VG-Wort Pixel

Herzogin Meghan Selten private Einblicke! So bodenständig ist ihr kalifornisches Familienleben

Herzogin Meghan
Herzogin Meghan ist in Plauderlaune und erzählt zahlreiche Anekdoten aus ihrem bunten Familienleben in Montecito.
Mehr
Herzogin Meghan lässt sich den Mund nicht verbieten. In einem neuen Interview mit dem Magazin "Variety" spricht sie über ihre Trauer um Queen Elizabeth, ihre Zusammenarbeit mit Prinz Harry und ihre Rückkehr nach Hollywood – und verrät intime Details über ihr britisch-amerikanisches Familienleben in Montecito. 

Erst vor wenigen Wochen überraschte Herzogin Meghan, 41, mit einem offenherzigen Interview mit "The Cut". Doch auserzählt ist die Geschichte der zurückgetretenen Senior Royal offenbar noch lange nicht. Im Magazin "Variety" packt sie wieder heiße Eisen an. Doch zunächst zollt sie der Frau Respekt, die mit jahrzehntelang fast stoisch verfolgter Contenance ihre Entscheidungsfreiheit respektiert und sich öffentlich nie negativ über ihren Enkel Prinz Harry, 38, und seine Frau geäußert hat. 

Herzogin Meghan empfand Wärme für Queen Elizabeth (†96)

"Ich habe über den ersten offiziellen Auftritt nachgedacht, den ich mit ihr hatte, wie besonders sich das angefühlt hat. Ich fühle mich glücklich. Und ich bin weiterhin stolz darauf, mit der Matriarchin der Familie eine Innigkeit gehabt zu haben", reflektiert sie ihr Verhältnis zu der verstorbenen Queen Elizabeth, †96. Eine Aussage, die verblüfft angesichts des Bruchs, der den Sussexes mit der königlichen Verwandtschaft nach dem Megxit und diverser öffentlicher Anschuldigungen gegen Mitglieder der Familie nachgesagt wird.

Für die geliebte Oma ihres Mannes Prinz Harry hat Meghan anscheinend jedoch nur Bewunderung übrig: "Was so schön ist, ist das Erbe zu betrachten, das seine Großmutter an so vielen Fronten hinterlassen konnte. In Bezug auf weibliche Führung ist sie sicherlich das leuchtendste Beispiel dafür, wie das aussieht. Ich empfinde tiefe Dankbarkeit dafür, dass ich Zeit mit ihr verbringen und sie kennenlernen durfte." Doch eine Anspielung auf den mutmaßlich kühlen Empfang im Kreise der Royals anlässlich der Trauerfeier kann die 41-Jährige sich auch im dankbaren Gedenken an die Queen nicht verkneifen. "Es war eine komplizierte Zeit", betont sie, "aber mein Mann, immer der Optimist, sagte: 'Jetzt ist sie wieder mit ihrem Mann vereint.'"

Dennoch spricht die Herzogin mit warmen Herzen über ihre Rückkehr nach England, die durch den Tod der Monarchin getrübt wurde: "Es gab so viel Liebe und Unterstützung. Ich bin wirklich dankbar, dass ich bei meinem Mann sein konnte, um ihn zu unterstützen, besonders in dieser Zeit."

Die Zukunft liegt in den USA

Doch nach dem Staatsbegräbnis hielt die Sussexes offenbar nichts mehr in der alten Heimat. Schon kurz darauf flog das Paar zurück in die USA. Der Fokus liegt nun auf der Zukunft: "Im Moment fühlen wir uns energiegeladen und aufgeregt wegen all der Dinge, auf die wir hingearbeitet haben", unterstreicht Meghan. Dabei spielt die große Leinwand für die ehemalige Schauspielerin offenbar – zumindest was sie selbst betrifft – keine Rolle mehr: "Wir konzentrieren uns auch auf unsere Stiftung. Ein Großteil unserer Arbeit umfasst den philanthropischen Bereich", erklärt sie.

"Ich kann es überleben"

Die Royal besitzt großes Sendungsbewusstein. Seit wenigen Wochen präsentiert sie zudem nun regelmäßig – lediglich unterbrochen durch die Trauerzeit um die Queen – ihren Podcast "Archetypes", bei dem sie wöchentlich mit starken Frauen über deren Geschichten spricht. "Ich hatte etwas Zeit, darüber nachzudenken. Ein Teil von mir ist einfach sehr vertrauensvoll, wirklich offen – so bewege ich mich in der Welt. Ich muss daran denken, dass ich niemals so abgestumpft sein möchte, dass dieser Teil von mir verschwindet. Also trotz all dieser Dinge? Ich kann es überleben. Ein Teil dessen, was ich mit 'Archetypes' mache, ist, mir die Nuancen rund um die Frauen anzusehen, die in der Show auftreten. Ich bin kein Journalist, aber ich möchte ein offenes, echtes Gespräch mit ihnen." 

