Herzogin Catherine: Sie krönte das Staatsbankett

Premiere für Herzogin Catherine: Zum ersten Mal seit ihrer Hochzeit 2011 nahm sie an einem glanzvollen Staatsdinner mit der Queen teil. Mit viel royalem Pomp wurde Chinas Präsident Xi Jinping empfangen

Herzogin Catherine und Chinas Präsident Xi Jinping beim Staatsbankett.

Diadem-Pflicht für Herzogin Catherine: Zum ersten Mal hat Prinz Williams Frau an einem offiziellen Staatsbankett teilgenommen. 170 Gäste, darunter viele Mitglieder der Windsors, wurden im Ballsaal des "Buckingham Palace" an einem riesigen hufeisenförmigen Tisch bewirtet. Die Tafel beleuchteten unter anderem 100 Kerzenleuchter aus der Zeit George IV., die Blumenarrangements waren auf die dominierenden Farben im Ballsaal abgestimmt, die Servietten trugen das Monogramm der Königin und jeder Teller und jede Obstschale war auf den Zentimeter genau platziert. Die Queen persönlich begutachtete das Ergebnis der tagelangen Vorbereitungen unmittelbar vor dem Staatsbankett noch einmal.

Sicherlich war Herzogin Catherine zum Zeitpunkt als die Queen, die als Gastgeberin von rund 90 Staatsbesuchen seit 1952 natürlich unerreichte Routine hat, noch die Tafel inspizierte, schon mit ihren eigenen Vorbereitungen auf den großen Auftritt beschäftigt. Dass sie überhaupt am Staatsbankett teilnehmen würde, hatte der Palast erst am Nachmittag offiziell bestätigt. Eingeladen waren außerdem, neben den Mitgliedern der chinesischen Delegation, unter anderem Englands Premierminister David Cameron, der Erzbischof von Canterbury Justin Welby, Prinz Edward und seine Frau Gräfin Sophie sowie Herzogin Camilla.

Prinz Charles, der sich am Nachmittag bereits mit Xi Jinping getroffen hatte zu einem Gespräch, musste sich nicht in seine Abendgarderobe werfen und die Orden anlegen. Er zog es vor, nicht zu erscheinen. Seine Beziehungen zu China gelten in den britischen Medien als schwierig. Laut "abcnews.com" ließen Palastquellen verlauten, der Prinz wolle sich auf seine privaten Zusammenkünfte mit dem Präsidenten konzentrieren.

Erster Blick auf Kate

Prinz William und Herzogin Catherine bei der Ankunft am "Buckingham Palace".

Das Fehlen des Prinzen von Wales wurde überstrahlt durch die Anwesenheit von Herzogin Catherine. Bei ihrer Ankunft am "Buckingham Palace" und dem Gang zum Tisch gab es den ersten Blick auf ihr rotes Abendkleid, das, so wollen es britische Royals-Kenner bereits schnell herausgefunden haben, von Jenny Packham stammt. Gekrönt wurde es - denn das gehört bei so einem Anlass dazu - mit einem zarten Diadem.

Auch damit hat man die 33-Jährige bisher erst zweimal gesehen: Bei ihrer Hochzeit trug sie die "Halo"-Tiara und 2013, zu einem diplomatischen Empfang, zeigte sie sich mit einem zarten Schmuckstück im Haar, der sogenannten "Lotus Flower"-Tiara, die sie nun erneut trug. Sie soll Medienberichten zufolge einst der Mutter von Queen Elizabeth gehört haben und zu den favorisierten Stücken ihrer Schwester Margaret gehört haben. Zum Staatsbankett zu Ehren von Chinas Präsident Xi Jinping bekam Kate dazu noch passende Ohrringe, vermutlich ebenfalls aus dem Besitz der Königin, geliehen.

Menü und Sitzordnung

Der Ballsaal von "Buckingham Palace" ist prächtig hergerichtet, um die rund 170 Gäste mit royalem Pomp zu empfangen.

