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Herzogin Meghan + Herzogin Catherine Der Konkurrenzkampf der berühmtesten Royalfrauen

Herzogin Meghan und Herzogin Catherine
© Getty Images
Herzogin Catherine und Herzogin Meghan konkurrieren um die Beliebtheit bei den Briten und der Queen. Gerade liegt Kate vorn. Doch Meghan lernt schnell

Tausende Menschen stehen sich in London seit Stunden die Beine in den Bauch, um das wichtigste royale Event des Jahres zu feiern: "Trooping the Colour", die traditionelle Geburtstagsparade für die Queen. Schon um 10 Uhr morgens säumen Massen The Mall. Auf der Straße, die vom Buckingham- Palast zum Paradeplatz führt, werden die Monarchin und einige Familienmitglieder gleich in ihren Kutschen an ihnen vorbeifahren. Die Aufmerksamkeit des Volkes teilt sich das Geburtstagskind längst mit den zwei berühmtesten Frauen ihrer Familie. Der Jubel ist groß, als Herzogin Catherine, 37, und Herzogin Meghan, 37, den Palast in der ersten Kutsche mit Schwiegermutter Camilla, 72, und Prinz Harry, 34, verlassen. In der Kutsche jedoch ist es eher still.

Herzogin Catherine & Herzogin Meghan reden über das Wetter

Dicke Luft? "Kate und Meghan haben sich nicht viel zu sagen. Später unterhielten sie sich, wenn überhaupt, über das Wetter", so ein Palastmitarbeiter zu GALA. "Kate sagte: 'Hoffen wir, dass es nicht anfängt zu regnen.'" Zwischen den Frauen scheint die nächste Kaltfront aufzuziehen. Warum? Sie konkurrieren um die Gunst des Volkes. Und Kate liegt vorn.

Herzogin Meghan: Erster Auftritt nach Archies Geburt

Einen Pluspunkt sammelte Meghan jetzt allerdings mit ihrem ersten Auftritt nach der Geburt von Sohn Archie am 6. Mai. Bis zuletzt war unklar, ob sie ihren Mutterschutz unterbricht und an der Parade teilnimmt. Schwägerin Kate hatte es ihr im vergangenen Jahr vorgemacht. Nur vier Wochen nach der Geburt von Prinz Louis am 23. April kam sie trotz Babypause zur Hochzeit von Harry und Meghan und im Juni zu "Trooping the Colour". Meghan hätte die Geburtstagsparade der Queen aber auch aus strategischen Gründen nicht schwänzen dürfen.

Herzogin Meghan ist längst kein Lieblingsroyal mehr

Ihre Beliebtheitswerte rauschen aktuell in den Keller. Eine Online-Umfrage des "Daily Express" ergab diese Woche: Nur sechs Prozent der Leser bezeichnen Meghan als ihren "Lieblingsroyal". Kate schlägt sie haushoch: mit 31 Prozent. Eigentlich hat Meghan das Zeug, eine der beliebsten Royals zu sein. Sie ist selbstbewusst und modern, eine Frau des 21. Jahrhunderts, die selbst bei Nicht-Monarchisten gut ankommt. Und bisher mochten sowohl die Briten als auch die Queen die Amerikanerin gerade dafür, dass sie für frischen Wind am Hof sorgt.

Luxus und Afrika-Pläne statt royale Traditionen

Doch offenbar hat sie es übertrieben. Immer noch hängt ihr die Luxus-Baby-Shower-Party nach, die sie mit Celebritys aus dem Showbiz in New York feierte. Damit nährte sie das Klischee des abgehobenen Hollywood-Stars. Außerdem sind die Briten gegenüber Meghan misstrauisch geworden, seitdem Gerüchte kursieren, sie wolle mit Harry und Archie für eine Weile in Afrika leben. Diese Idee wirkt auf das Volk, als wolle Meghan sich entziehen (und den so beliebten Harry). Sowohl der zur Schau gestellte Luxus als auch die Afrika-Pläne werden als mangelnde Anerkennung für die Tradition der britischen Monarchie gesehen.

Kein Platz für Hollywood-Attitüde

Zwar steht Meghan als Frau des Thronfolgers Nummer sechs nur in der zweiten Reihe und darf sich dementsprechend mehr Freiheiten herausnehmen. Dennoch bleibt immer der Vergleich mit der ebenfalls bürgerlichen Kate. Und die erfüllt das, was von ihr verlangt wird, mit Disziplin und Bescheidenheit. Ganz klassisch. Was sagt die Queen zu Meghans Extravaganzen? "Die Königin ist nicht begeistert von den Ansprüchen, die Meghan stellt", schreibt "The Sun". "Sie mag sie als Person, aber hier geht es auch um die Hierarchie innerhalb der Familie." Mit anderen Worten: Für Hollywood-Attitüde ist bei den Windsors kein Platz.

Herzogin Meghan: Schüchtern und zurückhaltend auf dem Balkon

Kate pflegt gern die Tradition: Bei seinem Debüt auf dem Palastbalkon trägt Louis ein Familienerbstück. Onkel Harry trug dasselbe Hemd 1986 aus gleichem Anlass.
Kate pflegt gern die Tradition: Bei seinem Debüt auf dem Palastbalkon trägt Louis ein Familienerbstück. Onkel Harry trug dasselbe Hemd 1986 aus gleichem Anlass.
© Getty Images

Hat Meghan diese Kritik womöglich bereits verinnerlicht? Beim großen Familienauftritt auf dem Palastbalkon wirkte sie extrem zurückhaltend. Scheuer Blick, schüchternes Lächeln: Man merkte ihr einfach an, wie sehr sie sich zusammennehmen musste. Das lag sicher auch daran, dass die Geburt von Archie erst wenige Wochen her ist. Da ist den wenigsten Müttern nach einem Glamour-Auftritt zumute. Schon gar nicht, wenn die ganze Nation einen kritisch beäugt. Aber man kann sich vorstellen, wie sie sich ausmalte, dass auch sie in einem Jahr mit winkendem Kleinkind auf dem Arm dort stehen wird. Und dann werden die Beliebtheitskarten neu gemischt.

Herzogin Catherine mit Prinz Louis bei Trooping the Colour
Gala


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