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Herzogin Meghan Ob es für diesen Fauxpas eine Schelte von der Queen gibt?

Herzogin Meghan muss das Royal sein weiterhin lernen 
Herzogin Meghan muss das Royal sein weiterhin lernen 
© Getty Images
Herzogin Meghan ist mit Prinz Harry auf Auslandsreise in Irland. Bei einem Termin in der Hauptstadt passiert ihr etwas, dass sich für einen Royal eigentlich nicht ziemt

An ihrem ersten Tag in Dublin (10. Juli) sind Prinz Harry, 33, und Herzogin Meghan, 36, zu einem Empfang eingeladen. Dort ist auch die irische Senatorin Catherine Noone, 42, zu Gast. Sie kommt mit Meghan ins Gespräch - und gibt darüber kurze Zeit später ein pikantes Detail auf Twitter preis.

Herzogin Meghan bricht das Protokoll

Der Tweet von Noone beginnt harmlos. Zu einem Foto von sich und Meghan mit Harry im Hintergrund schreibt sie: "Eine Freude, Prinz Harry und die Herzogin von Sussex heute Abend in der Residenz des britischen Botschafters zu treffen." Dann folgt ein Satz, der Meghan vielleicht eine Zurechtweisung von royalen Etikette-Wächtern einbringen könnte: "Die Herzogin und ich haben uns über das Ergebnis des kürzlichen Referendums unterhalten - sie hat interessiert zugeschaut und war erfreut, das Ergebnis zu sehen."
Bei dem besagten Referendum hatte die Mehrheit der abstimmungsberechtigten Iren und Irinnen dafür gestimmt, das strikte Abtreibungsverbot im Land zu lockern. Künftig dürfen damit Schwangerschaftsabbrüche nach einer Vergewaltigung, bei Inzest oder wegen einer Missbildung des Fötus' durchgeführt werden. Ein Ergebnis, dass Meghan laut Noone als positiv empfunden und das auch geäußert hat. Doch warum ist das problematisch? 

Britische Royals müssen sich politisch neutral verhalten

Queen Elizabeth, 92, ist zwar das Staatsoberhaupt Großbritanniens, doch faktisch ist ihre politische Macht minimal. Die Politik wird gelenkt vom demokratisch gewählten Parlament und der aktuell amtierenden Premierministerin Theresa May. Für die Queen - und auch ihre Familienmitglieder - bedeutet dies: Vorsicht mit politischen Stellungnahmen! Auf der Homepage des Buckingham Palastes heißt es konkret:
"Als Staatsoberhaupt muss die Königin in Bezug auf politische Angelegenheiten streng neutral bleiben, ist unfähig zu wählen oder sich zur Wahl zu stellen. Jedoch hat Ihre Majestät wichtige zeremonielle und formelle Rollen in Bezug auf die Regierung des Vereinigten Königreichs."

Irische Politikern löscht Tweet

Einen Screenshot des Original-Tweets von Catherine Noone zeigt die Daily Mail
Einen Screenshot des Original-Tweets von Catherine Noone zeigt die Daily Mail
© twitter.com/senatornoone

Nachdem der Post mehrere Antworten erhalten hatte, die darauf hinwiesen, dass Meghan das königliche Protokoll gebrochen haben könnte, indem sie eine politische Meinung äußerte, löschte Noone den Satz - wohl im Bewusstsein, dass sie über diesen Teil des Gesprächs lieber hätte schweigen sollen. Laut Daily Mail rechtfertige Noone sich: "Ich habe es geklärt - es war ein sehr freundliches Gespräch, sie [Meghan] äußerte keine politische Meinung. Sie war interessiert und charmant. Es war irreführend, also habe ich es gelöscht."
Doch auch sie wird wissen: Das Internet vergisst nichts. Was einmal gepostet wird, kann nicht mehr zurückgenommen werden. Und so wird auch sicher die Queen von Meghans Äußerung erfahren haben und sie, vielleicht, nach der Rückkehr aus Dublin noch einmal an die Do's and Don'ts der royalen Etikette erinnern. 

jre

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