Prinz Harry + Herzogin Meghan: Das machen sie bei der Geburt ihres Kindes anders als William und Kate

In einem Statement geben Prinz Harry und Herzogin Meghan Details zur Geburt ihres ersten Kindes bekannt. Dabei zeigt sich: Sie machen es anders als die Cambridges

Prinz Harry, 34, und Herzogin Meghan, 37, wollen sich von Prinz William, 36, und Herzogin Catherine, 37, unterscheiden. Das gilt, so weiß man seit heute, auch für die Geburt ihres Kindes. "Ihre königlichen Hoheiten haben eine persönliche Entscheidung getroffen, die Pläne bezüglich der Geburt ihres Babys privat zu halten", geben die werdenden Eltern über ihr Presseteam am Donnerstagvormittag (11. April) bekannt.

Prinz Harry und Meghan halten den Geburtsort geheim

Die Mitteilung bedeutet zum einen, dass die Öffentlichkeit nicht offiziell im Vorfeld erfahren wird, wo Baby Sussex zur Welt kommen wird. Ob sich Meghan für eine Geburt in einem Krankenhaus oder zu Hause im Frogmore Cottage entschieden hat, bleibt demnach weiter offen.
Fest steht allerdings: Der berühmte "Lindo Wing" des St Mary's Hospitals in London, in dem Harry, William und dessen drei Kinder George, Charlotte und Louis zu Welt gekommen sind, wird es nicht werden. Das weiß man, weil die dafür nötigen Briefings für Presse- und Parkverbotszonen längst hätten stattfinden müssen. Außerdem ist das Krankenhaus mit etwa 45 Minuten Fahrtzeit deutlich weiter von Windsor entfernt als näher gelegene Krankenhäuser.

Royale Tradition

Warum ist der Lindo Wing bei den Royals so beliebt?

Prinz William, Herzogin Catherine und Prinz Louis
Der Lindo Wing des St Mary’s Krankenhauses in London ist sehr beliebt bei den Royals. Bereits Prinzessin Diana hat hier ihre Söhne Prinz William und Prinz Harry zur Welt gebracht.
©Gala

Ob die von Harry und Meghan angestrebte Geheimhaltung schlussendlich erfolgreich sein wird, steht auf einem anderen Blatt. Sollte sich Meghan für die Geburt in einem Krankenhaus einfinden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Information an die Presse durchsickert und über soziale Netzwerke verbreitet wird. Dann könnte der Palast in Zugzwang sein und sich ebenfalls öffentlich äußern. Bei Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis hatte der Palast - womöglich aus eben diesem Grund - die Öffentlichkeit über den Beginn der Geburt informiert. Möglich wäre es also, dass auch ein Tweet über Meghans Wehen veröffentlicht wird. 

Kein Babyfoto vor dem Krankenhaus

Zweite Konsequenz der Mitteilung: Meghan und Harry werden nicht vor dem Krankenhaus mit dem Baby für das erste offizielle Foto posieren. Royal-Fans werden sich gerne an die Momente zurückerinnern, an denen Diana mit Harry und William beziehungsweise Kate mit George, Charlotte und Louis auf den Stufen vorm "Lindo Wing" vor die Presse traten - und das nur wenige Stunden bis einen Tag nach der Geburt. Kritiker bemängeln, dass es für die frischgebackene Mutter mit erheblicher Anstrengung verbunden ist, so kurz nach der Niederkunft für die Titelblätter der Weltpresse zu posieren. 

Herzogin Catherine + Prinz William

Sie zeigen ihren kleinen Prinz

Wow! Sie hat es schon wieder getan: Nur sieben Stunden nach der Geburt ihres dritten Kindes zeigt sich Herzogin Catherine, als wäre nichts gewesen. Neben einem sichtlich stolzen Prinz William und mit dem Neugeborenen auf dem Arm strahlt sie für die Fotografen. 
Stolz und erleichtert strahlen Herzogin Catherine und Prinz William mit ihrem kleinen Sohn für die Kameras.
©Gala

Stattdessen, so schreibt es die britische Presse, planen Harry und Meghan einen Photocall auf dem Windsor-Anwesen einige Tage nach der Geburt. Zeit genug für Meghan, um sich zu erholen und die ersten Stunden mit ihrem Kind zu genießen. Möglich auch, dass das erste Fotos bereits vor dem Photocall auf dem am 4. April online gestellten Instagram-Account des Herzogspaars von Sussex veröffentlicht wird.

Herzogin Meghan + Prinz Harry

Findet das "Royal Baby" nur auf Instagram statt?

Herzogin Meghan, Prinz Harry
Herzogin Meghan und Prinz Harry wollen die Geburt ihres ersten Kindes so privat wie möglich halten
©Gala

Kein Protokollbruch

Es ist weder royale Tradition noch royales Protokoll, dass Kinder in einem Krankenhaus geboren werden, geschweige denn dass sich für ein Familienfoto aufgestellt werden muss. Bis 1974 waren Hausgeburten üblich. Lord Nicholas Windsor, der am 25. Juli 1970 geborene Sohn des Herzogs und der Herzogin von Kent, war der erste britische Royal, der in einem Krankenhaus geboren wurde. Und nicht nur das: Er war auch das erste Baby der Familie, das von seiner Mutter auf den Stufen des Krankenhauses, in diesem Fall das "King's College Hospital" in London, der Presse präsentiert wurde. Zu diesem Zeitpunkt war Nicholas sechs Tage alt.

Katharine, Herzogin von Kent, verlässt das Kings College Hospital in London mit ihrem sechs Tage alten Sohn Lord Nicholas Windsor.

Dementsprechend begehen Harry und Meghan mit dem Wunsch nach einer privaten Geburt keinen Protokollbruch. Doch warum entscheiden sie sich anders als Harrys Eltern und die Cambridges? Nun, Harry steht nach William und seinen Kindern 'nur' auf Platz sechs der britischen Thronfolge. Er ist damit freier in seinen Entscheidungen und steht weniger unter dem Druck der Repräsentation als die künftigen Könige des Vereinigten Königreiches. Außerdem haben die beiden mit dem Umzug nach Windsor und der Einrichtung eines eigenen Haushaltes begonnen, ihren eigenen, von William und Kate unabhängigen Weg zu gehen. Dazu passt es  eben auch, dass sie die Geburt ihres Kindes anders gestalten.

Verwendete Quellen: eigene Recherche

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