Gegenwind für Herzogin Meghan : Das steckt hinter den Vorwürfen gegen Harrys Frau

Herzogin Meghan bekommt plötzlich Kritik von allen Seiten. Doch die Ursache liegt nicht bei ihr allein

Die ungeschriebenen Gesetze des Palasts bereiten Herzogin Meghan große Probleme

Es könnte alles so schön sein. Der Ausbau ihres künftigen Wohnsitzes Frogmore Cottage läuft, und bald kommt Mama Doria Ragland, 62, um Weihnachten mit den Royals zu verbringen. Noch dazu geht’s Herzogin Meghan, 37, wunderbar, keine Spur von Schwangerschaftsübelkeit oder geschwollenen Beinen.

Harte Vorwürfe gegen Herzogin Meghan

Das Verhältnis von Kate zu Schwägerin Meghan ist nicht ungetrübt

Die perfekte Zeit also, um zu genießen, was das Leben ihr geschenkt hat. Ginge es nach Meghans Feinden, hieße das: am besten nichts. Seit Kurzem ploppen in den englischen Zeitungen Meldungen auf, die die bis dato hoch gelobte Neu-Royalista in ein anderes Licht rücken. Meghan ziehe strikt ihr Ding durch, heißt es. So trage sie etwa, obwohl von Queen Elizabeth, 92, gewünscht, bei gemeinsamen Terminen keinen Hut. Und sie pinsele sich zu viel Make-up ins Gesicht. Das größte Drama soll sich allerdings zwischen ihr und Herzogin Catherine, 36, abspielen. Meghan habe bei einer Anprobe des Brautjungfern-Kleids von Prinzessin Charlotte, 3, ihre Schwägerin so hart angegangen, dass diese in Tränen ausgebrochen sein soll. Später habe Meghan einen von Kates Angestellten im Kensington-Palast so von oben herab behandelt, dass die Hausherrin sich diesen Umgang mit ihrem Personal verbat. Außerdem lastet die Presse Meghan den Abgang von gleich drei engen Mitarbeitern an. Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich die Beschuldigungen als wenig überzeugend.

Prinz Andrew

Er spricht über die Sex-Vorwürfe

Prinz Andrew
Prinz Andrew bezieht in einem Interview mit dem TV-Sender "BBC-News" erstmals öffentlich Stellung zu den Sex-Vorwürfen mit einer Minderjährigen.
©Gala

Was steckt hinter den Beschuldigungen?

Aber von vorn. Ja, Meghan hat keinen Hut getragen. Doch die Ex-Schauspielerin steht ja gerade für frischen Wind im Königshaus. Wenn das bedeutet, dass sie den Hutzwang abschafft – wunderbar! Dass Kate wegen ihr geweint habe, kann als Zeitungsente betrachtet werden. Der Streit über die schlechte Behandlung des Personals sei "nie passiert", so der Palast. Und flüchteten wirklich drei Mitarbeiter, weil die "böse Meghan" sie drangsalierte? Nein! Die Kündigung von Harrys Privatsekretär Ed Lane Fox wurde im April bekannt gemacht, dürfte also schon Anfang des Jahres erfolgt sein. Da hatte Meghan noch gar nichts zu melden. Assistentin Melissa Touabti war mit der Organisation der Hochzeit betraut. Dass es da zu Spannungen kommt, ist normal. Und Samantha Cohen hatte bereits als ehemalige stellvertretende Privatsekretärin der Queen gekündigt, aber auf deren Wunsch um ein halbes Jahr verlängert, um Meghan mit der Etikette vertraut zu machen. Diese Zeit ist jetzt um.

Herzogin Catherine profitiert von der Kritik an Meghan Markle

Herzogin Meghan + Queen Elizabeth

Was und vor allem wer steckt also hinter der Kampagne gegen die Herzogin von Sussex? Die Queen sicher nicht. Sie schätzt den Neuzugang der "Firma" und möchte, dass Meghan sich wohlfühlt. Schmerzhaft erinnert sie sich an den Fall, in dem die Eingewöhnung spektakulär gescheitert ist: Prinzessin Diana, †36. Damals stürzte die Monarchie in ein historisches Umfragetief, das die Queen fast die Krone gekostet hätte. Auch Prinz Charles, 70, mag seine Schwiegertochter. Er sieht in ihr die beste Werbeträgerin für eine moderne Royal Family. Und Prinz William, 36, ist froh, dass sein Bruder Prinz Harry, 34, die richtige Frau gefunden hat. Übrig bliebe Kate. Tatsächlich profitiert sie von der Kritik an der Konkurrentin im eigenen (Königs-)Haus. Denn Meghan und Kate ticken komplett unterschiedlich: fortschrittlich gegen konservativ, unangepasst gegen folgsam. Da kann es zu Rangeleien um die Vormachtstellung kommen.

