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Charlottes Taufe Und zum Tee gibt's alten Kuchen

Hochzeitstorte von Prinz William und Herzogin Catherine
Hochzeitstorte von Prinz William und Herzogin Catherine
© Reuters
Nach der Taufe von Prinzessin Charlotte luden Prinz William und Herzogin Catherine im Haus der Queen zum Tee - und wollten dabei auch etwas Spezielles und Traditionelles servieren

Das gibt es nur in England: Verwirrt reagiert die Welt auf die Meldung, dass beim Teeempfang in Anschluss an die Taufe von Prinzessin Charlotte den Gästen auch jeweils ein kleines Stück von der Hochzeitstorte von Prinz William und Herzogin Catherine serviert werden wird. Hochzeitstorte? Die Hochzeit am 29. April 2011 ist doch schon mehr als vier Jahre her!

Eine englische Tradition

Keine Sorge: Dieser Teil der Torte ist natürlich noch am Abend der Hochzeit und nicht erst als Rest am Ende der Nacht eingefroren worden und dürfte daher alle Kontrollen von Lebensmittelinspekteuren überstehen. Royalfans erinnern sich sicherlich, dass diese Sitte auch schon bei der Taufe von Prinz George diskutiert wurde. Brautpaare frieren einen kleinen Teil ihrer Hochzeitstorte ein - in England oft eine traditionelle Fruchtteigtorte mit Alkohol und keine leicht verderbliche Sahnetorte-, um den dann bei der Taufe der Kinder wieder auf den Tisch zu bringen. Das soll Glück bringen und den Familienzusammenhalt stärken. Anleitungen zum Tortenfrieren gibt es zuhauf in Hochzeitsforen im Netz.

Hier noch einmal die Hochzeitstorte von Prinz William und Herzogin Catherine vom 29. April 2011 im Gesamtbild. So bekommt man eine Ahnung von der Größe dieses 17-Torten-Kunstwerks. Die Dame mit dem blonden Haar, die da von rechts dirigiert, ist die berühmte Konditorin Fiona Cairns, die Urheberin der Leckerei.
Hier noch einmal die Hochzeitstorte von Prinz William und Herzogin Catherine vom 29. April 2011 im Gesamtbild. So bekommt man eine Ahnung von der Größe dieses 17-Torten-Kunstwerks. Die Dame mit dem blonden Haar, die da von rechts dirigiert, ist die berühmte Konditorin Fiona Cairns, die Urheberin der Leckerei.
© Reuters

Am Hochzeitstag noch eingefroren

Im Fall von William und Kate und ihrer Riesentorte ("a very rich dark traditional fruit cake", so die Konditorin Fiona Cairns) konnten sogar ganze Schichten des aus insgesamt siebzehn neben- und aufeinander gestapelten Kuchen bestehenden Tortenturms aufbewahrt werden, ohne dass die beiden und ihre Hochzeitsgäste deswegen hätten hungern müssen. In einem Interview mit der Konditorin nach der Hochzeit verriet diese, dass das Brautpaar die beiden obersten Schichten aufbewahrt habe, nur die dritte Schicht sei - zusammen mit weiteren Kuchen und Leckereien - am Abend der Hochzeit tatsächlich gegessen worden.

Die anderen fünf Schichten des Prachtstücks sollen, mit drei frisch gebackenen Ersatztorten ergänzt, dann nur dazu gedient haben, in einer Ausstellung über die Hochzeit zu stehen. So haltbar ist so ein englischer Kuchen also unter all dem Zuckerguss und Marzipanblümchen.

Es servierte das Tea-Team der Queen

Und auch beim Tauftee wird es sicher für die Gäste mehr Auswahl gegeben haben als die alte Torte. Prinz William und seine Frau feierten nämlich nicht in ihrem eigenen Anwesen, "Anmer Hall", sondern sie durften ihre Gäste im Schloss der Königin, "Sandringham House" empfangen. Und Queen Elizabeth ist berühmt für die hohe Qualität der Teeleckereien, die bei ihren Empfängen gereicht werden - Sandwiches, Gürkchen, Törtchen, vielleicht am Abend auch noch Suppe, Salate und Fleisch?

Prinz William und Herzogin Catherine werden ihre kleine Familienfeier so sicherlich perfekt genossen haben. Und dann mit zwei zufriedenen müden Kindern nach Anmer Hall zurückgefahren sein.

Zurück zur Torte: Es geistert übrigens seit Jahren auch das Gerücht herum, die Cambridges hätten damals vielleicht doch drei Teile Torte einfrieren lassen ...

Gala

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