popstar - und macht vor allem ein Mädchen ganz besonders glücklich.
©Gala

Wo sehen Sie den Unterschied zwischen Meghan und anderen Schwangeren?
Dr. Silja Bühler: Meghan Markle ist eine besondere Reisende. Sie wird vermutlich mit einem Privatjet unterwegs sein und in exklusiven Unterkünften übernachten [Anmerkung d. Red.: Meghan und Harry sind Gast des marokkanischen Königs Mohammed VI und wohnen in einer königlichen Residenz]. Wenn Krankheitssymptome auftauchen würden, würde sie schnell nach London zurückgebracht und dort bestmöglich medizinisch betreut werden. Diesen Komfort und diese Sicherheit haben weniger privilegierte Frauen während ihrer Schwangerschaft nicht.

Nähmen wir an, Meghan wäre keine 'besondere Reisende'. Auf was müsste sie dann in Marokko achten?
Prof. Jonas Schmidt-Chanas: Eine gute Lebensmittelhygiene ist das A und O, damit sich die Schwangere keine Durchfallerkrankung zuzieht. Folge wären Dehydrierung und - im schlimmsten Falle - Fieber, Krämpfe, Kreislaufbeschwerden und/ oder Blut im Stuhl - und das schadet Mutter und Kind. Schutzmaßnahmen sind: Kein Wasser aus der Leitung trinken, keine Eiswürfel, kein Obst, kein Gemüse und keine Lebensmittel vom kalten Buffett zu sich nehmen. Man sollte alles meiden, in dem sich Erreger aufhalten könnten.

Dr. Silja Bühler: Außerdem ist es wichtig, die Grundimpfungen zu haben, sprich: Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Masern, Mumps und Röteln. Für Marokko empfiehlt sich außerdem ein Schutz gegen Hepatitis A, das über Lebensmittel und Getränke übertragen wird. Auch ein guter Mückenschutz ist wichtig.

Meghan gilt als sehr volksnah und schüttelt Dutzende Hände pro Termin. Ein besonderes Problem für Marokko?
Immer, wenn man mit vielen Menschen in Kontakt kommt, kann man sich über eine Tröpfcheninfektion etwas einfangen. Das ist in Marokko aber nicht anders als zuhause in London. Wenn man dort in einer vollen U-Bahn fährt, kann man sich zum Beispiel mit Grippeviren anstecken. Meghan sollte sich - dort wie hier -  vor jedem Essen gründlich die Hände waschen. 

Herzogin Meghan & Prinz Harry in Australien

Ihre erste Übersee-Reise als Ehepaar

Tag 15   Umschwärmt von grimmig dreinschauenden Sicherheitsmännern machen sich Prinz Harry und Meghan auf den Weg die Stadt Rotorua zu besichtigen.
Tag 15  Herzogin Meghan hat besonders die niedlichen Zwerge Neuseelands ins Herz geschlossen. Bei ihrem Besuch in der Stadt Rotorua geht Harrys Ehefrau wieder tief in die Hocke, um sich von dem niedlichen Mädchen auf Augenhöhe begrüßen zu lassen.
Tag 15   Zu Besuch im "Rainbow Springs"-Naturpark: Prinz Harry und Herzogin Meghan werden Zeuge einer Kiwi-Geburt.
Tag 15   Auch in traditionellen Umhängen, die sie in der Te Papaiouru Marae erhalten haben, machen Harry und Meghan eine gute Figur.

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Das sagen die Bestimmungen der Airlines

Meghan und Harry werden mit dem Privatjet nach Marokko reisen und sich demnach nicht an die Transport-Regeln der Fluggesellschaften halten müssen. Dennoch können diese Anhaltspunkte zu der Frage liefern, ob Meghan lieber zuhause in London bleiben sollte. Gala schaut auf der Website von British Airways und Lufthansa nach.

  • British Airways: Ab Ende der 36. Woche ist ein Flug zum Schutze von Mutter und Kind nicht mehr möglich, wenn die Frau mit einem Baby schwanger ist. Erwartet sie mehrere Kinder, gilt das Flugverbot schon ab der 32. Woche. Es wird empfohlen, eine Bestätigung eines Arztes oder Hebamme mitzuführen, die folgende Angaben enthält: einfache oder Mehrlingsschwangerschaft, voraussichtlicher Geburtstermin, mögliche Komplikationen.
  • Lufthansa: Werdende Mütter dürfen bis zum Ende der 36. Schwangerschaftswoche beziehungsweise bis vier Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin mit einem unkomplizierten Schwangerschaftsverlauf ohne gynäkologisches Attest mitfliegen. Aber der 28. Woche wird empfohlen, ein Attest mit sich zu führen (Komplikationen, Anzahl der Babys).

Deshalb fliegt das royale Paar nach Marokko

Ein Palast-Sprecher sagte dem Magazin "PEOPLE", dass sich der Herzog und die Herzogin auf den Besuch freuen würden und damit die Beziehung des nordafrikanischen Landes zu Großbritannien stärken wollen. Der Trip solle betonen, welch wichtige Rolle die Bildung für Mädchen und die Unterstützung von Jugendlichen im modernen Marokko spielten. 

Umstandsmode an ...

Herzogin Meghan

Es ist das letzte Mal, dass wir Herzogin Meghan mit Babybauch sehen. Und ihr überraschender Auftritt hat einen traurigen Anlass. Zusammen mit Prinz Harry gedenken der Opfer der Terroranschläge in Christchurch, Neuseeland. Die schwangere Meghan wählt einen schlichten schwarzen Mantel und schwarze Accessoires. 
Herzogin Meghan beweist, wie stylisch Umstandsmode sein kann. Zum Gottesdienst am "Commonwealth Day" in London zeigt sie sich in einem Komplett-Look von Victoria Beckham, der direkt vom Runway kommt. 
Das schwarz-weiße Muster des Kleids kaschiert die Babykugel. Doch ...
... von der Seite wird deutlich: Lange kann es bei der 37-Jährigen nicht mehr dauern. Bevor es für Meghan in den Mutterschutz geht, zeigt sie sich noch bei wenigen offiziellen Terminen, so wie hier anlässlich des Internationalen Weltfrauentags. 

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Verwendete Quellen: eigene Recherche, PEOPLE, Daily Mail, Twitter, Hello

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