Die größte Machtverschiebung seit Prinzessin Diana

Allerdings: Kates herausragende Rolle als Thronerben-Gattin ist unanfechtbar. Dass sie Meghan Böses will – unwahrscheinlich. Zudem ist sie froh, dass sich die Repräsentationsaufgaben nun auf zwei Schultern mehr verteilen. Es sind also die zahlreichen Seilschaften bei Hofe, die Meghan derzeit gefährlich werden, dieses Gespinst aus langjähriger Vorteils-und Günstlingswirtschaft. Mit Meghan findet die größte Machtverschiebung seit Diana statt. "Meghans kometenhafter Aufstieg ärgert viele. Vor allem, weil sie bei der Queen angesehen ist, ohne viel zu leisten", so ein Insider zu GALA. Viele, das sind leitende Angestellte wie Protokollbeamte, Kammerdiener und Privatsekretäre. Es geht um persönliche Eitelkeiten und das unschlagbar gute Gefühl, bei den Windsors am großen Rad zu drehen. 

Die Gattin von Prinz Harry hat hohe Ansprüche

Die detailversessene Meghan, die sogar ihre Reden selbst schreibt, stelle an sich die höchsten Ansprüche und mache das daher auch bei anderen, so der Insider. Wenn sie damit jemandem auf den Schlips trete, falle ihr das nicht mal auf. Ein Beispiel: Sie mag es nicht, wenn zu viele Diener um sie herumschwänzeln. Völlig verständlich – nur verletzt sie damit die Gefühle der Angestellten. Zwar wird ihr weiter ins Gesicht gelächelt, doch hinterrücks ein Messer in den Rücken gejagt. Sprich: üble Gerüchte verbreitet. Hinzu kommt, dass Meghan es trotz ihres Perfektionismus versäumt hat, Netzwerke im Adel zu knüpfen. Ein Kenner des Hofs hätte sie vor dem aufziehenden Shitstorm warnen können. Zudem kann eine eigene Hausmacht Gegengerüchte in die Welt setzen und für Waffenstillstand sorgen. Meghan aber setzt nur auf ihren Mann.

Besänftigt der Nachwuchs die Gemüter?

Dass die bösen Schlagzeilen sie treffen, versucht sie sich nicht anmerken zu lassen. Der Stress mache sich nur in den eigenen vier Wänden bemerkbar: Die Herzogin sei etwas dünnhäutiger geworden, sagt der Insider. Doch spätestens wenn Meghan und Harry im Frühjahr ihr Kind präsentieren, dürfte der Ärger vergessen sein. Vermutlich werden dann sogar die Höflinge stolz sein auf die Frau, die das Königshaus sanft revolutioniert – um dessen Zukunft zu sichern.

Herzogin Catherine + Herzogin Meghan

Zwei Ladys im Stilvergleich

Herzogin Catherine und Herzogin Meghan
Im Rahmen der Feierlichkeiten des "Remembrance Day" in London zeigt sich die royale Familie in der Royal Albert Hall. Herzogin Kate trägt zu diesem Anlass ein dunkelblaues, tailliertes Midi-Kleid mit elegantem U-Boot-Ausschnitt, das ihre schlanke Silhouette perfekt zur Geltung bringt. Schwarze Wildleder-Pumps von Jimmy Choo und ein dazu passender Taillengürtel runden ihren Look ab. Besonderer Hingucker: Die Herzogin trägt einen funkelnden Haarreif von ZARA, der mit schwarzen Pailletten besetzt ist.
Herzogin Meghan hingegen setzt auf einen dramatischeren Look, als ihre Schwägerin: Sie trägt eine schwarze Robe von Erdem im 50er-Jahre-Stil mit einem weit ausgestellten Rock. Außerdem setzt sie ihr Dekolleté mit einem tiefen Ausschnitt in Szene und betont dieses zusätzlich mit ihrer Mohnblumen-Brosche. Wildlederne Deneuve-Pumps von Aquazzura und rubinrote Herz-Hänger von Jessica McCormack runden Meghans Abend-Look ab.
Für den frühabendlichen Besuch des "District Six"-Museums zeigt sich Herzogin Meghan dann in einem blauen Hemdkleid von Designerin Veronica Beard, das sie zuletzt während ihrer Reise nach Tonga im Herbst 2018 trug. 

181

Themen

Erfahren Sie mehr:

Palastgeflüster: Das machen die Royals