Spanische Royals: Felipe greift zum Rotstift

In unserer Kolumne "Royals Inside" berichten wir über die Adelshäuser dieser Welt - heute über den König Felipe, der - gerade mal einen Monat auf dem Thron - in seiner Familie durchgreift

Die Zeichen im spanischen Zarzuela-Palast stehen auf Neuanfang: König Felipe, seit dem 19. Juni auf dem Thron, hat sich einiges vorgenommen, um das ramponierte Image des Königshauses aufzupolieren und besonders die Finanzen transparenter zu gestalten.

Für die spanischen Royals hat sich mit dem Thronwechsel einiges verändert: Zur "königlichen Familie" gehören nur noch Felipe, Ehefrau Letizia, seine beiden Töchter Leonor und Sofia sowie König Juan Carlos und Königin Sofia. Die Infantinnen Cristina und Elena zählen nur zur "Familie des Königs" ("Familia del Rey") und verschwanden deswegen sogar von der offiziellen Homepage des Königshauses. Wie unter anderem die spanische Zeitung "El Mundo" am Montag (28. Juli) berichtete, wurden nun auch die finanziellen Zuschüsse für die beiden Prinzessinnen gestrichen. Künftig sollen sie nur gelegentlich, und mit Zustimmung des Königs, offizielle Termine für das Königshaus wahrnehmen.

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14. Februar 2020  Während ihrer Führung durch den Nationalpark hat das royale Paar die Chance, Flora und Fauna genauer unter die Lupe zu nehmen - ein Hobby, das den beiden sichtlich Spaß zu machen scheint.

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Für Prinzessin Cristina, die ohnehin selten repräsentative Aufgaben übernahm und bei einer spanischen Bank in der Schweiz arbeitet, dürfte das kein großer Verlust sein - und für die Spanier noch viel weniger. Denn der ältesten Tochter von König Juan Carlos und Königin Sofia droht wegen ihrer Verstrickung in die Korruptions- und Geldwäsche-Affäre ihres Mannes sogar eine Anklage. Damit sorgt sie seit Langem für besonders viele negative Schlagzeilen und war nicht mehr besonders beliebt bei den Untertanen. Prinzessin Elena dagegen war immer sehr engagiert im royalen "Familienunternehmen", nahm offizielle Termine wahr und reiste im Namen der Krone sogar ins Ausland. Ob sie sich gänzlich zurückziehen und auf einige wenige Engagements beschränken muss, liegt nun in der Hand ihres Bruders.

Von den anderen Regelungen, die König Felipe eingeführt hat, sind aber seine Schwestern nicht betroffen, eben weil sie nicht mehr zum engsten Kreis, zur königlichen Familie, gehören. Ohnehin ist fraglich, was der 46-Jährige damit bezwecken will. Er legte nämlich fest, dass kein Mitglied der königlichen Familie mehr in der Privatwirtschaft arbeiten darf. Ob er dachte, dass seine Eltern mit Mitte 70 noch eine neue Karriere starten wollen? Und seine beiden Töchter sind gerade mal im Grundschulalter und damit viel zu jung, um einen Aufsichtsratsposten anzunehmen. Prinzessin Leonor braucht sich um eine alternative Karriere sowieso keine Gedanken zumachen: Sie ist schließlich Spaniens Thronfolgerin und wird ihrem Vater Felipe auf den Thron folgen.

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