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Herzogin Camilla Sie wird als "feministischste Königin" aller Zeiten gehandelt

Herzogin Camilla
Herzogin Camilla
© Chris Jackson / Getty Images
Die feministische Schriftstellerin Julie Bindel sieht in Herzogin Camilla eine weibliche Revolution des Königshauses. Was hebt die Frau von Prinz Charles und zukünftige Queen Consort so hervor?

Ist die britische Monarchie modern oder vertritt das Königshaus veraltete Werte? Können Herzogin Camilla, 74, und Prinz Charles, 73, die Ära eines neuzeitlichen Königreiches einläuten? Oder stirbt mit Queen Elizabeth, 96, das Ansehen der Royal Family? Es sind Fragen, mit denen sich Expert:innen, Royal-Fans und Aktivist:innen beschäftigen. 

In den Augen der britischen Feministin und Autorin Julie Bindel spielt Herzogin Camilla bei diesen Fragestellungen eine maßgebliche Rolle. "Ich denke, es ist nicht zu viel gesagt, wenn ich behaupte, dass Camilla eines Tages als die feministischste Königin bezeichnet werden könnte, die wir je haben werden", schreibt die 59-Jährige in einem Artikel für "The Telegraph". Ihre Prognose stützt Bindel auf drei Kriterien.

Herzogin Camilla widersetzt sich dem königlichen Protokoll

Zum einen vertritt Camilla in Bindels Augen alle Eigenschaften, die "echten Feminismus" ausmachen würden. "Feminismus ist nichts, was man von einem Königshaus erwartet, aber für mich hat sie diese Qualitäten – Aufrichtigkeit, Authentizität und Unabhängigkeit", so die Schriftstellerin. Charakterzüge, die die 74-Jährige seit ihrem Eintritt in die Monarchie unter Beweis stellt. 

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Ein Fakt, der Bindel imponiert: Herzogin Camilla widersetzt sich dem royalen Protokoll und spricht öffentlich über Tabuthemen. So macht sich die zukünftige Königsgemahlin seit Jahren für die Rechte von Frauen stark, hat sich mehrfach gegen Missbrauch, Vergewaltigung und Frauenhandel ausgesprochen – "einschließlich der Kampagne zum Stop von häuslicher Gewalt, Missbrauch und sexuellen Übergriffen", wie Bindel betont. Dabei achtet Camilla nicht auf Herkunft oder Rang, sondern setzt sich aktiv für jede Frau ein. "Das ist für mich Feminismus", lautet das Urteil von Julie Bindel.

Camilla "hat nichts von einer unterwürfigen Frau an sich"

Neben Camillas Taten sei es die feministische Grundeinstellung, die sich auch mit der Hochzeit des Thronfolgers nicht geändert habe. So behielt sie ihr eigenes Haus, das sie nach der Scheidung von Andrew Parker Bowles, 82, kaufte. Die Herzogin von Cornwall ist kein Accessoire, das Prinz Charles trägt. Nur nett auszusehen, das reicht der 74-Jährigen nicht. 

"Sie ist das Gegenteil einer unterwürfigen königlichen Frau und damit ein Hauch von frischem Wind", so die Autorin des Buches "Feminism for Women: The Real Route to Liberation." Das würde sich auch in Camillas Umgang mit der Presse zeigen. 

"Sie weigert sich, dem Druck in Bezug auf ihr Aussehen oder ihren Kleidungsstil nachzugeben" – Julie Bindel

Camilla hat sich in all den Jahren, in denen sie sich von der Affäre zur angesehenen Ehefrau manifestierte, niemals als Opfer dargestellt. Die Herzogin suche nicht nach "Beifall oder öffentlicher Anerkennung". Sich diesem Druck zu widersetzen, das royale Protokoll zu brechen und trotz des hohen Ranges immer nur das Wohl der Frauen im Blick zu behalten, macht Camilla für Bindel zu der "feministischsten Königin" aller Zeiten.

Verwendete Quellen: telegraph.co.uk

jna Gala

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