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Herzogin Meghan Royals haben sie "nicht geschützt"

Prinz Harry und Herzogin Meghan kämpfen alleine gegen die britischen Boulevardmedien. 
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Herzogin Meghan fühlte sich von der Königsfamilie im Kampf gegen negative Presse im Stich gelassen. Das offenbart sie in Dokumenten, die sie im Zuge einer Klage gegen eine britische Zeitung vor Gericht einreichte.

Herzogin Meghan, 38, fühlte sich während ihrer Schwangerschaft mit Baby Archie "nicht geschützt von der Institution" der Königsfamilie. Das berichtet unter anderem die BBC unter Berufung auf Gerichtsunterlagen. Den Dokumenten zufolge soll Meghan aufgrund der negativen Presse "enorme emotionale Belastung und Schädigung ihrer geistigen Gesundheit" erlitten haben. Auch deshalb, weil es ihr vom Palast "verboten" worden sein soll, sich gegen die Medienberichte zu verteidigen. 

Die Kommunikationspolitik der Royals setzt darauf, öffentlich zu Gerüchten und Spekulationen nur in Ausnahmefällen Stellung zu beziehen. ("Beschwere dich nicht, erkläre dich nicht"). Das gilt für alle Mitglieder der Familie. 

Herzogin Meghan klagt vor Gericht

Die Unterlagen sind Bestandteil von Meghans Klage gegen den Herausgeber der "Mail on Sunday" und "Mail Online". Die beiden Zeitungen hatten Auszüge eines privaten Briefes veröffentlicht, den Meghan im August 2018 an ihren Vater Thomas Markle, 75, geschickt hatte. Die Herzogin klagt unter anderem wegen Urheberrechtsverletzung. Associated Newspapers bestreitet alle Vorwürfe.

Markles Freunde geben Interview 

In den Papieren geht es auch um ein Interview, das fünf von Meghans Freunden in im Februar 2019 dem US-Magazin "People" gegeben haben. Meghan sei Mittelpunkt "einer großen Anzahl falscher und schädlicher Artikel der britischen Boulevardmedien" geworden, heißt es. Das habe eine "enorme emotionale Belastung" für die Herzogin dargestellt und "ihrer mentalen Gesundheit" geschadet. Deshalb hätten sich die fünf Freude zusammengeschlossen, um Meghan öffentlich zu unterstützen. Die Herzogin von Sussex habe von dem Interview im Vorfeld nichts gewusst, stellen ihre Anwälte klar.

Weiter zitiert BBC aus den Dokumenten: "Da ihre Freunde sie noch nie in diesem Zustand gesehen hatten, waren sie zu Recht um ihr Wohlergehen besorgt, insbesondere weil sie schwanger war, von der Institution nicht geschützt wurde und sich nicht verteidigen durfte." Die Namen der Freunde sind öffentlich nicht bekannt, sollen aber von Meghan vor Gericht genannt worden sein.

In dem "People"-Interview hatte einer von Meghans Vertrauten auch den privaten Brief an Thomas Markle erwähnt. Der sah sich daraufhin in ein falsches Licht gerückt und gab den Brief einige Monate später, im Februar 2019, an die Presse. Der Ursprung für die Klage Meghans gegen die "Mail on Sunday".

Brachte Hochzeit mit Prinz Harry eine Milliarde Euro ein?

Außerdem soll Meghans Anwaltsteam dem Bericht zufolge in den aktuellen Gerichtsunterlagen anführen, dass die Sicherheitskosten ihrer Hochzeit mit Prinz Harry im Mai 2018, die von öffentlichen Geldern bezahlt wurden, durch Tourismuseinnahmen mehr als ausgeglichen worden seien. Diese werden laut "BBC" in den Papieren auf eine Milliarde Pfund beziffert (etwa 1,1 Milliarde Euro). Die royale Hochzeit soll laut "The Sun" insgesamt geschätzte 32 Millionen Pfund (etwa 35 Millionen Euro) gekostet haben.

Das wirft Meghan der Zeitung vor

Die Herzogin von Sussex verklagt die Herausgeber der Zeitungen auf Schadensersatz wegen angeblichen Missbrauchs privater Informationen, Urheberrechtsverletzung und Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz. Sie hatte bereits zuvor erklärt, sollte ihr Geld zugesprochen werden, wolle sie dies an eine Anti-Mobbing-Organisation spenden.

Nach einer ersten Anhörung im Mai lehnte das Gericht Teile von Meghans Klage ab, unter anderem Anschuldigungen, dass absichtlich Probleme zwischen Meghan und ihrem Vater "geschürt" worden seien und dass es bei der Zeitung eine "Agenda" gebe, beleidigende Geschichten über Meghan zu veröffentlichen.

SpotOnNews

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