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Prinz Andrew Militärfreund bezeichnet den Royal als "gebrochenen" Mann

Prinz Andrew
© Max Mumby/Indigo / Getty Images
Prinz Andrew ist angesichts des drohenden Missbrauchsprozesses erst kürzlich durch einen außergerichtlichen Vergleich juristisch betrachtet noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Doch der Verlust seiner Reputation hat ihn offenbar völlig aus der Bahn geworfen.  

Es ist ein Albtraum, der formell zwar inzwischen beendet wurde, aber das Leben von Prinz Andrew, 62, vermutlich weiterhin überschatten wird. Erst Mitte Februar hat der Sohn von Queen Elizabeth, 95, noch einmal seinen Kopf aus der Schlinge ziehen und einen Gerichtsprozess in New York abwenden können. Dennoch bleibt dem Royal die bittere Erkenntnis, dass sein Ruf wohl für immer ruiniert sein wird. 

Prinz Andrew: "Er ist am Boden, er ist gebrochen"

Andrew sei "gebrochen", behauptet ein Freund aus Militärkreisen gegenüber "Daily Mail". Die Einigung mit Virginia Roberts Giuffre, 38, in ihrer Klage wegen sexuellen Missbrauchs auf einen Vergleich hat den zweitältesten Spross der Monarchin zwar vor einem unangenehmen Prozess bewahrt. Doch im Fahrwasser des Skandals hat Andrew sein Gesicht verloren – und seine Aufgaben und Pflichten als Royal der vordersten Reihe. 

Besonders eines schmerzt Andrew: der Entzug seiner militärischen Titel und Schirmherrschaften durch seine Mutter. "Mit dem Einverständnis der Königin sind die militärischen Zugehörigkeiten und königlichen Schirmherrschaften des Herzogs von York an die Königin zurückgegeben worden. Der Herzog von York wird weiterhin keine öffentlichen Aufgaben wahrnehmen und verteidigt diesen Fall als Privatmann", ließ der Buckingham Palast in einem offiziellen Statement Mitte Januar 2022 noch vor der Aussicht auf einen Vergleich verlautbaren. Zudem darf er den Titel "Königliche Hoheit" in keiner offiziellen Funktion mehr verwenden. Diese Entscheidungen bedeuten seinen gesellschaftlichen Niedergang. Prinz Andrew ist zur Persona non grata geworden. Das schmerzt.    

Im Auto unterwegs

"Er ist am Boden, er ist gebrochen", erklärt die Quelle. "Wenn er sich hin und wieder eine Marineuniform anziehen will, dann lasst ihn", fordert der Militärfreund. Ein kleines Zugeständnis ist Andrew in der Tat gemacht worden, indem er seinen Titel als Vizeadmiral behalten durfte. Ein schwacher Trost angesichts seines viel beachteten gesellschaftlichen Untergangs. "Sein Ruf ist ruiniert, sein öffentliches Leben ist vorbei. Er ist eine wandelnde Verlegenheit." 

Andrew hat "Anspruchsprobleme"

Neben dem militärischen Ehrentitel, den er für den Dienst in der Royal Navy während des Falklandkrieges erhalten hat, bleiben Andrew nur wenige Identifikationsmöglichkeiten innerhalb seines Standes: Den Titel Herzog von York darf er weiterhin tragen und den Hosenbandorden behalten. Sogar seine in die Wiege gelegte Position als Staatsrat musste er nicht abgeben. Somit ist er neben Prinz Charles, 73, Prinz William, 39, und Prinz Harry, 37, dazu berechtigt, in Vertretung für die Monarchin gewisse Amtsgeschäfte durchführen. Dennoch muss man davon ausgehen, dass sich Andrew zukünftig in Zurückhaltung üben wird. 

Er sei "eigentlich kein schlechter Mensch", so die Quelle aus seinem militärischen Umfeld, allerdings habe er "ein paar Anspruchsprobleme". Ein gewisses Mitgefühl für Andrew schwingt jedoch mit: "Er wurde wegen nichts verurteilt. Ich habe keine Ahnung, ob er schuldig oder unschuldig ist, also denke ich, dass er einen ziemlich hohen Preis bezahlt hat." Virginia Roberts Giuffre hatte den Royal beschuldigt, sie im Alter von 17 Jahren dreimal sexuell missbraucht zu haben. Bisher hat Prinz Andrew die Vorwürfe vehement bestritten.  

Außergerichtlicher Vergleich klärt nicht die Schuldfrage

Die Anfang Februar 2022 getroffene außergerichtliche Einigung beinhaltet eine Zahlung in Millionenhöhe. Davon sollen angeblich rund zwei Millionen Euro an Guiffres Wohltätigkeitsorganisation zur Unterstützung der Rechte der Opfer fließen. Der "Telegraph" berichtete, dass der Gesamtbetrag, den die Klägerin und ihre Organisation erhalten sollen, tatsächlich 12 Millionen Pfund [ca. 14,3 Millionen Euro] übersteigen werde.

Die Vereinbarung stellt zwar kein Schuldeingeständnis des Herzogs von York dar und ist auch nicht als eine Entschuldigung zu bewerten, dennoch akzeptiere Andrew mit diesem Vergleich, dass Roberts Guiffre ein "Opfer von Missbrauch“ sei. Er bedaure in diesem Zusammenhang seine Verbindung mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, †66, der einen Ring zur sexuellen Ausbeutung von Minderjährigen betrieben haben soll.

Verwendete Quellen: dailymail.co.uk, telegraph.co.uk

ama Gala


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