Dass es nicht immer ganz leicht ist, an der großen Tafel und zwischen den Gästen seinen Platz zu finden, enthüllte Gräfin Sophie, die Schwiegertochter der Queen, einmal lachend in einer Dokumentation "Our Queen". Es helfe aber, so verriet sie, die vorher vom Palast überreichten Notizen genau zu studieren. Man sollte nämlich sitzen, bevor die Königin ihre Rede hält.

Für Kate war die Suche vermutlich leicht. Denn als Ehefrau des künftigen Thronfolgers war ihr Platz direkt neben Präsident Xi Jinping, der auf seiner anderen Seite die Queen hatte. Auf der rechten Seite der Monarchin saßen ihr Mann Prinz Philip, Xi Jinpings Frau Peng Liyuan und Prinz William.

Für die feierliche Musik sorgte das "Countess of Wessex"-Streichorchester, das sogar einige chinesische Volkslieder zum Besten gab. Die Küche des "Buckingham Palace" ließ durch livrierte Lakaien ein erlesenes Menü servieren: Hirschkalbsrücken aus Schottland mit Périgueux-Soße sowie Steinbuttfilet von der Westküste fanden sich auf den Menükarten, die jeder Gast an seinem Platz fand.

Royaler Schmuck

Königliche Hochkaräter

Queen Elizabeth mit Diadem bei der Nobelpreis-Verleihung
Herzogin Camilla wählt das Greville Diadem für diesen besonderen Abend im Buckingham Palast. Das Diadem wurde 1921 von Boucheron, dem Pariser Luxusschmuckhaus, hergestellt und ist seit 1942 im Besitz der britischen Königsfamilie. 
Herzogin Catherine mit Diadem
Prinzessin Madeleines wunderschönes Schmuckstück haben wir bereits letztes Jahr an ihrer älteren Schwester Prinzessin Victoria bewundern dürfen. Dieses Jahr trägt die 37-Jährige das Aquamarin Kokoshnik Diadem in Kombination mit einem pinkfarbenen Kleid des Designers Angel Sanchez. 

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Goldene Regeln fürs Bankett

Ehe es aber ans Essen ging, wurden die Reden gehalten. Die Queen fing wie immer mit dem Satz "Prinz Philip und ich sind erfreut ..." an. Es folgten wohlgewählte Worte, in denen sie einen Staatsbesuch in China vor dreißig Jahren erwähnte, bei dem sie "unvergessliche Erinnerungen" gesammelt habe. Sie sprach außerdem über ihren Enkel Prinz William, der Anfang des Jahres ebenfalls "das starke Band, das unsere Länder verbindet" bei einem Besuch erlebte. Auf die Rede folgte der obligatorische Toast, bei dem Herzogin Catherine dem Präsidenten zuprostete. Dann ergriff Xi Jinping das Wort.

Herzogin Catherine sitzt an der Seite des chinesischen Präsidenten und wirkt ein wenig angespannt.

Es soll schon vorgekommen sein, dass Prinz Philip, 94, bei ähnlicher Gelegenheit kurz eingenickt ist - für einen Mann seines Alters wäre das nur zu verständlich, zumal sich so ein Staatsbankett mit seinen Reden und diplomatischen Ritualen in die Länge ziehen kann.

Es gilt also wach zu bleiben, zur richtigen Zeit aufzustehen, das richtige Besteck zu Vorspeise, Hauptgang und Dessert zu benutzen und seinen Tischherren oder die Tischdame mit angemessenem Smalltalk zu unterhalten. Herzogin Catherine war sicherlich bestens vorbereitet worden auf die protokollarischen Fettnäpfchen, so dass sie vieles zu beachten hatte bei ihrer Premiere. Alleine deswegen dürfte sie zwischendurch ein wenig angespannter als sonst gewirkt haben.

Die Premiere der Cambridges glückte: Für Prinz William und seine Frau war die gemeinsame Teilnahme auf jeden Fall, da ist sich "mirror.co.uk" sicher, eine große Entwicklung in ihrer Rolle als Mitglieder der königlichen Familie.

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