Herzogin Meghan: Was ist dran an der Kritik für ihre Reise nach New York?

Herzogin Meghan ist für einen privaten Besuch in die USA geflogen. In ihrer neuen Heimat England erntet sie dafür Negativ-Schlagzeilen. Was man Meghan vorwirft und ob dies gerechtfertigt ist.

Herzogin Meghan, 38, war am Freitagmorgen (6. September) für die Öffentlichkeit unangekündigt nach New York geflogen, um dort ihre langjährige Freundin Serena Williams, 37, im Finale der US Open zu unterstützen. Zusammen mit Williams' Mutter Oracene Price, 67, und Tennis-Coach Patrick Mouratoglou, 49, sah sich Meghan das Spiel am Samstag (7. September) von der Tribüne aus an. Währenddessen wurde in der englischen Presse über den Trip eifrig diskutiert - und das, wie so oft, nicht zu Meghans Gunsten.

Vorwurf eins an Herzogin Meghan: Die Queen soll sauer sein

Meghans Reise fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem in den britischen Medien seit Tagen das Gerücht kursierte, sie habe eine Einladung von Queen Elizabeth, 93, für einen Besuch auf Schloss Balmoral ausgeschlagen. Der angebliche Grund: Archie Mountbatten-Windsor sei mit vier Monaten zu jung, um nach Schottland zu reisen. Eine Meldung, die die Briten erzürnte, da der kleine Junge von seinen Eltern Anfang August für Kurzreisen nach Ibiza und Nizza mitgenommen worden war.

Herzogin Meghan + Prinz Harry

Sie schlagen Einladung bei der Queen aus

Herzogin Meghan und Prinz Harry
Jedes Jahr im Sommer lädt Queen Elizabeth die ganze Familie nach Balmoral ein. Doch Prinz Harry und Herzogin Meghan sollen dieses Jahr die Einladung nicht angenommen haben.
©Gala

"Die Queen ist 'verletzt und enttäuscht', weil Meghan Markle zugunsten ihrer Last-Minute-Reise nach New York am Wochenende Balmoral absagte", schreibt "The Sun" in ihrer Online-Ausgabe. Auch Kolumnistin Sarah Vine, 52, urteilt auf der Website der "Daily Mail" mit harten Worten: "Meghans New-York-Reise ist trivial, verblüffend und ein schlechtes Benehmen gegenüber der Königin."

Seit Jahrzehnten verbringt die Queen etwa zweieinhalb bis drei Monate im Sommer auf Schloss Balmoral. Dass die Einladung an Meghan, Harry und Archie ausgerechnet für das erste September-Wochenende ausgesprochen worden ist und es zudem keinen Alternativ-Termin gab - fraglich. Und es gibt noch ein Grund, warum der Vorwurf der "Sun" hinkt. Laut "The Times" hatte Meghan die Entscheidung für den New-York-Besuch erst einen Tag vor ihrem Abflug und damit nach den Berichten um eine Absage an die Queen getroffen - nämlich dann, als Serena Williams das Halbfinale der US Open gewann und damit das Finalticket löste. 

Vorwurf zwei an Meghan: Sie ist eine Rabenmutter für Archie

Es ist das erste Mal seit der Geburt von Archie Mountbatten-Windsor am 6. Mai 2019, dass Herzogin Meghan alleine verreist. Nicht jeder kann das nachvollziehen. "Eine Mutter verlässt ihr vier Monate altes Kind nur für ein Tennisspiel?" lautet der verständnislose Kommentar einer Frau auf Twitter. Ein anderer User schrieb: "Ich habe gehört, dass sie eine Nanny hat und Prinz Harry da ist, um nach Archie zu sehen. Aber trotzdem: Ein vier Monate altes Baby zuhause lassen, um für ein Wochenende über den Atlantik zu fliegen? (...) Hat Harry nicht seine eigenen Dinge zu tun?" 

Nach New York flog Herzogin Meghan alleine. Vom 23. September und 2. Oktober ist sie mit Ehemann Prinz Harry und Sohn Archie wieder gemeinsam im Ausland unterwegs: Die Familie reist in Namen des Außenministeriums nach Südafrika.

Andere befürworten Meghans Auftritt in New York und schreiben: "Ich bin froh, dass sie für ein paar Tage entwischen konnte, um ihr Mädchen zu unterstützen. Jede neue Mutter verdient ein wenig Zeit, und ich bin sicher, dass Prinz Harry eine schöne Zeit mit Archie hat" und "Ich bewundere voll und ganz, wie Meghan ihre Freundin dabei unterstützt, Geschichte zu schreiben, da sie in dem sicheren Wissen ist, dass Archie bei seinem geliebten Vater zu Hause ist."

Eine dritte Userin meinte: "Eltern können ihre Kinder lieben und trotzdem Zeit für sich haben. Er [Archie] ist zu Hause bei seinem anderen Elternteil. Meine Oma hat mir und meinen Eltern immer gesagt, dass man es auch verdient hat zu leben. Rund um die Uhr bei einem Kind zu sein macht dich nicht zu einem großartigen Elternteil.

Twitter-Reaktionen auf Meghans New-York-Trip

Vorwurf drei an Meghan: Sie ist eine Umweltverschmutzerin

Der Umwelt- und Klimaschutz ist ein zentraler Punkt der Arbeit von Herzogin Meghan und Prinz Harry. Erst jüngst stellte Harry in Amsterdam sein neues Projekt "Travalyst" vor, das in Zusammenarbeit mit führenden Tourismus-Unternehmen das Reisen nachhaltiger gestalten soll. Zuvor waren er und Meghan in der Presse scharf kritisiert worden, weil sie für zwei private Urlaubstrips einen Privatjet genutzt hatten. Nach New York flog die Herzogin zwar in einem Linienflugzeug. Doch dass sie den langen Weg nur für ein Tennisspiel unternahm, ist für einige aus Umweltsicht ein No Go. 

Ärger bei Harry + Meghan

Instagram-User finden ihr Engagement heuchlerisch

Prinz Harry, Herzogin Meghan


"Es wäre ökologischer gewesen, wenn sie zuhause geblieben und das Spiel im Fernsehen gesehen hätte" und "Harry stellt 'Travalyst' über angemessenes Reisen vor, aber Frau Markle fliegt über den Atlantik, um ein Tennisspiel zu sehen. Heuchlerin!" lauten zwei der harschen Kommentare. Doch ob sich für Harry und Meghan private Reisen und Umweltschutz ausschließen? Wohl eher nicht.

Prinz Harry hatte zudem in Amsterdam betont, dass er seinen durch die Reisen verursachten CO2-Ausstoß stets kompensiere. Gleiches darf man von Meghan erwarten. In der Regel errechnet man die individuelle Emission für seinen Hin- und Rückflug mit einem CO2-Rechner im Internet. Am Ende wird eine Euro-Summe zur Kompensation der Verschmutzung angegeben, mit der Umwelt- und Klimaschutzprojekte unterstützt werden. Im Falle von Meghan fallen für Hin- und Rückflug nach New York laut "Atmosfair.de" insgesamt etwa 165 Euro Kompensationsbeitrag an.

Verwendete Quellen: The Times, The Sun, Daily Mail, Twitter

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