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Herzogin Camilla Alles für den Einen

Prinz Charles und Herzogin Camilla
Prinz Charles und Herzogin Camilla
© Getty Images
Herzogin Camilla musste wegen ihrer Liebe zu Prinz Charles viel ertragen. Zu Recht, finden viele. Ein Insider berichtet jetzt, wie sie sich dabei fühlte.

Alles begann mit Alice, genannt "La Favorita" - Herzogin Camillas Urgroßmutter und gleichzeitig die Mätresse von Edward VII. Dem damaligen König bedeutete Alice viel, bei ihr fand er sein persönliches Wunderland. Diese Geschichte aus ihrer Familie tischte Camilla Prinz Charles gleich bei der ersten Begegnung auf. "Und, wie wäre es mit uns?", fragte sie dann.

Herzogin Camilla + Prinz Charles: Liebe auf den ersten Blick

Das war Anfang der Siebzigerjahre, bei einem der vielen Polo-Spiele, die sie als Mitglied der Upperclass besuchte. Den eher schüchternen Thronfolger hatte sie mit dieser Ansprache sofort am Haken. Was für eine Frau! Landlustig wie seine eigene Sippe, eine fantastische Reiterin, und dazu jagte sie ebenso gerne Füchse wie er selbst. Eine Liebelei begann, die der Prinz gern in eine Ehe umgewandelt hätte.

Doch die Queen sträubte sich. Charles müsse eine jungfräuliche Kandidatin heiraten, lautete ihre klare Ansage. Und keine Frau, die so munter unterwegs war wie Camilla. Charles gehorchte seiner Mutter. Er heiratete Lady Diana - und ließ seine Favoritin nebenher laufen. Camilla, die bereits 1973 den Offizier Andrew Parker Bowles geheiratet hatte, war inzwischen Mutter zweier Kinder. Das alles, so berichtet nun ein Freund aus ihrem Umfeld GALA, sei aber für alle Beteiligten (bis auf Diana) kein Problem gewesen.

Prinzessin Diana litt unter der Affäre

"Camillas Mann wusste von Anfang an von der Liaison mit Charles. Das hat ihn nie gestört. Eifersucht gehört nicht zu seinem Repertoire." Im Gegenteil: Andrew Parker Bowles pflegte selbst außereheliche Liebschaften, wie es beim Landadel üblich war und oft noch ist. Daraus erklärt sich auch, dass Camilla keine Schuldgefühle verspürte. "Sie versteht bis heute nicht, weshalb Diana so sehr gelitten hat und sich öffentlich über die Ehe zu dritt beschwerte", sagt der Freund.

Mit unserem modernen Verständnis von Ehe und Liebe können wir Dianas Gefühle jedoch sehr gut nachempfinden: Sie hatte den Mann geheiratet, den sie liebte. Und von dem sie geliebt werden wollte. Diesen Wunsch erfüllte er nicht, wandte sich stattdessen sofort einer anderen zu. Verständlich, dass die Prinzessin an dieser Situation verzweifelte.

Camilla wollte nicht in ein "Korsett gepresst" werden

Heimlich traf sich Charles damals auf seinem Landsitz Highgrove mit Camilla. Aus ihrer Sicht hätte das so bleiben können - sie ahnte, welche Reaktionen aus dem Volk sie erwarten würden, sollte die Affäre herauskommen. Sie drängte Charles nie, sich scheiden zu lassen. "Camilla wollte auf ihre Weise unabhängig bleiben", so der Freund. "In ein Korsett gepresst zu werden schätzt sie gar nicht." Trotzdem hat sie sich, betrachtet man ihr heutiges Leben, ein enges Korsett anlegen lassen - aus Liebe. Denn Charles, dieser etwas eigenbrötlerische und mit einem umständlichen Humor ausgestattete Mensch, ist der Mann ihres Lebens. Auch wenn Camilla das lange nicht zugeben wollte. Nicht einmal vor sich selbst.

Als sich die beiden 1999, eineinhalb Jahre nach Prinzessin Dianas Tod, erstmals als Paar zeigten, brach der Sturm los. Im Supermarkt wurde "der Rottweiler" (so hatte Diana sie genannt) von wütenden Diana-Fans mit Brötchen beworfen. Und bei der Queen durfte ihr Name nicht erwähnt werden, weil sie, die Geliebte, die Monarchie ins Wanken gebracht hatte.

Sie führen eine innige Beziehung

Alle Schämungen ertrug Camilla stoisch. Für Charles, den Einen. 2005 konnten sie endlich heiraten. Seitdem absolviert Camilla mit einem freundlichen Lächeln viele Repräsentationsaufgaben, obwohl sie viel lieber ein zurückgezogenes Leben führen würde. Wenn möglich, drückt sie sich. So zum Beispiel bei der Australien-Reise 2018, die sie vorzeitig abbrach und ihren Mann alleine ließ.

Auch wenn die beiden im Gegensatz zur jüngeren Generation der Royals in der Öffentlichkeit keine zärtlichen Gesten austauschen: Jenseits der Pflichten sei das Paar sehr innig, versichert der Freund. Und beim Afternoon-Tea, täglich Punkt 17 Uhr, zeige sich, wie perfekt sie harmonieren. "Tea with a bite?" ("Tee mit Biss?"), fragt Charles stets. Die Herzogin lächelt und nickt. Als Gast könnte man denken, er meine das Gebäck. Stimmt nicht: Der Spruch bezieht sich auf den Whisky, der dann in den Tee der Anwesenden gekippt wird. Charles und Camilla finden das lustig. Das reicht doch.

Gala


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