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Herzogin Meghan + Prinz Harry Cleverer Deal mit Netflix? Das hat ihre Doku womöglich mit "The Crown" zu tun

Herzogin Meghan und Prinz Harry
© Karwai Tang / Getty Images
Es ist ein Schritt, der verwundert: Seit Monaten werden Herzogin Meghan und Prinz Harry für den Streamingdienst Netflix von Kameras begleitet. Doch wie passt das mit ihrem Wunsch nach Privatsphäre zusammen? Offenbar könnte die Entscheidung mit der Angst vor einer anderen medialen Aufarbeitung ihrer Leben zusammenhängen. 

Als sie 2020 ihre königlichen Aufgaben hinter sich ließen, geschah dies auch aus dem Wunsch heraus, als Paar und kleine Familie in Zukunft unter dem Radar zu fliegen. Zwei Jahre und einige aufsehenerregende Interviews später haben Herzogin Meghan, 41, und Prinz Harry, 38, die Idee offenbar zu den Akten gelegt. Dennoch wollen die Sussexes selbst bestimmen, wie sie in der Öffentlichkeit dargestellt werden. Dazu gehört augenscheinlich auch eine Dokumentation über ihr Leben, die aktuell von einem Streamingdienst produziert wird. Königliche Beobachter:innen vermuten hinter dem Deal mit Netflix inzwischen jedoch den strategischen Versuch zu verhindern, dass ihre Geschichte fremdbestimmt ausgeschlachtet wird.

Herzogin Meghan und Prinz Harry: Rettet sie der Doku-Deal vor "The Crown"-Debakel?

Es geht um die Erfolgsserie "The Crown", die der königlichen Familie von Beginn an ein Dorn im Auge war. Vor allem die Darstellung der Geschichte um Prinzessin Diana, †36, machte ihren beiden Söhnen Prinz William, 40, und Harry zunehmend Sorge. Mit der neuen Staffel werden nun vermutlich auch die Lebenswege der beiden Royals in den Fokus gerückt. Ein Szenario, das den Geschwistern schlaflose Nächte bereiten wird. 

Für die Sussexes jedoch könnte sich ein Hoffnungsschimmer am Horizont abzeichnen. Im September 2020 hat das Paar einen millionenschweren Vertrag mit Netflix unterzeichnet. Der Deal mit ihrer Firma "Archewell Productions" beinhaltet die Produktion für Dokumentarfilme, Doku-Serien, Spielfilme, Drehbuchshows und Kinderprogramme – und könnte nun gleichzeitig ein Schlupfloch für das Paar sein, um einer nicht vorhersehbaren Darstellung in "The Crown" zu entgehen, wie der britische Journalist Jonathan Sacerdoti vermutet.  

"Ich frage mich, ob einer der Gründe, warum Prinz Harry und Meghan keine feste Haltung gegenüber Netflix bezogen haben, indem sie sich geweigert haben, ihre Serie zu machen, darin besteht, dass diese Art von Herangehensweise an 'The Crown' nicht geändert wurde", spekuliert Sacerdoti gegenüber "Express", und konkretisiert seine These: "Ich frage mich, ob es eine Art arrangierter Deal sein könnte, den sie haben – ausgesprochen oder unausgesprochen –, damit sie bei 'The Crown" weitestgehend in Ruhe gelassen werden, wenn sie ihre Version ihrer Geschichte liefern."

Sussexes vermitteln Eindruck von Selbstbestimmung

Nach außen wirkt das Einverständnis der Sussexes, ihren Alltag dokumentieren zu lassen, freilich erst einmal sehr autonom. "Es ist schön, jemandem unsere Geschichte anvertrauen zu können", versicherte Meghan erst kürzlich im Interview mit "Variety". 

Doch der Eindruck, Schadensbegrenzung zu betreiben, bietet sich an. Dabei müssten sich der Sohn von König Charles, 73, und seine Frau nach jetzigem Stand nur bedingt Sorgen darüber machen, dass die Serie rund um die königliche Familie ihre schwierige Rolle innerhalb des Monarchiegefüges unter die Lupe nehmen wird. 

"The Crown"-Macher haben Ende schon im Blick

Peter Morgan, der Schöpfer von "The Crown", hat inzwischen bestätigt, dass die Serie mit der sechsten Staffel enden und lediglich die Ereignisse bis zu Beginn der 2000er-Jahre zum Thema machen wird. Dennoch könnten sich die Sussexes dazu entschieden haben, weitergehenden Entwicklungen vorzubeugen. Für den Streamingdienst ein Glücksfall. "Ich denke sicherlich, dass es für Meghan und Harry nicht wünschenswert wäre, die jüngsten Ereignisse in 'The Crown' beschreiben zu lassen", so Sacerdoti. "Ich weiß, dass die Produzenten gesagt haben, dass sie nicht daran interessiert sind, bis zum heutigen Tag zu gehen, aber vielleicht sind sie deshalb so scharf auf diese Netflix-Serie. Es könnte ihr zusätzliches Puzzleteil vervollständigen, in dem sie [Harry und Meghan, Anmerkung der Redaktion] ihre Geschichte erzählen."

Inzwischen warten Royal-Fans aber erst einmal mit Spannung auf die fünfte Staffel der preisgekrönten fiktiven Aufarbeitung der Geschichte der Windsors. Diese wird die Ereignisse der 1990er-Jahre skizzieren, einschließlich eines besonders erinnerungswürdiges Jahr. "1992 ist kein Jahr, auf das ich mit ungetrübter Freude zurückblicken werde. Es hat sich als 'annus horribilis' (zu Deutsch: entsetzliches Jahr) herausgestellt", stellte Queen Elizabeth, †96, in ihrer Rede am 24. November 1992 bei einem offiziellen Lunch anlässlich ihres Rubin-Jubiläums für ihre Verhältnisse relativ emotionsgeladen fest.  

Damit hatte sie nicht übertrieben: Kurz zuvor hatte ein desaströses Feuer auf Schloss Windsor mehr als hundert Zimmer zerstört. Drei ihrer Kinder standen kurz vor ihren Scheidungen: Der damalige Thronfolger und seine Frau Diana gingen nach dem sogenannten "Camilla-Gate" getrennte Wege. Die Affäre von Charles mit seiner jetzigen Frau Königin Camilla, 75, wurde zu einem der größten Skandale der königlichen Familie. Bereits im März hatten Prinz Andrew, 62, und Sarah Ferguson, 63, das Scheitern ihrer Ehe publik gemacht und auch Prinzessin Anne, 72, zog nach 19 gemeinsamen Jahren den Schlussstrich unter die Ehe mit ihrem damaligen Mann Mark Philipps, 74, und sagte schon wenige Monate später "Ja" zu Commander Timothy Laurence, 67.

Wie sicher sind Meghan und Harry?

Ob diese sensationsträchtigen Geschichten aus dem Leben der Royals tatsächlich den unwiderruflichen Schlusspunkt von "The Crown" setzen werden, bleibt fraglich. Stoff für weitere Staffeln wurden in den folgenden Jahren von den Windsors in Hülle und Fülle geliefert. Für die Fernsehmacher ohne Frage eine verführerische Option. Vielleicht haben Harry und Meghan mit ihrer Entscheidung, ihr Leben ein stückweit dokumentarisch begleiten zu lassen, tatsächlich in weiser Voraussicht gehandelt. Ob dieser Schritt die Schöpfer von "The Crown" jedoch bei einer weiteren Fortsetzung im Hinblick auf ihre Rollen ausbremsen wird, bleibt abzuwarten. 

Verwendete Quelle: express.co.uk

ama Gala

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