Englands Royals: Königliche Babykleider

Eine Ausstellung im "Museum of London" zeigt, wie der royale Nachwuchs in den letzten Jahrhunderten angezogen war. Hier könnten auch Prinz William und Herzogin Catherine Anschauungsmaterial für die Ausstattung ihres Babys bekommen

Was kleine Royals tragen, das war schon immer sehenswert: In der Ende Juni eröffneten Ausstellung "A Royal Arrival" ("Eine königliche Ankunft") zeigt das "Museum of London" die Babyausstattung britischer Prinzen und Prinzessinnen der vergangenen 400 Jahre. Für Prinz William und Ehefrau Catherine, deren Nachwuchs in puncto Mode erwartungsgemäß Trends setzen wird, gäbe es jede Menge Anschauungsmaterial königlichenr Dresscodes der Jahrhunderte zu sehen. In der Ausstellung gezeigt werden unter anderem einige reich verzierte Kittel, Westen und prachtvolle Kleider. Und nicht immer waren die Träger dieser Roben weiblich.

Dem spätere Edward VII. gehörte dieses Kleid, das - wie viele seiner Schuhe - in der bis Oktober laufenden Ausstellung im "Museum of London" zu sehen ist.

Hinzu kommen jede Menge Babyschuhe aus verschiedenen Materialien, von denen viele den Kindern von Königin Victoria gehörte. In ihrer Familie gab es allerdings auch immensen Bedarf - die Monarchin und Ehemann Albert waren immerhin neunfache Eltern. Wenn man sich die teilweise winzigen Paare anschaut, muss der königliche Schuhschrank schon damals für jeden Anlass, jedes Alter und jedes Babyoutfit das passende Schuhwerk geboten haben.

Wahrscheinlich um Verwechslungen zu vermeiden, trägt ein Paar Lederschuhe den Schriftzug "Prince of Wales" auf der Sohle. Ihr Besitzer und Träger war demnach Königin Victorias zweites Kind, der spätere Edward VII. In der Ausstellung zu sehen sind weitere Stücke, die der 1841 geborene Prinz Bertie, wie Albert Edward innerhalb der Großfamilie genannt wurde, getragen hat. Darunter ist ein aufwändig verziertes Kleid und ein Laken, das ebenfalls seine Insignien "PW" ("Prince of Wales") und ein gesticktes Krönchen zieren. Damit wurde also vermutlich das prinzliche Bett bezogen.

Noch älter als die die Schuhe und das Laken von Queen Victorias Kindern ist ein gestricktes Babymützchen, das Charles I., der 1600 geboren wurde, getragen hat. Und ein Paar Fäustlinge aus Spitze, die die Finger des späteren Königs George III. etwa 1738 warmgehalten haben müssen.

Der sehnsüchtige erwartete Nachwuchs von Prinz William und Herzogin Catherine wird sicherlich dafür sorgen, dass den Museums-Kuratoren der Stoff für eine Fortsetzung der Ausstellungs nicht ausgeht: Vom königlichen Babyschuh bis hin zum neuen (alten) Taufkleid setzt die neueste Generation der Windsors schließlich eigene, inzwischen noch stärker beachtete modische Akzente.

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