Sophie von Liechtenstein: Europas unbekannteste Kronprinzessin

Im Liechtenstein-Magazin "oho" ist ein Interview mit Erbprinzessin Sophie, der vielleicht unbekanntesten Kronprinzessin Europas, zu lesen. Darin gibt sie Einblicke ins sonst wohlgehütete Privatleben der Liechtensteiner Thronfolgefamilie im Schloss und erzählt von einem neuen Mitbewohner auf vier Beinen

Erbprinzessin Sophie von Liechtenstein

Vor 22 Jahren heiratete Herzogin Sophie in Bayern, eine direkte Nachfahrin des letzten bayerischen Königs Ludwig III., den Liechtensteiner Erbprinzen Alois. Sie wurde damit eine von Europas Kronprinzessinnen. Wie Mary von Dänemark oder Mette-Marit von Norwegen engagiert sie sich für karitative Zwecke und unterstützt ihren Mann, der seit 2004 amtsführender Stellvertreter seines Vaters Hans Adam II. ist.

Viel dringt nicht nach draußen über das Privatleben der fürstlichen Familie. Alois und Sophie lächeln auch nicht als stylisches Traumpaar vom Vogue-Cover wie Dänemarks Kronprinzenpaar oder empfangen die Presse zum sommerlichen Fotoshooting im Schlossgarten, wie es die Royals in den Niederlanden oder Schweden jüngst taten.

Nicht weglaufen!

Victoria von Schweden geht plötzlich von der Bühne

Victoria von Schweden
Victoria von Schweden sorgt mit ihrem Abgang für einige Lacher im Saal.
©Gala

Bekannt ist aber, dass die Familie von Hans Adam II. über einen Zwergstaat mit weniger als 40.000 Einwohnern herrscht und neben einer der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen das weltweit operierende Finanzunternehmen LGT-Group verwaltet.

Familienalltag im Schloss

Erbprinz Alois und Erbprinzessin Sophie haben vier Kinder: Joseph Wenzel, Marie Caroline, Georg und Nikolaus. Und als neustes Familienmitglied gehört außerdem Dackeldame Tipsy zum Haushalt, wie die 48-Jährige im Interview erzählt. Obwohl sie keinen Hund aus Zeitgründen hätte haben wollen, habe sie dem Welpen aus der Zucht ihrer Schwester nicht widerstehen können. Nun genießt der Vierbeiner ein nobles Leben als Prinzendackel: Weil die Rassevertreter nicht so viele Treppen laufen sollen, werde Tipsy oft getragen, "was ihr sehr gefällt".

Der Familienalltag im Schloss unterscheide sich nicht so sehr wie man denken mag von denen woanders, so die Erbprinzessin. "Unsere Kinder wachsen grundsätzlich gleich auf wie alle anderen Kinder in Liechtenstein auch. Sie besuchen die Schule, können ihre Freunde aufs Schloss einladen und diese in ihrem Zuhause besuchen." Da gebe es keinen Sonderstatus. Auch nicht für Prinz Wenzel, den künftigen Thronfolger des Fürstentums, der mit 21 Jahren bereits studiert. "Wenn er in Liechtenstein ist, verbringt er viel Zeit mit seinem Vater, der ihn über gewisse Dinge und Aufgaben informiert", sagt die vierfache Mutter zu "oho". So wachse er langsam in seine spätere Aufgabe hinein.

Werte für Kinder

Wenn große royale Feste anstehen, dann ist Liechtensteins Erbprinzenpaar - wie hier 2013 beim Thronwechsel in den Niederlanden - mit von der Partie.

Gefragt nach Werten, die sie ihren Kindern mit auf den Weg geben wolle, antwortete Sophie von Liechtenstein, ihr sei der Glaube sehr wichtig, den sie ihnen vorleben und auf natürlich Weise zu vermitteln versucht habe. Daraus würden sich außerdem Werte wie Anstand, Ehrlichkeit ergeben sowie der Sozialgedanke. Die größte Herausforderung in der Erziehung sei aber die "Vermittlung einer gewissen Bescheidenheit", denn die "Fähigkeit, auf etwas warten zu können", sei so wichtig.

Obwohl die Liechtensteiner Erbprinzessin waschechte Bayerin ist, wurde zu hause nie Bayerisch gesprochen, weil ihre Mutter eine gebürtige Schwedin war, erzählt Sophie. Jetzt würde sie von ihren Kindern hören "Bitte Mami, rede nicht im liechtensteinischer Dialekt. Das klingt furchtbar." Genau das Gleiche hätten sie damals zu ihrer Mutter gesagt.

Ein bisschen Bayern in Liechtenstein gibt es dennoch, denn die erbprinzliche Familie esse gerne Weißwürste oder Schweinsbraten und trinke gerne Bier oder einen guten Wein.

Karitative Arbeit

Victoria, Eugenie, Catherine + Co.