Ähnlich wie jenes, das sie im März 2021 mit der US-Talkshowmoderatorin Oprah Winfrey führte. Ein hochexplosives Interview, das weltweit für Furore sorgte und kein gutes Licht auf die königliche Familie warf. Meghan war zu diesem Zeitpunkt hochschwanger mit ihrer Tochter Lilibet Diana, 1, und hatte nach der Ausstrahlung zunächst das Haus nicht verlassen. Doch zur Geburtstagseinladung der Frauenrechtlerin Gloria Steinem, 88, konnte sie nicht Nein sagen. "Ich wollte sie wirklich bei einem kleinen und intimen Geburtstagsessen feiern, von dem ich dachte, dass es das sein würde. Ich stellte mir vor, dass wir in diesem Cottage, in dem sie wohnte, Sandwiches aßen. Stattdessen war es eine Extravaganz – übrigens so, wie sie es verdient. Aber ich hatte schon lange keine Leute mehr gesehen, und das Interview war vielleicht eine Woche zuvor herausgekommen", erinnert sich Meghan.

Kein einfacher Gang nach den diversen Enthüllungen und Andeutungen über die Royals, mit denen sie Tage zuvor an die Öffentlichkeit getreten war. "Alleine in einen Raum zu gehen, fällt mir nie leicht, und ich erinnere mich, dass ich mich ein bisschen unwohl fühlte. Aber bevor ich meine Unsicherheit ruhen lassen konnte, kam Pamela Adlon [amerikanische Schauspielerin und Synchronsprecherin, Anm. d. Red.] auf mich zu und begrüßte mich mit so viel Wärme und Freundlichkeit."

Schweigen ist nicht Meghans Sache

Meghans Worte wirken selbstbewusst. Diese Frau steht zu dem Gesagten, scheint es. Und sie wird auch weiterhin nicht schweigen, wie man angesichts der Dokumentation annehmen darf, die über sie und ihren Mann von der amerikanischen Filmschaffenden Liz Garbus, 52, gedreht wird. "Es ist schön, jemandem unsere Geschichte anvertrauen zu können – einer erfahrenen Regisseurin, deren Arbeit ich seit Langem bewundere – auch wenn das bedeutet, dass es vielleicht nicht so ist, wie wir es erzählt hätten. Aber das ist nicht der Grund, warum wir es erzählen. Wir vertrauen unsere Geschichte jemand anderem an, und das bedeutet, dass sie durch ihre Linse gehen wird. Es ist interessant. Mein Mann hat noch nie in dieser Branche gearbeitet. Für mich, nachdem ich an 'Suits' gearbeitet habe, ist es so erstaunlich, mit so viel kreativer Energie zusammen zu sein und zu sehen, wie Menschen zusammenarbeiten und ihre eigenen Sichtweisen teilen. Das hat richtig Spaß gemacht."

Es macht den Anschein, dass die Herzogin von Sussex den großen Drang verspürt, ihr Bild in der Öffentlichkeit geradezurücken – und das mithilfe des medialen Netzwerkes, das sie sich bereits als Schauspielerin in Hollywood aufbauen konnte. "Ich denke, was passiert, wenn man von außen hineinschaut, wenn es so viel Lärm gibt, ist, dass man entmenschlicht wird. Aber wenn Sie sich daran erinnern, dass jemand ein Mensch ist, dann behandeln Sie ihn nicht, sprechen Sie über ihn, sehen Sie ihn nicht auf die gleiche Weise an. Meine Hoffnung für 'Archetypes' ist, dass die Leute denken: 'Oh! Sie ist eine echte Person! Sie lacht und stellt Fragen und geht neugierig an die Sache heran.'"

Ihre Liebe zu Prinz Harry beflügelt sie für neue Projekte

Und sie hat Gefühle, die sie in ihre Arbeit einfließen lässt. Ihre Stiftung "Archewell" basiert auf ihrer Liebesgeschichte mit Harry, erklärt Meghan. "Ich denke, damit haben sich Menschen auf der ganzen Welt verbunden, insbesondere mit unserer Hochzeit. Menschen lieben die Liebe. Ich bin in diesem Gefühl nicht ausgeschlossen. Und unsere Definition von Liebe ist wirklich weit gefasst: Partnerliebe, Selbstliebe, die Liebe zur Gemeinschaft und Familie. Wir verwenden das als Grundlage für die Art von Shows und Dokumentationen, die wir draußen haben wollen."

