Prinzessin Cristina + Iñaki Urdangarín : Er muss ins Gefängnis, sie wird freigesprochen

Das Urteil im Prozess gegen Iñaki Urdangarín und Prinzessin Cristina ist gefallen! Mit der Entscheidung des Landgerichtes von Palma de Mallorca endet der erste Prozess, in dem sich auch eine spanische Prinzessin verantworten musste

Prinzessin Cristina + Iñaki Urdangarín

Prinzessin Cristina + Iñaki Urdangarín

 Urdangarín muss ins Gefängnis

Seit Monaten wurde dieses Urteil mit Spannung erwartet: Prinzessin Cristina von Spanien ist am Freitag (17. Februar) vom Landgericht in Palma de Mallorca freigesprochen worden, muss allerdings eine Geldstrafe von 265.000 Euro zahlen. Ihr Mann, Iñaki Urdangarin, wurde zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis sowie einer Geldstrafe von 512.000 Euro verurteilt.

Prinzessin Cristina glaubt weiterhin an Unschuld ihres Mannes

Ihre Rechtsanwälte haben das Urteil persönlich abgeholt und Cristina und Iñaki mitgeteilt, die vermutlich in Genf sind, wo sie seit einigen Jahren mit ihren Kindern leben. 

Der Rechtsanwalt der Tochter von König Juan Carlos sagte nach der Verkündung, seine Cristina hätte die Nachricht mit Freude aufgenommen, sei aber traurig wegen der Strafe von sechs Jahren und drei Monaten Haft für ihrem Mann, Iñaki Urdangarin, da sie weiterhin an seine Unschuld glauben würde. 

Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Die Rechtsanwälte können ab jetzt Berufung vor dem Obersten Gericht einlegen. Daher wird Iñaki wahrscheinlich bis zum Abschluss der Berufungsverhandlungen nicht ins Gefängnis kommen, obwohl man in Spanien bei einem Schuldspruch von sechs oder mehr Jahren normalerweise sofort inhaftiert wird. 

Korruptionsskandal nimmt ein Ende

Mit dem Urteil wird ein Schlussstrich unter den größten Korruptionsskandal der letzten Jahrzehnte in Spanien gezogen. Acht Jahre, nachdem er aufgedeckt wurde und sich herausstellte, dass Iñaki Urdangarin, damals Präsident der Non-Profit Organisation Nóos unter vielen anderem öffentliche Gelder unterschlagen hat - davon soll seine Frau, Prinzessin Cristina, gewusst haben. 

Prinzessin Cristina beteuerte ihr Unwissen

Die Prinzessin hatte im Prozessverlauf und bei den Befragungen allerdings immer wieder betont, nichts von allen Machenschaften gewusst zu haben. Ihr Mann habe sich um die finanziellen Angelegenheiten gekümmert, sie habe ihm darin vertraut. 

Der ehemalige Spitzensportler und königliche Schwiegersohn hatte zu den Hauptbeschuldigten gehört, seine Ehefrau war nur eine von fast 20 Mitangeklagten. Dass sie - als erste Angehörige der Familie des Königs - überhaupt vor Gericht stand, war dennoch eine Sensation.

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Während die Infantin, wohl auf Vermittlung ihres Vaters , einen Job im Ausland bekam, ist ihr Ehemann seit einigen Jahren arbeitslos. Den einst gefeierten Handballspieler will offenbar niemand mehr beschäftigen. Das Paar zog zuerst nach Washington um, heute lebt es mit den vier Kindern in Genf. Cristina arbeitet, Iñaki führt den Haushalt. Spanien und das Leben am Hof ist weit weg.

Das Verhältnis zu König Felipe dürfte unterkühlt sein. Cristinas Bruder sorgte per Erlass dafür, dass die Schwester und ihr Mann den von König Juan Carlos 1997 verliehenen Herzogstitel abgeben mussten und distanzierte sich so.

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