Royals und ihre tierischen Begleiter

Einen Tag vorher lief es noch für Prinzessin Märtha Louise und ihr Pferd Carsall. Sie erreichten den dritten Platz in einer Springprüfung.
Royale Reiter der jüngeren Generation: Prinzessin Ingrid Alexandra und ihr Bruder Sverre auf dem Rücken der beliebten Vierbeiner.
Zum 80. Geburtstag von Prinzessin Beatrix veröffentlicht der Hof eine Reihe neuer Porträts. Und ein vierbeiniger Freund der Jubilarin durfte dabei mit aufs Bild. Augen für die Kamera hat er dabei aber nicht, schließlich wird er von einer Ex-Königin gekrault.
Beim Sommerfototermin in Wassenaar posiert die niederländische Königsfamilie nicht nur zu fünft, auch die beiden Hunde sind mit dabei.

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Anfang 2006 gründete die Erbprinzessin die "Sophie von Liechtenstein"-Stiftung mit dem Ziel, ungewollt Schwangeren eine positive Lebensperspektive zu bieten. Seit Mai 2015 ist sie Präsidentin des Liechtensteinischen Roten Kreuzes. Ihr Ziel in dieser Arbeit: "Ich würde mich sehr freuen, wenn es uns gelingen würde, das Rote Kreuz ein wenig zu 'verjüngen' und bekannter zu machen."

Der Besuch im Rote-Kreuz-Kinderheim in Schaan gehört für die Erbprinzessin dazu. Schmunzeln erzählt sie, dass ihr dort zum Beispiel die Frage gestellt wurde, ob sie als Erbprinzessin eine Krone tragen würde. Ihre royalen "Kolleginnen" dürften diese Frage ebenfalls kennen und oft beantworten müssen …

Die Titel-Frage

Royaler Terminkalender 2016

Die königlichen Auftritte

14, Dezember 2016: Anlässlich des 100. Jubiläums besucht Herzogin Catherine die "Cub Scouts", eine Vereinigung für kleine Pfadfinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren. Geduldig lässt sie sich zeigen, wie man aus einem Halstuch eine Schiene für einen gebrochenen Arm fertigt.
14. Dezember 2016: Herzogin Catherine ist begeistert: High Five mit dem kleinen Pfadfinder, der ihren Arm so gut verbunden hat!
9. Dezember 2016: Königin Maxima begrüßt bei der Verfilmung des BZT Weihnachtsgala einen ganz besonderen Gast. Es ist Santa Claus, der ihr ein breites Lächeln ins Gesicht zaubert.
28. November 2016: Der Hut von Königin Mathilde ist etwas hinderlich, als König Willem-Alexander sie zum Staatsbesuch begrüßen will.

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England

Familie Windsor

6. Juli 2020  Anlässlich eines BBC-Live-Interviews, in dem Herzogin Camilla unter anderem über ihr soziales Engagement spricht, teilt der Palast einen privaten Schnappschuss beim Spaziergang mit Hündin Beth. Herzogin Camilla hat ihre Hunde von "Battersea", der ältesten Tierschutzorganisation in London adoptiert. Über ihre Liebe zu den Fellnasen sagt sie: "Das Schöne an Hunden ist, dass man sie hinsetzen kann – man kann ein langes Gespräch führen, man kann verärgert sein, man kann traurig sein – und sie schauen dich nur an und wedeln mit dem Schwanz!"
"Fröhlichen Vatertag!" schreibt Prinz William zu diesem Foto mit Papa Prinz Charles. Aufgenommen wurde das Foto von Herzogin Catherine
Queen Elizabeth und Prinz Philip posieren vor Schloss Windsor. Das Foto wurde anlässlich des 99. Geburtstages von Philip vom Palast herausgegeben.
23. April 2020  "Herzlichen Glückwunsch an Prinz Louis, der heute zwei Jahre alt wurde. Der junge Prinz genießt eine Umarmung von seinem Großvater, dem Prinzen von Wales", heißt es in der Bildunterschrift zu dem niedlichen Foto, das vom Instagram-Account des "Clarence House" geteilt wurde. Aufgenommen wurde das liebevolle Bild von Herzogin Catherine. 

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Als gebürtige Herzogin in Bayern steht die heutige Erbprinzessin von Liechtenstein im Adelsrang eigentlich über ihrem Mann. Die Titelfrage habe aber bei ihrem Kennenlernen keine Rolle gespielt, erzählt die gebürtige Münchnerin. Und noch etwas ergibt sich aus dem Familienstammbaum: Als Nachfahrin des Herrscherhauses der Stuarts sehen die Jakobiten Sophie als Thronprätendentin in England.

Thronspruch

Tatsächlich sei ihr das aber bis zu ihrer Abiturreise nach London nicht einmal bewusst gewesen, berichtet sie. Erst da habe man ihr erklärt, sie sei eine Stuart und sie habe bei ihrer Rückkehr dann ihre Eltern danach gefragt, die sich köstlich amüsiert und sie aufgeklärt hätten. "Ich kann also versichern, ich werde den Anspruch auf den britischen Thron nicht erheben." Queen Elizabeth dürfte das beruhigen.

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