VG-Wort Pixel

Herzogin Meghan Sie erinnert "demütigende Erfahrung" mit Mama Doria

Herzogin Meghan
Herzogin Meghan
© Samir Hussein / Getty Images
Sie hat sich einige Wochen Zeit gelassen. Doch nach Beendigung der offiziellen Trauerzeit für Queen Elizabeth meldet sich Herzogin Meghan nun mit einer neuen Folge ihres Podcasts "Archetypes" zurück – und spricht über eine Erfahrung, die ihr unangenehm in Erinnerung geblieben ist. 

Die neue Folge des Podcasts "Archetypes" hat Herzogin Meghan, 41, der "Demystification of Dragon Lady" [zu Deutsch: "Entzauberung der Drachendame"] gewidmet. Im Gespräch mit der Stand-up-Comedian Margaret Cho, 53, und der Journalistin und Rundfunkanalystin Lisa Ling, 49, beschäftigt sich die Royal in der neuen Ausgabe vom 4. Oktober 2022 mit dieser Form der Typisierung asiatischer Frauen und solcher mit asiatischer Abstammung, die früher in Filmen sehr präsent dargestellt wurde. Dabei erinnert sie ein Erlebnis, das sie bis heute offenbar beschäftigt. 

Herzogin Meghan spricht über Erfahrungen mit der asiatischen Kultur

Die sogenannte "Dragon Lady" entspringt einer "Fantasie des Orientalismus“, wie es in Meghans Podcast einleitend beschrieben wird, und gleicht einer "Femme Fatale", einer Frau, die schön, aber tödlich ist. Soweit das Thema der neuen Folge, doch die Royal steigt zunächst mit persönlichen Erfahrungen ein: Sie erinnert ihr Aufwachsen in Los Angeles und ihre Begegnung mit den verschiedensten Kulturen, "die man täglich sehen, fühlen, hören und schmecken konnte". Eine faszinierende  Erfahrung, die sie offenbar bereichert hat. Sie liebe es, andere Kulturen kennenzulernen, versichert die Frau von Prinz Harry, 38. Doch ein Erlebnis scheint noch immer gemischte Gefühle in ihr hervorzurufen. 

Die 41-Jährige berichtet über einen gemeinsamen Besuch mit ihrer Mutter Doria Ragland, 66, in einem koreanischen Spa, der ordentlich Eindruck gemacht zu haben scheint, allerdings mit einem unangenehmen Nachhall. "Nun, für diejenigen unter Ihnen, die noch nie dort waren, es ist eine sehr demütigende Erfahrung für ein Mädchen, das durch die Pubertät geht. Weil man einen Raum mit Frauen im Alter von neun bis vielleicht 90 Jahren betritt, die alle nackt herumlaufen und darauf warten, ein Körperpeeling auf einem dieser Tische zu bekommen, die alle in einer Reihe aufgestellt sind." Für die junge Meghan offenbar ein beschämendes Erlebnis. "Alles, was ich wollte, war ein Badeanzug! Aber du darfst das übrigens nicht", erklärt sie. "Und sobald ich diese pubertäre Peinlichkeit überwunden hatte, gingen meine Mutter und ich nach oben, setzten uns in einen Raum und wir aßen eine dampfende Schüssel mit den köstlichsten Nudeln." Ein bittersüßer Erfahrungsbericht. 

Damals habe sie nur dies über die asiatische Kultur gewusst und sei nicht mit den weitaus schädlicheren Stereotypen bekannt gewesen, denen asiatische Frauen viele Jahre lang ausgesetzt waren.

Meghan würzt ihre Podcastfolgen mit privaten Erlebnissen

Auch hier zeigt Meghan erneut, dass es ihre persönlichen Erfahrungen sind, die ihren Podcast mit Leben füllen und übergreifende Diskussionen um bewegende Themen anstoßen. Zuletzt sprach sie in der Folge vom 6. September mit der Schauspielerin und Autorin Mindy Kaling, 43, über die Stigmatisierung, die Herausforderungen und auch die Freuden des Single-Daseins. Die Royal berichtete, dass sie sich in jungen Jahren als "hässliches Entlein" empfand und über ihren Ärger in späteren Jahren darüber, dass ihr nach dem Öffentlichwerden ihrer Beziehung zu Prinz Harry zu ihrem "Glück", von ihm "ausgewählt" worden zu sein, gratuliert wurde. "Und an einem bestimmten Punkt, nachdem du es millionenfach gehört hast, denkst du: 'Nun, ich habe ihn auch ausgewählt'", beschrieb sie in der Folge ihre innere Rebellion. 

Im Gespräch mit ihrer engen Freundin Serena Williams, 41, Ende August offenbarte sie ein erschütterndes Erlebnis während der Südafrikareise der damals noch im Dienste der Krone agierenden Sussexes im Jahr 2019. Damals sei bereits am ersten Tag der Tour im Schlafzimmer ihres Sohnes Archie, 3, ein Feuer ausgebrochen. "Wir setzten ihn in der Unterkunft ab, in der wir wohnten. Er machte sich bereit, sein Schläfchen zu halten", erzählte die Royal und erklärte, dass sie kurz darauf mit ihrem Mann zu einem Termin aufgebrochen war. Als das Paar nach dem Ende der Veranstaltung wieder im Auto Platz nahm, sei es schließlich mit den beunruhigenden Nachrichten konfrontiert worden: "In der Wohnung ist ein Feuer ausgebrochen. Es hat im Zimmer des Babys gebrannt." Eine Heizung in dem Zimmer sei in Brand geraten, doch ihr Baby befand sich zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise nicht in dem Raum. 

Eine Erinnerung, die Meghan bei dieser Gelegenheit mit scharfer Kritik am Buckingham Palast verband. "Alle waren in Tränen aufgelöst, alle waren erschüttert", beschrieb sie rückblickend die Szenerie. Doch Zeit für Emotionen blieb den Sussexes offenbar nicht. Das Paar habe zeitnah zum nächsten Termin aufbrechen müssen. Keine leichte Entscheidung für die junge Mutter. "Und was mussten wir tun? Rausgehen und noch einen offiziellen Einsatz machen", so Meghan. "Ich sagte: 'Das macht keinen Sinn, könnt ihr den Leuten einfach sagen, was passiert ist?'", habe sie gefragt. Doch die Pflicht habe Vorrang genossen.

Nach der offiziellen Trauerzeit für Queen Elizabeth, †96, sind nun wieder regelmäßig Folgen des Podcasts "Archetypes" zu erwarten. Die ersten Episoden haben bereits die Richtung vorgegeben: Meghan hat sich vorgenommen, "Labels zu untersuchen, zu sezieren und zu untergraben, die versuchen, Frauen zurückzuhalten". Ihre persönlichen Erfahrungen sind dabei die Würze, an der sich noch so mancher königlicher Gaumen verbrennen dürfte.

Verwendete Quelle: open.spotify.com

ama Gala

Mehr zum Thema

Gala entdecken