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Herzogin Catherine Die Kinder machen sie zum Partymuffel

Herzogin Catherine
© Reuters
Am Wochenende wurde Herzogin Catherine auf einer Hochzeit im Freundeskreis erwartet - endlich wieder einmal wollte sie William zu einer privaten Party begleiten. Doch dann blieb ihr Platz leer. Freunde des Paares sollen langsam genervt sein - doch Kate kann es gelassen nehmen

Feiert sie nur noch auf offiziellen Terminen für die Krone und vernachlässigt ihr soziales Umfeld? So ähnlich lautet der Vorwurf, den britische Medien gerade den Freunden von Herzogin Catherine und Prinz William in den Mund legen.

Denn Kate hatte sich fürs Wochenende nach langer Zeit endlich wieder einmal für eine Hochzeit im Freundeskreis angekündigt: Bear Maclean und Daisy Dickinson gaben sich in einem Postkartensetting im Süden Devons das Ja-Wort und hatten Kate und William Plätze am wichtigsten Tisch reserviert. Doch Prinz William kam nach Berichten der "Daily Mail" ohne seine Frau, dafür mit ihrer Schwester Pippa Middleton. Die Absage muss so spät eingetrudelt sein, dass der Name der Herzogin noch auf dem Sitzplan zu finden war. Doch sie kam nicht. Nicht zur Hochzeit, nicht zur Feier, nicht zum Frühstück oder Lunch am nächsten Tag, nicht zum gemeinschaftlichen Bad im Fluss. Und alle fragten sich: Wo steckt Catherine bloß? William und Pippa machten die Gründe offenbar ebenfalls nicht weitläufig publik, blieben aber laut dem Zeitungsbericht bis zum Mittagessen am Sonntag.

Seit der Schwangerschaft mit George schickt sie William immer häufiger alleine los

Die ehemals durchaus feierfreudige Catherine wird vermisst. Denn Prinz William und sie besuchten gemeinsam dutzende Hochzeiten vor ihrer eigenen Hochzeit im Jahr 2011. Und nur noch wenige danach. Das liegt zum einen natürlich daran, dass ihre gleichaltrigen Freunde so langsam alle unter der Haube sind und die Anzahl der Hochzeitsfeiern pro Sommer dadurch geringer wird. Jedes einzelne Fehlen fällt dadurch aber gleichzeitig stärker auf.

An immerhin fünf Hochzeiten nahm Prinz William in den vergangenen drei Jahren alleine teil, ohne Kate. Darunter auch Feiern enger Freunde, zum Beispiel die Hochzeit seines Kindheitsfreundes Tom van Straubenzee im Juni 2013, nur einen Monat vor der Geburt von Prinz George. Nicht alle konnten verstehen, dass sie sich zu schwanger zum Feiern, aber fit genug zum Einkaufen am gleichen Wochenende fühlte. James Meade und Laura Marsham konnten im Jahr 2013 ebenfalls nur William auf ihre Gästeliste schreiben, obwohl sie im nahen Norfolk heirateten. Und die Eheschließungen von Victoria Inskip und Robert Davies-Jones im September 2014 sowie die von Williams Nachtclub-Besitzer-Freund Guy Pelly mit Lizzy Wilson im Mai 2014 besuchte der Herzog ohne seine Liebste.

Drei Hochzeiten mit Kate

Kate war allerdings dabei, als früher im Jahr der Polospieler Mark Tomlinson und die Reiterin Laura Bechtolsheimer sich in der Schweiz das Ja-Wort gaben und als Williams alter Freund William van Cutsem seine Freundin Rosie Ruck Keene heiratete. 2014 besuchte die Herzogin außerdem eine weitere Hochzeit im Freundeskreis: die von Libby Keir und Tom Eaves, die fand praktischerweise in London statt.

Das Herzogpaar von Cambridge und Prinz Harry besuchen die Hochzeit ihrer Freunde Laura Bechtolsheimer und Mark Tomlinson in Arosa, Schweiz.
Das Herzogpaar von Cambridge und Prinz Harry besuchen die Hochzeit ihrer Freunde Laura Bechtolsheimer und Mark Tomlinson in Arosa, Schweiz.
© Splashnews.com

Doch es sind nicht nur die Hochzeiten als große private, aber dennoch gesellschaftliche Ereignisse, bei denen die Herzogin fehlt. Sie kam beispielweise auch nicht zur Taufe der Tochter von Williams Cousine Zara Phillips, Mia Grace Tindall - und das, obwohl Zara anders herum bei der Taufe von Prinz George zu Gast war, schon deswegen, weil sie seine Taufpatin ist.

Böse Zungen lästern jetzt sogar, sie habe William unter dem Pantoffel, weil er angeblich einmal gesagt haben soll, er müsse seine Termine "mit der Frau" ("with the missus") abstimmen. Seit er einen neuen Job begonnen habe und wieder jeden Tag lange arbeite, bestehe Catherine darauf, dass er sich weniger bei Junggesellabschieden und Jagdausflügen herumtreiben solle und stattdessen seine Freizeit bei ihr und den Kindern verbringen solle.

Ihre Prioritäten sind jetzt andere

Catherine liebt ihr gemütliches Heim "Anmer Hall" in Norfolk, das sie im Vorfeld der Geburt von Prinzessin Charlotte zum Hauptwohnsitz des Paares gemacht hat. Hier sind sie und die Kinder meist ungestört von Paparazzi, umgeben von Freunden und Verwandten mit Kindern und räumlich geschickt platziert zwischen Prinz Williams neuem Rettungsflieger-Job bei der "East Anglian Air Ambulance" und eventuellen Terminen für die Krone in London. Von denen, immerhin, hat die pflichtbewusste Catherine keinen einzigen ausfallen lassen.

Doch abgesehen von diesen bleibt sie gern zu Hause. Lädt Krabbelgruppenspielfreunde für die Kinder ein. Pflegt den Kontakt zu ihrer Familie. Und hat beschlossen, ihr gerade drei Monate altes Babyweder für ein Wochenende in die Hände der Nannys zu geben, noch es dem Trubel einer fremden Umgebung auszusetzen und es auf ein Gesellschaftsevent mitzunehmen, das sich nicht nur über einen Nachmittag oder Abend, sondern eben über ein ganzes Wochenende erstreckt. Mütter können das sicher nachvollziehen. Schon dann, wenn beide Kinder an sich gesund und gut gelaunt sind - wenn dann vielleicht noch eine kleine Sommergrippe oder das erste Zahnen dazukommen, verstünde man Catherine doppelt, wenn sie lieber daheim bleibt.

Denn gefeiert wird im Kreis der englischen High Society sicher auch noch, wenn ihre Kinder ein paar Jahre älter und weniger auf ihre Eltern angewiesen sind. Und solange sie und William ihre Prioritäten gemeinsam geklärt haben, kann Kate über die angeblich hochgezogenen Augenbrauen der Society doch nur lachen.

cfu / Gala

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