Herzogin Meghan : So erschüttert ihr Vater das Königshaus

Der jüngste Skandalauftritt von Herzogin Meghans Vaters erschüttert das Königshaus. GALA sagt, warum die Krisenmanager des Palasts so hilflos wirken

Die große Frage direkt nach dem TV-Auftritt lautet: Wer um Himmels Willen bringt das jetzt der Queen bei? Ein Glück für den Boten - es ist dann einer ihrer persönlichen Diener –, dass die Überbringer schlechter Nachrichten heutzutage nicht mehr gemeuchelt werden. 

Herzogin Meghan: Ihr Vater führt die Königsfamilie vor

Nachdenklich: Herzogin Meghan, 36, und Prinz Harry, 33, vorige Woche beim "Royal Ascot"-Pferderennen. Eigentlich wollten die beiden diesen Tag einfach nur genießen

Genug Sprengkraft hätte die Neuigkeit allemal, die der Königin während des Frühstücks zugeflüstert wird: "Mister Thomas Markle hat es gerade wieder getan…" Der Vater des jüngsten Mitglieds der Königsfamilie hat diese wieder mal vorgeführt. In seinem unglückseligen Interview mit "Good Morning Britain" plaudert Meghans Dad munter alle möglichen Interna aus. So habe er Prinz Harry vor dessen Hochzeit mit Meghan in Telefonaten ans Herz gelegt, nie die Hand gegen Meghan zu erheben. Indirekt unterstellt er damit, der Prinz könne überhaupt erwägen, seine Frau zu schlagen. Außerdem berichtet Thomas Markle, der US-Staatsbürger ist, dass man sich über Präsident Trump unterhalten habe. Den könne er ja überhaupt nicht leiden. Harry jedoch habe dafür plädiert, Trump eine Chance zu geben

Thomas Markle plaudert Prinz Harrys politische Haltung aus 

Und dann posaunt er auch noch Harrys angebliche Haltung zum Mega-Reizthema Brexit aus. Der Prinz stehe dem Experiment "Austritt aus der Europäischen Union" offen gegen. Ooops! Niemals, so lautet ein eherner Grundsatz, kommentiert ein Angehöriger der royalen "Firma" politische Entwicklungen. "Keiner hat vorher von diesem Interview gewusst, nicht mal Meghan", versichert im GALA-Gespräch ein Informant aus dem Inner Circle des Buckingham-Palasts, immer noch spürbar aufgeregt. "Es war ein Schock. Alle hier sind in Aufruhr."

"Der Palast hat eindeutig versagt"

Die Geheimwaffe: Samantha Cohen, 49, (hier hinter der Queen und Herzogin Meghan) arbeitet jetzt als PR-Expertin für Prinz Harry

Eine illustre Truppe hochrangiger Juristen, Kommunikationsberater und Finanzexperten steht in solchen Fällen in London bereit. Sofort eilten nun alle zu einer spontan einberufenen Sitzung. Die Queen schickte ihren Privatsekretär Edward Young, neuerdings Chef der "Task-Force Thomas Markle". Ebenfalls mit dabei: Harrys neue PR-Referentin Samantha Cohen und Rebecca Deacon, die lange für Herzogin Catherine gearbeitet hat. "Im Sitzungsraum herrschte blanke Panik, weil niemand weiß, was dieser Markle als nächstes ausheckt", so der Informant. Mit den Strippenziehern der bisherigen PR-Strategie geht er streng ins Gericht. "Man hat einfach gehofft, dass nichts Blödes mehr passiert. Der Palast hat eindeutig versagt. Selbst aus dem Debakel mit den gestellten Paparazzi-Fotos haben sie nichts gelernt." 

Paparazzi-Skandal vor der Hochzeit

Zur Erinnerung: Kurz vor der Hochzeit von Meghan und Harry kursierten plötzlich weltweit aktuelle Bilder von Thomas Markle, die angeblich zufällig entstanden waren. Auf einem sieht man ihn joggen und dabei Hanteln stemmen, so als wolle er sich ganz fix in Form bringen. Auf einem anderen nimmt ein Schneider Maß für einen Anzug. Zu diesem Zeitpunkt gingen alle noch davon aus, dass Markle seine Tochter zum Altar führen werde. Schließlich stellte sich heraus: Alle Fotomotive wurden von ihm inszeniert, der Fotograf wurde von ihm bestellt und bezahlt.

Neuer Ärger für Meghan Markle

Vater Thomas heizt Skandal weiter an

Thomas Markle und seine Äußerungen über die Hochzeit seiner Tochter Meghan Markle machen Schlagzeilen

Der Palast sorgt sich um die Sicherheit von Thomas Markle

Völlig untätig war der Krisenstab des Palasts in Sachen Thomas Markle indes nicht. Wie GALA erfuhr, engagierte man schon vor einiger Zeit ein privates Sicherheitsunternehmen, das sich in seiner Wahlheimat Mexiko unauffällig um ihn kümmert. Der ehemalige Lichtregisseur wohnt seit einer Weile als Rentner in dem Ort Rosarito, nur ein paar Kilometer hinter der Grenze. Hier lebt es sich preiswerter als in den USA, dafür aber gefährlicher. Drei Tage vor der Hochzeit von Harry und Meghan wurde Thomas Markle aus Sicherheitsgründen sogar vorübergehend in ein anderes Domizil verfrachtet. Man befürchtete eine Entführung, die die Trauung im fernen Großbritannien hätte gefährden können. Auch legte man ihm nahe, wieder in die USA zu ziehen. Da hätte man alles besser unter Kontrolle. Bisher winkt er ab. Erst recht will er nicht nach London ziehen, so wie Meghan es ihm vorgeschlagen hat. 

