Barbara Schöneberger: "Lizzie als Schwiegermama? Aber holla!"

Wie Barbarba Schöneberger die Königshochzeit live in London erlebte, wie sie über die Royals wirklich denkt und warum sie Prinz Harry seinem Bruder vorziehen würde, verrät sie im Gala-Interview

Sie war als TV-Reporterin in London

live vor Ort, wettete im Vorfeld neun Pfund darauf, dass die Queen einen gelben Hut tragen würde – und gewann. Barbara Schönebergers Fazit über das royale Ereignis des Jahres: "Einer der schönsten Tage in meinem Leben!" Dass die Braut trotz aller Rührung erstaunlich gefasst wirkte, fand die 37-Jährige gut: "So musste ich mir um Kate wenigstens keine Sorgen machen ..."

Prinz William + Herzogin Catherine

Traumhochzeit in England

Das ist es: das offizielle Hochzeitsfoto des Brautpaares.
Und hier hat sich die gesammelte Hochzeitsfamilie fürs Foto zusammengestellt.
Ein letztes Foto gab's mit dem Brautpaar und den Blumenkindern sowie den Pagen.
Prinz William und seine Frau wirken am Tag nach ihrer Trauung ganz entspannt.

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Können Sie sich noch an das erste royale Ja-Wort erinnern, das Sie live im Fernsehen verfolgt haben?

Natürlich! Das war die Hochzeit von Lady Di und Prinz Charles. Für mich als damals Siebenjährige eine bahnbrechende Erfahrung.

Das Leben mit der Queen als Schwiegermama stellt sich Barbara Schöneberger nicht immer einfach vor.

Warum?

Weil ich von dem Spektakel so hin und weg war, dass mein Berufswunsch Prinzessin erst mal feststand. Vor allem Lady Dianas Brautkleid war für mich das Größte. Ich war so begeistert, dass ich monatelang nur noch mit einem Spitzenvorhang unterwegs war, in den mir meine Mama einen Gummizug eingenäht hatte.

Welcher Hochzeitsmoment ist Ihr persönlicher Favorit?

Selbstverständlich der Einzug der Braut. Da ist bei mir jedes Mal Gänsehaut pur angesagt. Allerdings überkommt mich gleichzeitig auch diese wahnsinnige Freude darüber, dass ich nicht in der Haut von Kate oder Charlene stecke, sondern diese Spektakel ganz entspannt als Zaungast verfolgen kann.

Wie denken Sie über Bürgerliche, die in eine ­Königsfamilie einheiraten?

Da habe ich ganz klar Mitleid! Denn ich bin sicher, dass Kate Middleton mit diesem Ja-Wort ihr eigenes, ihr altes Leben komplett aufgeben muss. Und ich glaube, dass kein Mensch ermessen kann, was hinter den Mauern des Buckingham Palace tatsächlich alles so abgeht. Und dazu diese Schwiegereltern: generell schon ein heikles Thema. Aber die Lizzie als Schwiegermama? Aber holla! Und dann noch als Zugabe einen Schwiegerpapa, der ständig dummes Zeug plappert ...

Wie erklären Sie sich das riesige Interesse der Menschen an royalen Hochzeiten?

Weil da so viele Dinge zusammenkommen: Romantik und Liebe, außerdem Themen wie hinreißende Klamotten und aufwendige Frisuren. Was trägt Letizia? Was trägt Máxima? Was treibt der europäische Hochadel bei so einem Event? Auch ich bin immer wieder total fasziniert von diesem lustigen Ritual, obwohl es ja längst obsolet geworden ist.

Wieso?

Weil der Adel ja schon lange nicht mehr unter sich bleibt, sondern inzwischen auch Platz für Fitnesstrainer oder Fernsehjournalistinnen ist. Wobei ich das natürlich völlig in Ordnung finde.

Liegt dem Hype vielleicht auch die Sehnsucht nach einer heilen Welt zugrunde?

Also eine heile Welt ist es eigentlich nur am Tag der Hochzeit. Wo wir doch alle wissen, was die Schwiegermama, Onkel und Tanten im Hause Windsor so alles treiben. Wenn ich eine Tochter hätte, ich würde ihr verbieten, in so eine Sippe einzuheiraten. (lacht)

Wann fließen bei Ihnen Tränen der Rührung?

Immer beim Ja-Wort. Und wenn sich Braut und Bräutigam dann noch verliebt und überglücklich anschauen, brechen bei mir alle Dämme.

Können Männer diese Emotionen nachvollziehen?

Ich glaube schon. Zumindest bemühen sich die meisten. Und das ist auch besser so: Als Frau willst du bei so einem Event ja auch keinen Kerl neben Dir sitzen haben, der ein 'Oh Gott, jetzt heulst Du auch noch. Warum denn bloß?' loslässt, wenn frau gerade total gerührt ist. Oder einen Mann, der meint, Frisuren negativ kommentieren zu müssen - nur weil er es nicht auf dem Schirm hat, dass ein schräger Dutt gerade total hip ist.

Gibt es Momente, in denen Sie sich bei royalen Hochzeiten schon mal so richtig schön fremdgeschämt haben?

Eigentlich immer dann, wenn Prinzessin Stéphanie von Monaco mit von der Partie ist. Dann denke ich grundsätzlich: Oh, da hat die Gute ja wieder mal ordentlich am Kaufhaus-Grabbeltisch gewühlt ...

Der schönste Moment jeder Hochzeit: das Ja-Wort.

Wer kann bei Ihnen als Mann eigentlich mehr punkten? William oder Harry?

Harry! Keine Frage. Zum Heiraten ist William sicherlich besser geeignet. Aber wenn es um Sexappeal geht, hat Harry klar die Nase vorn. Der ist einfach super und hat alles, was sich ein Mädchen wünscht; Harry ist groß, gut aussehend, kernig. Bei einem Charity-Event in Berlin habe ich ihn mal live gesehen. Und ich habe mir eingebildet, dass er einen Moment lang auch mal etwas länger zu mir rübergeschaut hat. (seufzt)

Alexander Nebe

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