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König Charles, Prinz William + Prinz Harry Seite an Seite in ihrer Trauer um die Königin

Prinz William, Prinz von Wales, König Charles III., und Prinz Harry
Prinz William, Prinz von Wales, König Charles III., und Prinz Harry ist die Trauer über den Tod von Queen Elizabeth während der Überbringung ihres Sarges zur Westminster Abbey an den Gesichtern abzulesen. 
© Oli Scarff / Getty Images
Es war ein schwerer Gang, den die Mitglieder der britischen Königsfamilie am 19. September 2022 antreten mussten: Der Abschied von Queen Elizabeth hat ihre engsten Verwandten zutiefst erschüttert. Doch die schmerzhafte Trauer hat eines bewirkt: König Charles und Prinz William nehmen den entfremdeten Prinz Harry wenigstens in diesem Moment der Trauer wieder sichtbar in ihre Reihen auf. 

Der Schmerz über den großen Verlust ist ihnen in den Gesichtern anzusehen. Als König Charles, 73, Prinz William, 40, und Prinz Harry, 38, sich für die Prozession zur Westminster Abbey hinter dem Sarg mit den sterblichen Überresten von Queen Elizabeth, †96, aufstellen, zählt augenscheinlich nur noch eines: der Zusammenhalt der Familie im Zeichen des Respekts für eine bewunderte Monarchin und eine geliebte Mutter und Großmutter.

König Charles, Prinz William und Prinz Harry: Gesichter spiegeln ihre Emotionen

Der Vater und seine Söhne marschieren in jenen dunklen Stunden im Gleichschritt hinter dem 123 Jahre alten Geschützwagen her, der schon die Särge von Queen Mum, † 101, und König George VI., †56, transportierte. Eine Aufgabe, die alle Beteiligten zutiefst aufwühlt. Der frisch proklamierte König ist immer wieder den Tränen nah, seine beiden Nachkommen wirken fast versteinert. 

Entlang des Trauerzuges säumen unzählige Menschen den Weg. Briten und Royal-Fans aus aller Welt möchten den letzten Weg der Monarchin begleiten. Die Trauer um Queen Elizabeth eint auch sie. Rund 2000 geladene hochrangige Gäste warten in der Westminster Abbey. Royals aus dem Ausland und Staatsoberhäupter zollen der Königin Tribut.

"Reiches Leben und liebevoller Dienst"

Die Familie fügt sich dem vorgeschrieben Ritual. Im Herzen jedoch wirkt sie vereint mit all jenen, die um einen geliebten Menschen trauern. Die Bilder aus London sind opulent, staatstragend. Doch in diesen Momenten kommt auch der Kummer liebender Kinder, Enkelkinder und Urenkelkinder zum Vorschein, bei denen die Verstorbene eine große Lücke hinterlässt.  

Selbst die Kleinsten dürfen Abschied nehmen: Prinz George, 9, der einmal auf den Thron steigen wird, und seine Schwester Prinzessin Charlotte dürfen ihre "Gan Gan", wie sie die Königin liebevoll nannten, verabschieden.

In seiner Predigt verdeutlichte der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, den versammelten Gästen in der Westminster Abbey, dass die Trauer, die auf der ganzen Welt zu spüren ist, aus dem "reichen Leben und dem liebevollen Dienst der Königin, die jetzt von uns gegangen sind", herrühre. Er veranschaulichte: "Menschen des liebevollen Dienstes sind in jedem Lebensbereich selten. Führer des liebevollen Dienstes sind noch seltener."

In Trauer vereint, doch wie lange hält der Burgfrieden?

Eines jedoch scheint Queen Elizabeth mit ihrem behutsamen, doch innigen Versuch der Versöhnung zwischen ihrem Sohn, seinem Ältesten und dem entfremdeten Harry zuletzt nicht mehr erreicht zu haben: eine Annäherung, die über einen Burgfrieden hinausgeht. Der Tod der Monarchin hat die drei Männer zwar zwangsläufig einander zugeführt, doch auch in dieser aufwühlenden Zeit der Trauer wurden erneut Gräben vertieft. 

Herzogin Meghan, 41, wurde angeblich gebeten, nicht mit ihrem Mann an das Sterbebett der Königin nach Balmoral zu reisen. Harry durfte als Ex-Senior-Royal, wie schon bei der Beisetzung seines Großvaters Prinz Philip, †99, im April 2021, bei den offiziellen Traueranlässen keine Uniform tragen. Eine Ausnahme bildete die 15-minütige Mahnwache mit seinem Bruder und seinen Cousins und Cousinen am Sarg der Großmutter in der Westminster Hall. Doch auch hierbei traf ihn ein Stich: Laut "Sunday Times" soll er "am Boden zerstört gewesen sein", als er bemerkte, dass die Initialen seiner Großmutter – "ER" – von der Schulter seiner Uniform entfernt wurden [Anm. d. Red.ER steht für Elizabeth Regina. Elizabeth war der Vorname der Queen, Regina bedeutet auf Latein "Königin"].

Zuletzt eine weitere Demütigung im Vorfeld des Staatsempfangs am Sonntagabend vor der Beisetzung der Königin: Eine Einladung zu der Veranstaltung für gekrönte Häupter und Regierungschefs im Buckingham Palast wurde angeblich wieder zurückgezogen, da das Paar seit dem Megxit 2020 nicht mehr zu den arbeitenden Royals gehört.

Der Marsch in der Trauerprozession für seine Großmutter muss Harry einiges abverlangt haben. Doch in jenem Moment, als er mit König Charles und seinem Bruder William hinter dem Sarg eine Formation bildete, signalisierte er zumindest für einen Augenblick die Stärke, die ihm die Frau mitgegeben hat, die nun ihren Dienst im Namen der Krone und für die Familie für immer beenden musste. 

Verwendete Quelle: thetimes.co.uk, mirror.co.uk

ama Gala


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