Prinz Charles' Großcousine: So lebt Xenia zu Hohenlohe Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Xenia zu Hohenlohe berät Hotels in Sachen Nachhaltigkeit. Inspiration liefern ihr auch Prinz Charles und Greta Thunberg.

Prince Charles, Xenia zu Hohenlohe

Kein Wunder, dass sie sich so gut mit Großcousin Charles versteht (ihre Oma war die Schwester seines Vaters Prinz Philip). „Wir beide haben schon immer die Passion für die Umwelt geteilt“, sagt Xenia Prinzessin zu Hohenlohe-Langenburg, 47. Nach mehr als 20 Jahren in der Tourismusbranche gründete sie die Considerate Group, die Hotels weltweit hilft, „grüner“ zu werden. In GALA erzählt sie, wer und was sie antreibt.

GALA: Was bedeutet es, ein Hotel nachhaltig zu machen?  
Xenia zu Hohenlohe: 
Wichtig ist, das Bewusstsein aller Mitarbeiter dafür zu schärfen, den Klima-Abdruck des Hotels zu minimieren. Und zwar auf allen Ebenen. Das fängt beim Essen an, geht damit weiter, wie ich mit den Ressourcen Wasser, Strom, Licht und Gas umgehe bis hin zur Frage, wie ich meinem Gast begegne. Ich verstehe das ganzheitlich: Der Respekt, den man dem Gast gegenüber zeigt, den bringt man auch der Umwelt entgegen.

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Sie sagen, Nachhaltigkeit kostet nicht nur, sondern sorgt auch für Profit. Wie das? 
Viele Hotels wissen gar nicht, was sie verbrauchen, etwa bei Strom, Wasser und Müll. Man kann an sehr vielen Ecken ansetzen und sparen. Und diese Einsparungen kann man an anderen Stellen investieren, etwa in umweltfreundliche Verpackungen, die teurer sind. Im Endeffekt muss sich Nachhaltigkeit auszahlen. 

Sie beraten auch Luxushotels in der Karibik. Stichwort „Flugscham“: Kann man da noch guten Gewissens hin?
Wir in der westlichen Welt produzieren viel zu viel CO2. Der Tourismus trägt dazu bei, ist aber mit etwa acht Prozent der globalen CO2-Emission nicht der größte Schuldige. Den Hotels versuche ich zu sagen: Wir müssen mehr über unsere Projekte berichten, die CO2-positiv sind. Auf Mustique zum Beispiel betreiben wir eine Art Baumschule für Korallen. Denn so ein Riff ist CO2-absorbierend. Der Gast kann also sagen: Mein Aufenthalt hier ist so klimaneutral wie möglich.

Nachhaltigkeit

So leben Sie plastikfrei im Badezimmer

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Der Klimaschutz scheint in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein. Merken Sie das bei Ihrer Arbeit? 
Ja. Wir haben unsere Firma 2012 gegründet, und in den vergangenen zwölf Monaten hat sich das Blatt merklich gewendet. Das ist schön zu sehen. 

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Liegt das vielleicht auch an Greta Thunberg und „Fridays For Future“? 
Bestimmt! Ich habe sie auf einer Umweltkonferenz in Wien getroffen, wo ich eine Session moderiert habe. Greta beeindruckt. Sie hat etwas Besonderes. Normalerweise denke ich ja, dass ich schon nachhaltig lebe. Aber selbst mich hat sie noch mal ins Nachdenken gebracht: Ich kann noch mehr machen. Und ich soll auch noch mehr machen! 

Sie arbeiten eng mit Prinz Charles zusammen. Als er anfing, auf Highgrove Bio-Landwirtschaft zu betreiben, nahmen viele ihn nicht ernst. Heute gilt er als Visionär. 
Über die Jahre war ich immer wieder auf Highgrove und hatte das Glück, von Prinz Charles persönlich durch die Gärten geführt zu werden. Ich war gerade erst im Juni da. Zu sehen, wie seine Arbeit über 20, 25 Jahre Früchte trägt, das ist Wahnsinn. Da geht einem wirklich das Herz auf. 

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