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Herzogin Catherine Sie muss es jetzt richten

Herzogin Kate
Herzogin Kate
© Getty Images
Herzogin Catherine ist in diesen Zeiten die einzige Trumpfkarte der Queen. Doch dafür bezahlt sie einen hohen Preis. 

Wie lebt Prinz Andrew überhaupt? Dank seiner Verwicklung in den Epstein-Missbrauchsskandal schaut man ihm nun genauer auf die Finger. Fest steht: Bei einem Jahreseinkommen von rund 310.000 Euro (Zuwendung der Queen plus seine Marine-Rente) kann er sich seinen Luxus-Lifestyle eigentlich gar nicht leisten. Woher stammt also das viele Geld, das der Prinz so großzügig fließen lässt? Die Vermutung: Er ließ sich für die Vermittlung von Kontakten an Geschäftsleute, vornehmlich aus dem Mittleren Osten, bezahlen. Nachweisen kann man ihm das (bisher) nicht. Ach ja: Seine Privatsekretärin Amanda Thirsk, die das für Andrew so peinliche BBC-Interview vor zwei Wochen eingefädelt hatte, wird ihm beim nächsten PR-Desaster nicht mehr helfen können: Auf Geheiß der Königin wurde sie gefeuert. 

Prinz Andrew kündigt seinen Rückzug an 

 Es gab eine Zeit, in der die Queen dachte, es könnte nicht schlimmer kommen. Das Jahr 1992, in dem unter anderem die Ehekrise von Charles und Diana Schlagzeilen machte, ging als "Annus Horribilis" in die Annalen der Windsors ein. Heute weiß die Königin: Es geht noch viel, viel schlimmer. Nach dem katastrophalen TV-Auftritt ihres Sohnes Andrew, mit dem dieser eigentlich seine Unschuld im Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein bezeugen wollte, kündigte der Prinz nun seinen Rückzug an. Kleinlaut klingt es, als er sich endlich damit einverstanden erklärt, mit den Ermittlungsbehörden zu kooperieren. Seine Aufgaben im Königshaus, so der Prinz weiter, würde er "auf absehbare Zeit" ruhen lassen. Wirklich freiwillig geschah das nicht: Zuvor hatten etliche Firmen und Unis die Zusammenarbeit mit einer von Andrew gegründeten Wirtschaftsförderinitiative eingestellt. Und weil ihr Lieblingssohn so der Monarchie mehr schadet als nützt (falls er das überhaupt je getan hat), ordnete die Queen schweren Herzens an, dass er im öffentlichen Leben der Windsors ab sofort keine Rolle mehr spielen darf. Und das wahrscheinlich lebenslänglich. Auch die große Party zu seinem 60. Geburtstag kommenden Februar wurde abgesagt. Aber wer soll diesen grauenhaften Imageschaden wettmachen?

Herzogin Catherine: Geheimwaffe der Queen

Es kann nur eine geben:  Kate, die Geheimwaffe der Queen, das Allheilmittel gegen peinliche Pannen und derzeit die einzige Königliche mit echter Strahlkraft. Ihren Job hat sie in langen, harten Jahren bei Hofe gelernt. In Palast-Etikette wurde sie unterwiesen, in Geschichte, außerdem musste sie ihren Schmink- und Kleidungsstil ändern. Einfach war dieser Weg nicht, er kostete Kate viele Tränen. Aber er hat sich gelohnt: Heute ist die Kate ein royales Powerpaket, das gerne eingesetzt wird, um nach Pleiten, Pech und Pannen Sympathiepunkte zu sammeln. So zeigte sich Kate kurz nach Andrews Skandal-Interview bei einem Charity-Event in London mit William extraverliebt und glücklich. Auf ihrem Instagram-Account postete sie zudem publicitywirksam schöne Bilder der jungen Queen auf dem gleichen Event 1952.

