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Herzogin Meghan + Prinz Harry Damit haben sie den Palast im Rassismus-Skandal subtil unter Druck gesetzt

Herzogin Meghan und Prinz Harry
© Geoff Pugh / Getty Images
Der Buckingham Palast handelte besonders schnell, um Lady Susan Hussey nach dem rassistischen Vorfall während einer Veranstaltung sofort zu entlassen. Doch aus dem Umfeld der Royals werden jetzt auch kritische Stimmen bezüglich der Entscheidung laut.

Auch einige Tage nach dem Rassismus-Skandal im britischen Königshaus wird darüber diskutiert, wie es dazu kommen konnte, und wie jetzt mit der schwierigen Situation umgegangen werden sollte. 

Rassistischer Vorfall im Palast

Bei einer Veranstaltung im Rahmen der jährlichen UN-Kampagne "16 Tage gegen geschlechtsspezifische Gewalt" am Dienstag, 29. November 2022, ausgerichtet von Königin Camilla, 75, war auch Ngozi Fulani, Direktorin der im Osten Londons ansässigen Wohltätigkeitsorganisation Sistah Space, zu Gast. Auf Instagram beschreibt sie, wie sie von Lady Susan Hussey, 83, der ehemaligen Hofdame von Queen Elizabeth, †96, und Taufpatin von Prinz William, 40, immer wieder auf ihre Herkunft angesprochen wurde und diese nicht akzeptieren wollte, dass Fulani in Großbritannien lebt und geboren wurde. 

Ein äußerst schockierendes Erlebnis, das den Palast zum sofortigen Handeln bewegte. Lady Susan Hussey wurde entlassen und trat mit sofortiger Wirkung von ihrem Ehrenamt zurück.

Entscheidung aus dem Königshaus sorgt für Kritik

Eine Reaktion, die heute von vielen gutgeheißen wird, aber auch für Kritik sorgt. Denn so schrecklich das Verhalten von Lady Susan Hussey auch war, werden auch Stimmen laut, der Palast habe zu übereilt gehandelt. Royal-Experte Richard Kay meint bei "Daily Mail", die extrem schnelle Reaktion offenbare "die extreme Sensibilität des Palastes gegenüber dem Thema". Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Ausstrahlung der Netflix-Dokumentation von Prinz Harry, 38, und Herzogin Meghan, 41, kurz bevor steht und erneut die Frage aufwerfen könnte, wer aus der Royal Family eine angeblich rassistische Bemerkung bezüglich ihres Sohnes Archie, 3, machte. Der Palast fühlte sich unter Druck gesetzt und musste schnell gegensteuern.

Richard Kay habe mehrfach gehört, dass es von manchen als "ungerecht" gesehen wird, wie mit einer älteren Dame, die ihr ganzes Leben den Royals widmete, umgegangen wird. Man hätte stattdessen in Ruhe überlegen können, welcher Schritt zu tun ist und sich nicht von den Medien zu einer vorschnellen Reaktion verleiten lassen sollen. Freunde von Lady Susan Hussey nehmen an, sie habe sich vermutlich gar nicht falsch verhalten, sondern sei einfach nur ihrem Job nachgegangen und wurde dabei missverständlich wahrgenommen.

Was wirklich vor Ort geschah, lässt sich jedoch weder von Expert:innen noch von Freunden richtig beurteilen.

Verwendete Quellen: dailymail.co.uk, instagram.com, twitter.com

jno Gala

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