Spanische Royals: Anklage gegen Infantin Cristina

Infantin Cristina, die Schwester des gerade erst ernannten spanischen Königs Felipe, wird angeklagt. Das Image des spanischen Hofs wird dadurch mächtig angekratzt

Infantin Cristina von Spanien


Schock am spanischen Hof: Infantin Cristina, die Schwester von König Felipe, wird wegen Steuerbetrugs und Geldwäsche angeklagt. Wie "sueddeutsche.de" unter Berufung auf die spanische Zeitung "El Mundo" berichtet, wird Cristina vorgeworfen, an den unsauberen Machenschaften ihres Mannes Inaki Urdangarin beteiligt gewesen zu sein.

Der steht seit 2012 vor Gericht, weil er als Vorsitzender der gemeinnützigen Stiftung "Instituto Noos" zwischen 2004 und 2006 öffentliche Gelder in Millionenhöhe veruntreut haben soll. Die spanische Infantin Cristina, 49, wurde in dem Verfahren bislang nur als Zeugin gehört. Angeblich soll sie sich dabei in widersprüchliche Aussagen verstrickt haben. Laut "sueddeutsche.de" soll daraufhin der Ermittlungsrichter durchgesetzt haben, die Schwester des spanischen Königs ebenfalls auf die Anklagebank zu setzen. Der Staatsanwalt, der neben dem Richter in dem Verfahren ermittelt, soll gegen die Anklage gewesen sein - wohl im Hinblick auf den Ruf der spanischen Royals.

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Zuletzt waren diese beim Volk mehr und mehr in Ungnade gefallen. Zum Beispiel, weil sich Altkönig Juan Carlos mitten in der Wirtschaftskrise einen teuren Jagdausflug gönnte - und sich auch noch neben erlegten Elefanten ablichten ließ. Darüber hinaus hatte er in der jüngsten Vergangenheit immer wieder mit Affären für Aufsehen gesorgt. Dass er vorzeitig abgetreten war und seinen beim Volk sehr beliebten Sohn Felipe und dessen Frau Letizia den Weg zum Thron freigemacht hatte, sollte das Image des spanischen Königs eigentlich wieder aufpolieren.

Die Anklage gegen Cristina wird der Beliebtheit der Royals einen gehörigen Dämpfer verpassen. Noch ist allerdings nichts endgültig: Die 49-Jährige kann nach spanischem Recht die Anklageerhebung anfechten. Ob sie wirklich vor Gericht stehen wird, wird sich also noch zeigen.

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