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Catherine + William Streit ums royale Baby

Catherine und William
Catherine und William
© Reflex
Prinz William und Herzogin Catherine planen die Revolution: Sie wollen ihr Kind nach bürgerlichen Werten erziehen. Damit stoßen sie nicht nur die Queen vor den Kopf

Das Kinderzimmer ist bei Königs traditionell Hoheitsgebiet der Nanny. Die Nanny von Charles, dem ältesten Sohn der Queen, hieß Helen Lightbody. Eine autoritäre Person. Sogar die Queen hatte angeblich Angst vor ihr - es heißt, sie habe Charles’ kleines Reich so selten wie möglich betreten. Solche Geschichten können Herzogin Catherine heute nicht mehr schrecken. Die hochschwangere Ehefrau von Prinz William macht unmissverständlich klar, dass sie selbst bei ihrem Kind das Sagen haben will. Sogar um alle Details der Kinderzimmereinrichtung kümmert sie sich persönlich. In der Londoner Interior-Boutique "Bernard Thorp" suchte sie jetzt Stoffe und Tapeten aus: braun und beige, handgewebt, englische Qualitätsware.

image Mit ihrer Mutter kaufte Kate schon im April einen Babykorb. Der normalste Vorgang der Welt für eine normale Schwangere - für die Frau des künftigen Königs eine Revolution! Doch Kate und William haben sich dafür entschieden, mit der Tradition zu brechen, vieles anders zu machen als bei den Windsors üblich. Die Grundidee: Ihr Kind, auch wenn es eines Tages König oder Königin von England sein wird, soll mit bürgerlichen Werten aufwachsen. Die zentrale Rolle im großen Babyplan spielt die Familie Middleton, allen voran Kates Mutter Carole, 57. In den ersten Wochen nach der Geburt - am 13. Juli soll es so weit sein - möchte Kate das Kind nicht etwa einer Nanny im Kensington-Palast, ihrem künftigen Londoner Domizil, übergeben: Sie will gerade dann möglichst viel Zeit bei ihren Eltern in Berkshire verbringen. Hier fühle sie sich am besten aufgehoben, sickerte aus Palastkreisen durch.

image Diese Pläne versetzen viele Palastmitarbeiter in Panik: Sie fürchten um ihren Einfluss. "Wenn Kate mit dem Baby tatsächlich in den ersten Wochen bei ihren Eltern bleibt, wäre das eine Sensation. So etwas hat es in der royalen Geschichte noch nie gegeben", sagt ein Insider zu "Gala". Noch nie besaß eine bürgerliche Familie so viel Einfluss am Hof wie die Middletons. Ihr Schwiegersohn Prinz William orientiert sich längst an ihrer Lebensform, denn in Kates intakter Familie lernte er in den vergangenen Jahren die Geborgenheit kennen, die er sich immer gewünscht hat. Kates Vater Michael, 63, nennt er "Dad".

William musste als Kind erleben, wie die Ehe seiner Eltern zerbrach, und den Tod seiner Mutter Diana hat er bis heute nicht verwunden. Zwei Dinge hat er sich geschworen. Erstens: Seine Kinder sollen glücklicher aufwachsen als er. Und zweitens: Kate soll es am Hof besser haben als einst seine Mutter Diana. Dafür würde er sogar in Kauf nehmen, seine Großmutter, die Queen, gegen sich aufzubringen. Die Erste, die es wagte, Traditionen infrage zu stellen, war Prinzessin Diana. William und sein jüngerer Bruder Harry hatten zwar Nannys, doch emotionale Wärme und Zuwendung bekamen sie auch und vor allem von ihrer Mutter. Diana traute sich sogar, ihre Jungs öffentlich in den Arm zu nehmen und zu küssen - bei den Windsors bis dahin verpönt. Die Queen hatte damals kein Verständnis dafür. Sie fand das unnötig sentimental.

Doch die Zeiten stehen auf Veränderung, William und Kate, die äußerlich so brav und angepasst wirken, haben in den zwei Jahren seit ihrer Hochzeit viel bewirkt. "Seit Kate Mitglied der Königsfamilie ist, hat sich der Umgangston im Palast verändert", sagt ein langjähriger Palastmitarbeiter zu "Gala". "Mein Eindruck ist, dass sich die Windsors untereinander heute lockerer unterhalten als früher, und im Umgang mit dem Personal ist das ganz ähnlich. Herzogin Catherine hat für jeden von uns ein nettes Wort. Da ist nichts Abgehobenes oder Hochnäsiges."

Auch William interpretiert seine Vaterrolle modern. Er will so oft wie möglich an Kates Seite sein und genau mitbekommen, wie das Kleine aufwächst. Viele gehen davon aus, dass er seinen Job als Rettungshubschrauberpilot noch im Sommer an den Nagel hängt. Im Herbst steht dann der Umzug von Wales, wo William stationiert ist, in den Kensington-Palast an. Noch wird dort das Apartment 1 A mit fünf Schlafzimmern, drei Empfangsräumen und einem Garten im Sinne des Paars renoviert. Bis zur Fertigstellung steht ihnen eine kleine Wohnung auf dem Schlossgelände zur Verfügung. Praktisch: Nicht nur die Windsors wohnen gleich um die Ecke, auch Kates Eltern besitzen ganz in der Nähe eine Stadtwohnung.

Mitarbeit: Arndt Striegler


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