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Herzogin Meghan Sie gewinnt vor Gericht gegen die Zeitung "Daily Mail"

Herzogin Meghan
© Dana Press
Herzogin Meghan kämpft vor Gericht gegen die Zeitung "Daily Mail". Jetzt gab der zuständige Richter ein wichtiges Urteil ab.

Herzogin Meghan, 39, verklagt den Herausgeber der Zeitungen "Mail On Sunday" und "Daily Mail" sowie der Website "MailOnline" wegen der Veröffentlichung von Artikeln über einen handgeschriebenen Brief. Diesen schickte Meghan im August 2018 an ihren Vater Thomas Markle, 76. Im Februar darauf publizierte die "Mail" Ausschnitte des Schreibens – und beging damit eine Verletzung des Persönlichkeitsrechtes, des Datenschutzes und des Urheberrechtes, argumentieren die Anwälte der Herzogin. Seit September 2019, als Meghan Klage einreichte, zieht sich der Fall.

Letzter Stand: Meghans Team bat Richter Mark Warby im Januar 2021 um ein sogenanntes "Zusammenfassendes Urteil" in Bezug auf die Verletzung des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte. Damit will man die für Herbst 2021 angesetzte Gerichtsverhandlung mit Zeugen in London platzen lassen. Am heutigen 11. Februar hat der Richter in London seine Entscheidung bekanntgegeben: Prozess ja oder nein?

Herzogin Meghan erringt Teilsieg vor Gericht

Wie gegen 17 Uhr deutscher Zeit bekannt wurde, hat Richter Mark Warby zugunsten Meghans entschieden: Dem Antrag auf ein "Zusammenfassendes Urteil" wird stattgegeben und die Herzogin von Sussex gewinnt in den Punkten Datenschutz und Persönlichkeitsrecht. Ein wichtiger Teilerfolg!

Die Begründung des Richters: "Die Antragstellerin hatte eine vernünftige Erwartung, dass der Inhalt des Schreibens privat bleiben würde. Die 'Mail'-Artikel haben in diese vernünftige Erwartung eingriffen." Er ergänzt: "Es war kurz gesagt ein persönlicher und privater Brief. Der Großteil der veröffentlichten Informationen betraf das Verhalten der Antragstellerin, ihre Angstgefühle über das Verhalten ihres Vaters – wie sie es sah – und die daraus resultierende Kluft zwischen ihnen. Dies sind von Natur aus private und persönliche Angelegenheiten."

Das Urteil des High Court bedeutet, dass ein öffentliches Hauptverfahren mit Zeugenaussagen abgewendet ist. Somit wird Herzogin Meghan ihrem Vater nicht gegenübertreten müssen.

Eine Entscheidung steht noch aus

In punkto Urheberrecht – dem dritten von Herzogin Meghans Klage-Punkten – gibt es hingegen noch Klärungsbedarf. Zwar sei Urheberrecht verletzt worden, sagt Richter Mark Warby. Es sei jedoch die Frage, ob Meghan "der einzige Autor" des Briefes sei, oder Jason Knauf, der Ex-Kommunikationssekretär von Prinz William, 38, und Herzogin Catherine, 39, als "Mitautor" beteiligt sei. Der Brief Meghans war dem Palast zum Redigieren vorgelegt worden. Die Antwort nach der Urheberschaft soll in einem "limitierten" Prozess herausgefunden werden. Eine weitere Anhörung ist für den 2. März 2021 angesetzt, "um über Angelegenheiten, die sich aus diesem Urteil ergeben, und Anweisungen für die nächsten Schritte zu entscheiden".

Verwendet Quelle: twitter.com/chrisshipitv, telegraph.co.uk

jre Gala


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