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Herzogin Meghan Sie greift Queen Elizabeth im Oprah-Interview an

Queen Elizabeth mit Herzogin Meghan und Prinz Harry
© Getty Images
Herzogin Meghan macht dem Palast – und damit indirekt Queen Elizabeth als dessen Oberhaupt – im TV-Interview mit Oprah Winfrey schwere Vorwürfe. Das zeigt ein neuer Trailer für die Sendung, die am 7. März ausgestrahlt wird.

In dem neuen, 30 Sekunden langen Clip fragt Oprah Winfrey, 67, die Herzogin von Sussex, 39, was sie glaube, dass man im Palast darüber denkt, dass sie ihre Sicht der Dinge nun darlege. Meghan antwortet: "Ich weiß nicht, wie sie erwarten können, dass wir nach all dieser Zeit immer noch schweigen, wenn es diese aktive Rolle gibt, die 'die Firma' bei der Aufrechterhaltung von Unwahrheiten über uns spielt." Sie fügt hinzu: "Und wenn das mit dem Risiko verbunden ist, Dinge zu verlieren, ich meine, ... es gibt eine Menge, was bereits verloren ist." 

Was ist dran an Meghans Vorwurf?

Warum Herzogin Meghan – und andere Royals – nicht frei sprechen dürfen

Der neue Ausschnitt knüpft an einen Trailer an, der am 1. März veröffentlicht worden war. In diesem stellt Oprah Winfrey Meghan die Frage, ob sie während ihrer Zeit als Senior Royal von sich aus geschwiegen habe oder von jemand anderem zum Schweigen gebracht worden sei. Meghans Antwort auf die Frage behielt der TV-Sender CBS vorerst für sich.

Fakt ist: Es ist seit Jahrzehnten eine gängige Praxis im britischen Königshaus – und auch in anderen europäischen Königshäusern – sich zu Spekulationen und Negativ-Schlagzeilen nur in Ausnahmefällen öffentlich zu äußern. Dies dient dem Schutze der Monarchie. Der Hintergrundgedanke: Je weniger Öl ins Feuer gegossen wird, desto schneller verstummt die Berichterstattung.

Wenn sich der Palast entschließt, dass eine Kommunikation stattfindet, dann spricht der betroffene Royal nicht selbst, sondern der Palast als übergeordnetes Sprachrohr. Diese Erfahrung muss nicht nur Meghan machen, sondern viele Mitglieder des Königshauses vor ihr und auch nach ihr. Dass diese Regelung der 39-Jährigen besonders schwer fällt, ist verständlich: Als Bürgerliche – und noch dazu PR-erfahrene Schauspielerin – ist sie es nicht gewohnt, sich in das System des Palastes einzufinden.

Fakt ist auch, dass der Palast – und sogar einzelne Mitglieder der Königsfamilie persönlich – der Herzogin in der Vergangenheit mehrmals öffentlich zur Seite gestanden haben.

Ob hinter Meghans Vorwurf noch mehr als das "Niemals beschweren, niemals erklären"-Credo der Royals steckt – abwarten. Ebenso spannend ist die Frage, ob sie einzelne Mitglieder der Königsfamilie adressieren wird oder es bei dem übergeordneten Begriff "der Firma" – wie die Royals scherzhaft genannt werden – bleibt. Was man erwarten kann: Meghans Worte werden Zündstoff sein.

Prinz Harry unterstützt seine Frau

In einem weiteren kurzen Clip, der ebenfalls am 1. März veröffentlicht wurde, kommt Prinz Harry zu Wort. Darin sagt er: "Meine größte Sorge war, dass sich die Geschichte wiederholt." Damit bezieht er sich offenbar auf seine Mutter Prinzessin Diana, die 1997 im Alter von 36 Jahren bei einem Autounfall in Paris starb, als sie von Paparazzi verfolgt wurde.

Er sei sehr "erleichtert und glücklich", dass er hier mit seiner Frau an seiner Seite sprechen könne, ergänzte Harry. Er könne sich nicht vorstellen, wie es für seine Mutter gewesen sein müsse, "diesen Prozess vor all den Jahren alleine durchlaufen zu haben." In Bezug auf sich und Meghan erklärt er: "Es war unglaublich schwer für uns beide, aber zumindest hatten wir uns."

Die zweitstündige Sendung "Oprah with Harry and Meghan" wird am 7. März in den USA ausgestrahlt.

Mobbing-Vorwürfe gegen Herzogin Meghan überschatten das Interview

Kurz vor Ausstrahlung des Interviews wurden in der Zeitung "The Times" Mobbing-Vorwürfe gegen Meghan laut. Demnach habe sie während ihrer Zeit in London (Ende 2017 bis Ende 2019) Mitarbeiter des Kensington Palastes "gedemütigt", "schikaniert" und zum Weinen gebracht. 2018 soll sogar eine Beschwerde gegen Meghan in der Personalabteilung des Buckingham Palast eingegangen sein. Doch man habe die schützende Hand über Meghan gehalten, schreibt "The Times". Auch Prinz Harry soll daran beteiligt gewesen sein.

Der Buckingham Palast kündigte noch am selben Tag an, den Anschuldigungen nachzugehen. Man sei "sehr besorgt" über den Bericht in der britischen Tageszeitung "The Times", heißt es in einem Statement. 

Die Anwälte von Herzogin Meghan äußern sich betroffen über die Mobbing-Vorwürfe. "Die Herzogin ist traurig über diesen jüngsten Angriff auf ihren Charakter", teilen sie mit. Vor allem die Tatsache, dass sie selbst Ziel von Mobbing gewesen sei, verpflichte sie, "diejenigen zu unterstützen, die Schmerz und Trauma erlebt haben".

jre SpotOnNews

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