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Europäische Royals So setzen sie sich für die LGBTQIA+-Community ein

Prinz William
Strahlend bekennt er Flagge – und zwar die des Regenbogens. 2019 setzte er sich mit einer LGBTIQ+-Organisation zusammen.
© Getty Images
Soziales Engagement steht bei den europäischen Royals ganz oben auf der Liste ihrer Pflichten. Doch inwiefern setzten sich die königlichen Familien auch für die LGBTQIA+-Community ein? Eine Bilanz zum Pride Month.

Die europäischen Royals sind für ihren Einsatz und ihr Engagement bekannt. Was nicht allen bewusst ist: Auch die Unterstützung der LGBTQIA+-Community stand schon auf ihrer Agenda. Während der eine Prinz zum Beispiel zu Diskussionsrunden mit Betroffenen einlädt, ziert der andere sogar das Cover eines queeren Magazins. Zusammen setzen sie ein wichtiges Zeichen bei der Unterstützung von Randgruppen. 

So unterstützen europäische Royals queere Menschen

Prinz William: Er zierte das Cover der "Attitude"

Prinz William hat vor Kurzem nicht nur mit einem selten persönlichen Tweet dem britischen Profi-Fußballer Jake Daniels zu dessen Coming-out gratuliert, der Sohn von Prinz Charles und Prinzessin Diana setzt sich bereits seit Jahren für queere Menschen ein. 

Prinz William war zwar nicht der erste Royal, der das Cover einer Zeitschrift zierte, jedoch der erste und bislang einzige, der sein Gesicht auf einem Magazin für Homosexualität zeigte. Damit setzte der damals 33-Jährige ein starkes Zeichen. Laut William ist ihm mit diesem Einsatz besonders wichtig, auf die persönlichen und gesellschaftlichen Folgen von homo-, bi- und transphober Hetze und Mobbing aufmerksam zu machen:

Die jungen schwulen, lesbischen und trans Menschen, die ich durch 'Attitude' getroffen habe, sind mutige Vorbilder und geben all jenen Hoffnung, die auf schreckliche Art und Weise gemobbt werden. Ihre Stärke und ihr Optimismus ermutigen uns alle, uns gegen Mobbing zu erheben, wenn wir es sehen. [...] Du solltest stolz darauf sein, wer du bist und musst dich für überhaupt nichts schämen"

Mit seinem Engagement gegen Hass und Diskriminierung setzt Prinz William die humanitäre Arbeit seiner verstorbenen Mutter Diana fort. Die nach ihr benannte Organisation "The Diana Award" hat seit ihrer Gründung Tausende Anti-Mobbing-Botschafter ausgebildet.

Prinz Harry setzt sich für trans Personen ein

Für Prinz Harrys Wohltätigkeitsorganisation für psychische Gesundheit "Heads Together" lud er 2019 Susie Green ein. Sie ist die Vorsitzende von "Mermaids", eine wohltätige Organisation für trans Jugendliche. Green sagte damals, dass Harry das Leben von trans Jugendlichen verändern würde und ihnen das Gefühl gäbe, von einem der berühmtesten Männern der Welt anerkannt und unterstützt zu werden. Ebenfalls 2019 postete der Prinz auf seinem damaligen Instagram-Account wichtige Worte zum Pride Month und zeigte, wie sehr ihm die Community am Herzen liegt. "Wir stehen an ihrer Seite und unterstützen sie", hieß es in dem Post, "Weil es ganz einfach ist: Liebe ist Liebe."

Prinzessin Mary: Sie setzte sich als erste dänische Royal ein

Im Juni 2020 begeisterte Prinzessin Mary die LGBTQIA+-Community mit einem starken Auftritt. Bei dem virtuellen Event "Global Pride" hielt sie eine flammende Rede, in der sie ihre Unterstützung deutlich machte. "Es ist inakzeptabel, dass einige Menschen auf der Welt aufgrund ihrer Sexualität oder ihres Geschlechts auf Intoleranz und Diskriminierung stoßen", sagte sie. Damit war sie das erste hochrangige Mitglied der dänischen Königsfamilie, das sich für sexuelle Vielfalt einsetzte.

Prinzessin Mary beim "Copenhagen 2021 Human Rights Forum"
Prinzessin Mary beim "Copenhagen 2021 Human Rights Forum"
© MADS CLAUS RASMUSSEN / Getty Images

Ein Jahr darauf fand in der dänischen Hauptstadt das "Copenhagen 2021 Human Rights Forum" in Verbindung mit "World Pride" statt. Bei dem Menschenrechtsforum hielt die Frau von Prinz Frederik nicht nur die Eröffnungsrede, sondern fungierte zudem als Schirmherrin. Doch ihr Engagement reicht weiter zurück: Am Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie 2016 hielt Mary bereits während eines Forums eine Ansprache, in der sie das Ende der Diskriminierung von queeren Menschen forderte. Im Januar 2018 setzte sie sich bei der Parlamentarischen Versammlung des Europarats für die Gleichstellung von queeren Personen ein.

Queen Elizabeth möchte die LGBTQIA-Community schützen

Im Jahr 2017 hielt Queen Elizabeth eine Rede bei der Staatseröffnung des Parlaments, in der sie eine Reihe Veränderungen ankündigte. "Meine Regierung wird weitere Fortschritte machen, um das geschlechtsspezifische Lohngefälle und die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Rasse, ihres Glaubens, ihres Geschlechts, einer Behinderung oder ihrer sexuellen Orientierung zu bekämpfen", verkündete sie in der Rede.

König Willem-Alexander wurde als "schwulenfreundlichste Persönlichkeit" ausgezeichnet

Auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York 2019 sprach König Willem-Alexander über dem Kampf um Akzeptanz, den queere Menschen jeden Tag weltweit austragen müssen. "Das Königreich der Niederlande ist erfreut darüber, dass die Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben, [trans Personen] und anderen Minderheiten an immer mehr Orten der Welt gesetzlich verankert wird. Wir hoffen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt, aber letztendlich müssen Worte in Taten umgesetzt werden", sagte er und forderte, dass die Mitglieder der UN Rechte zum Schutz queerer Menschen erlassen.

König Willem-Alexander der Generalversammlung der Vereinten Nationen 2019
König Willem-Alexander der Generalversammlung der Vereinten Nationen 2019
© Dana Press

Sein Engagement für die LGBTQIA+-Community brachte dem niederländischen Monarchen kurz darauf einen Preis ein: Er wurde mit dem "OUT Media Award" ausgezeichnet, der seit 2014 berühmte Menschen ehrt, die sich für queere Menschen einsetzen. Damit wurde der König zur "schwulenfreundlichsten Persönlichkeit" gekürt.

Lord Ivar: Erstes royales Coming-out

Als erstes Mitglied der königlichen Familie steht der Queen-Cousin Lord Ivar Mountbatten seit 2016 dazu, schwul zu sein. Dabei erhielt er die Unterstützung der britischen Royals.

2018 gab der Lord schließlich seinem langjährigen Partner James Coyle das Jawort. Die Historikern Carolyn Harris sagte damals, dass die königliche Familie damit der gleichgeschlechtlichen Ehe in gewisser Weise "einen Stempel der Zustimmung verleiht."

Verwendete Quelle: insider.com, instagram.com, dailymail.co.uk, out.tv

crö Gala


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