"Marklegate" kann gefährlich werden

Die Mitfühlende: Herzogin Kates ehemalige Privatsekretärin Rebecca Deacon, 35, wurde wegen ihrer Fähigkeiten als Vermittlerin dazu geholt

Muss der Palast sich beim Thema Krisenmanagement völlig neu wappnen? "Marklegate" ist nur der jüngste Eklat einer langen Reihe, aber er könnte zu einem der gefährlichsten werden. Wie also bremsen die Windsors Thomas Markle im Idealfall aus? GALA sprach darüber mit Prof. Dr. Annika Schach, Expertin für Angewandte Public Relations an der Hochschule Hannover. Sie empfiehlt Mitgefühl mit dem Mann, der so ungeschickt agiert. "Das Königshaus sollte zeigen, dass es ihm nicht egal ist, was mit Meghans Vater passiert. Ein souveränes Statement, dass man ihn als Familienmitglied schätzt, wäre gut." 

Meghan Markle: Am Vatertag ignorierte sie ihren Vater

Denn: Wer als unbeteiligter Beobachter den 73-Jährigen auf dem Bildschirm schwitzen, aufgeregt zwinkern und nach Worten ringen sieht, interpretiere dies so, dass er seiner Tochter nicht schaden wolle. Eher möchte er wohl Fehler der Vergangenheit ausbügeln, indem er Meghan seiner Meinung nach ins rechte Licht rückt. Dazu passt, dass Thomas Markle jetzt selbst noch nachschob, er habe mit dem TV-Interview die Bande zu seiner Tochter enger schließen wollen. Und sei deshalb enorm traurig, dass sie ihm am Vatertag – der in den USA am dritten Juni-Sonntag gefeiert wird – keine Karte geschickt habe. 

Thomas Markle packt in Live-Interview aus

Meghan weinte, als er die Hochzeit absagte

Herzogin Meghan

Schweigegeld als langfristige Strategie?

PR-Expertin Schach rät dem Palast zu klären, welche Motive Markle antreiben. Fühlt er sich alleingelassen oder missverstanden? Parallel dazu müsse man ihm deutlich erläutern, welche Folgen sein Reden und Handeln habe. "Aber keinen Gegenangriff starten!", warnt sie. In der öffentlichen Wahrnehmung dürfe es auch nicht so erscheinen, als würde sich Meghan, die neue Herzogin von Sussex, über ihren Vater stellen, der in ärmlichen Verhältnissen lebt. Das würde arrogant wirken und könnte Meghans Sauber-Image heftig ankratzen. Apropos ärmlich: Womöglich stoppt ja eine Finanzspritze die Marklesche Plauderfreudigkeit? "Schweigegeld ist ein hässliches Wort", findet der Palast-Informant. "Aber als langfristige Strategie ist es denkbar." 

In Krisenzeiten versagt der Palast

Bleibt die Frage, weshalb die Palaststrategen mediale Herausforderungen wie royale Hochzeiten so wunderbar hinbekommen, in Krisenzeiten jedoch kläglich versagen. Auch hierfür hat Prof. Annika Schach eine schlüssige Erklärung. Die Dramaturgie einer Hochzeit wiederhole sich, "diese Storyline haben die Royals lange gelernt. Krisen hingegen sind jedesmal individuell. Krisenkommunikation ist die Königsdisziplin der PR." Ganz schlimm sei übrigens alles, was mit Tieren zu tun hat: "Das verzeiht die Allgemeinheit am wenigsten.“ Ein Pressebericht über einen Klaps, den ein genervter Diener womöglich einem Corgi der Queen verpasst, könnte dem Königshaus einen Shitstorm bescheren, gegen den Marklegate wie ein laues Lüftchen wirkt.

Herzogin Meghan

Darum ist Thomas Markle eifersüchtig auf Prinz Charles

Herzogin Meghan: Darum ist Thomas Markle eifersüchtig auf Prinz Charles
Aus gesundheitlichen Gründen konnte Thomas Markle nicht an der Hochzeit seiner Tochter Meghan teilnehmen. Was ihn daran besonders wurmte, sehen Sie im Video.
©Gala

Prinz Harry + Meghan Markle

Die Bilder ihrer stürmischen Liebe

25. Oktober 2019  Prinz Harry begleitet seine Frau Herzogin Meghan zu einer Diskussionsrunde zum Thema Geschlechtergleichheit auf Schloss Windsor. 
Herzogin Meghan und Prinz Harry
Herzogin Meghan : 2. Oktober 2019 Im Rahmen ihrer offiziellen Südafrika-Reise besuchen Prinz Harry und Herzogin Meghan gemeinsam den Tembisa Township in der Nähe von Johannesburg. Das royale Paar ist nach Harrys Ausflügen nach Malawi und Angola endlich wieder vereint und sichtlich happy darüber.
Herzogin Meghan : 25. September 2019 Am dritten Tag ihrer Afrika-Reise darf Baby Archie seine Eltern Herzogin Meghan und Prinz Harry zum ersten Treffen des Tages begleiten.

99

Themen

Erfahren Sie mehr:

Palastgeflüster: Das machen die Royals