Kate präsentiert sich volksnah und nachhaltig

"Dahinter steckt eine klare Strategie", bestätigt eine Quelle aus dem Palast gegenüber GALA. Die Königin solle dank Kate in positivem Licht erscheinen – und so möglichst wenig mit dem skandalträchtigen Teil der Verwandtschaft, wie aktuell Prinz Andrew, in Verbindung gebracht werden. Als Brandlöscherin tritt Kate nicht nur beim "Andrew-Gate" an. Vor allem Schwägerin Meghan, noch neu im royalen Geschäft und deshalb unsicher, erfordert in letzter Zeit öfters den Einsatz der königlichen Ein-Frau-Eingreif-Truppe. So etwa, als Harry und Meghan vor ein paar Wochen statt eines Linien- gleich zweimal den Privatflieger bestiegen. Große Empörung, denn eigentlich möchte sich auch das Königshaus nachhaltig und volksnah präsentieren. Prompt bügelte Kate den Fauxpas aus, indem sie kurz darauf mit Kind und Kegel eine Billigmaschine nutzte. Auch bei Baby Archies erstem Termin im Rahmen eines Charity-Poloturniers rückte Kate auf Bitten der Queen an und integrierte die etwas zögerliche Meghan charmant in den Familienkreis.

Sie verursacht nie Probleme oder Skandale

Wie wichtig die einst von den Hochadligen so kritisch beäugte Ex-Bürgerliche Kate für die Krone und auch für die Monarchin persönlich ist, erklärt die Palast-Quelle im Gespräch mit GALA: "Die Queen pflegt ein sehr inniges Verhältnis zur Herzogin von Cambridge. Sie schätzt ihren Fleiß, ihre Lernwilligkeit, ihre warmherzige, bescheidene Art und natürlich die Tatsache, dass es mit ihr nie Probleme oder Skandale gibt."  

Regelmäßige Teestunden zwischen Kate und der Queen

So gut verstehen sich die Frauen, dass die Königin Kate, William und die Kinder schon öfter in ihrer Fluchtburg Anmer Hall in Norfolk besuchte. Die beiden Frauen spazieren dann gemeinsam durch den Garten und reden. Zurück in London besucht Kate ihr großes Vorbild regelmäßig im Buckingham-Palast zu Teestunden. Ein Privileg, das außer ihr kaum ein Familienmitglied genießt. Ein wahrer Lichtblick im Königshaus ist Kate, die die meisten Briten am liebsten direkt nach der Königin auf dem Thron sehen würden. Davor rangieren jedoch unumstößlich Prinz Charles und Herzogin Camilla. Auch der Thronfolger versucht es nun mit Volksnähe und Sparsamkeit, ließ bereits durchblicken, dass die Zahl der royalen Kostgänger unter seiner Regentschaft schrumpfen werde: Das Königshaus wird in der Ära Charles nur noch aus ihm selbst und Gattin Camilla, Prinz William, Enkel George und der großen Hoffnungsträgerin Kate bestehen.

Sie musste ihr früheres Leben hinter sich lassen

Die Herzogin bezahlt für ihren Platz im Zentrum der Macht jedoch einen hohen Preis. Das letzte Quäntchen Freiheit schwindet. Ihr früheres Leben hat sie längst komplett hinter sich gelassen. Freundinnen aus Schulzeiten? Verschwunden. Heute trifft Kate sich fast ausschließlich mit Verwandten und Familienmitgliedern. Zu groß ist die Gefahr, dass jemand außerhalb des Inner Circles etwas ausplaudern könnte. Noch schwerer wiegt, dass sich Kate in ihrer Rolle als Frontfrau und Retterin der Royals keine Schwäche mehr zugestehen darf. Wie GALA erfuhr, äußerte sie vor der großen Pakistan-Reise im Oktober ernste Sicherheitsbedenken. Was, wenn ihr und William unterwegs etwas zustoßen sollte? Doch die Staatsräson siegte. Zum Wohl ihres Landes entstieg Kate dem Flieger in Pakistan wie immer strahlend, gut gelaunt und ohne sich ihre Sorgen anmerken zu lassen. Tapfer. Die Herzogin sagte vor Kurzem, nichts sei ihr wichtiger als "die Königin, das Land und die Familie". Beobachter sind sich einig: So denkt eine Frau, die es verdient hat, Königin zu werden. Von Kate könnte ein Prinz Andrew noch viel lernen. Die Gelegenheit dazu wird er allerdings nicht mehr bekommen.

Gala


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