Prinz Harry hat mit seinem Herzensprojekt einen Grundstein für die gemeinsame Arbeit gelegt. "Für meinen Mann waren die Invictus Games ein so großer Teil seines Lebens und seiner Arbeit, nachdem er zehn Jahre in der Armee war und sich für die Rehabilitation verwundeter Veteran:innen und ihrer Familien eingesetzt hatte. Wir sprechen über emotionale Verletzungen, die aus solchen Erfahrungen resultieren. Das sind Liebesgeschichten."

Romantische Komödien, Burger und Ohrwürmer

Die durchaus auch auf fiktionaler Ebene von den beiden neuen prominenten Medienschaffenden in Hollywood angedacht sind. "Für Skripte wollen wir darüber nachdenken, wie wir uns aus demselben Raum entwickeln und etwas Spaß machen können! Es muss nicht immer so ernst sein. Wie eine gute Rom-Com. Vermissen wir sie nicht? Ich vermisse sie so sehr. Ich habe 'Harry und Sally' wahrscheinlich eine Million Mal gesehen. Und all die romantischen Komödien von Julia Roberts. Die müssen wir uns nochmal ansehen." Ja, es geht gefühlig zu bei den Sussexes. "Ich glaube nicht, dass Sie uns jemals in einem Horrorfilm sehen werden." 

Die Chance, den Sussexes beim Ausflug in ein Burgerrestaurant zu begegnen, ist da schon weitaus höher. Prinz Harry scheint eine ausgeprägte Vorliebe für Fast Food zu haben. Das Paar arbeitet in der Regel von zu Hause aus und teilt sich dort ein Büro. Doch regelmäßig pendeln Meghan und Harry in die Großstadt – und dann kommt der Enkel von Queen Elizabeth auf seine kulinarischen Kosten.

"Es ist lustig. Die Leute denken manchmal, wir leben in Los Angeles, aber wir sind gute zwei Stunden davon entfernt. Wir sind Pendler. Wir sind vor Kurzem für einen Tag mit aufeinanderfolgenden Meetings nach unten gefahren, ausgestattet mit Schokoladenkeksen in der Größe des Kopfes meines Kleinkindes. Außerdem ist der Favorit meines Mannes In-N-Out [amerikanische Burgerkette, Anmerkung der Redaktion]. Es gibt einen auf halbem Weg zwischen L.A. und unserem Zuhause. Es macht wirklich Spaß, durch den Drive-in zu fahren und sie [das Personal, Anmerkung der Redaktion] zu überraschen. Sie kennen unsere Bestellung." 

Und auch zu Archie, 3, und Lilibet verrät die Herzogin noch ein paar zauberhafte Gewohnheiten. "Seit wirklich langer Zeit" liebe ihr Ältester die britische Kindershow "Octonauts", bei der es um actionreiche Tierabenteurer geht, und auch "Meet the Tyrannosaurus Rex" aus der amerikanischen Animationsserie "Ask the Storybots". Eine Leidenschaft mit weitreichenden Folgen: "Ich bin zu dieser Mutter geworden, bei der ich mit Freunden herumsitze und anfange zu singen 'Tyrannosaurus, das ist der Refrain' …“, so Meghan. Das hätte sich die Amerikanerin vor ein paar Jahren offensichtlich noch nicht vorstellen können. "Ich singe in diesem Moment nicht Beyoncé, ich singe StoryBots." 

Archie und Lilibet im Scheinwerferlicht? "Großartig!"

Auf die Frage, wie sie zu einer Karriere ihrer Kinder in der Unterhaltungsbranche stehen würde, antwortet die zweifache Mutter ohne zu zögern: "Ich würde sagen: 'Großartig!'", und erklärt: "Wenn Sie Eltern werden, möchten Sie wirklich, dass Ihre Kinder die Dinge finden, die ihnen vollkommene Freude bereiten. Sie sind natürlich unsere Kinder, und sie sind Teil eines Vermächtnisses und einer Tradition und einer Familie, die andere Erwartungen haben wird. Aber ich möchte, dass sie ihren eigenen Weg gehen können. Wenn es die Unterhaltungsindustrie ist, großartig. Und auch viel Glück. Es gibt so viele Menschen, die darüber sprechen werden, was die Tür für meine Kinder geöffnet hat. Aber es braucht immer noch Talent und viel Mut."

All das, was sie selbst in ihrer Karriere auf der Leinwand mitgebracht hat. Ob ein Comeback realistisch sei, will "Variety" noch wissen. "Nein. Ich bin fertig. Ich denke, sag niemals nie, aber meine Absicht ist es absolut nicht."

Verwendete Quelle: variety.com

ama Gala

Mehr zum Thema

Gala entdecken