Scheich Rashid von Dubai: Tod mit 33 Jahren

Dubai trauert um einen der Söhne des Herrschers Scheich Mohammed und verhängt eine dreitägige Staatstrauer. Prinz Rashid starb überraschend an einem Herzinfarkt

Sheikh Rashid bin Mohammed, Prinz von Dubai

Sheikh Rashid bin Mohammed bin Rashid Al Maktum, ein Sohn des aktuellen Herrschers im Wüstenstaat Dubai, ist tot - das teilten die staatlichen Nachrichten des Landes am Samstag, 19. September mit. Der Prinz, der erst 33 Jahre alt war, soll nach Agenturberichten an einem Herzinfarkt gestorben sein. Über die Umstände seines überraschenden Todes wurden vom Hof keine weiteren Angaben gemacht. Das führt in den sozialen Medien natürlich zu Diskussionen. In englischen Medien gab es in der Vergangenheit von vor Arbeitsgerichten klagenden Ex-Angestellten der Herrscherfamilie aufgebrachte Gerüchte, dass die Prinzen, insbesondere der älteste, Probleme mit Drogenkonsum hätten. Viele Söhne der Al-Maktum-Familie verbrachten Teile ihrer Schulzeiten oder Ausbildungsjahre in Großbritannien.

Scheich Rashid war der älteste Sohn des Emirs von Dubai und seiner ersten Frau, der Sheikha Hind bint Maktum bin Juma Al Maktum. Er war jedoch nicht der Kronprinz - diese Rolle hat seit 2008 sein jüngerer Bruder, Sheikh Hamdan bin Mohammed bin Rashid Al Maktum, inne. Scheich Rashid war zwar ein engagierter Sportler und Besitzer von Turnierpferden - er selbst trat jedoch deutlich weniger in der Öffentlichkeit in Erscheinung als seine Brüder Hamdan und auch Mansour, der der zweite offizielle Erbe ist. Auch das sorgt nun für Spekulationen.

Scheich Hamdan gedachte seines Bruders auf seinem Twitteraccount (@HamdanMohammed) mit den Worten: " Heute habe ich einen besten Freund und Kindheitsgefährten verloren, meinen lieben Bruder Rashid. Du wirst mir fehlen ..."



Das "Dubai Media Office" twitterte am Samstag, dass der Hof eine dreitägige Staatstrauer für Dubai verhängt habe - die später auf die gesamten Vereinigten Arabischen Emirate ausgedehnt wurde - und listet den ganzen Tag über die in Massen eintreffenden Beileidsbekundungen der anderen arabischen Herrscher und Staatslenker auf - vom Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate über Jordanien, Ägypten, Bahrain, Oman, Qatar, Kuwait, Pakistan, Tunesien, Saudi-Arabien, aber auch von Premierminister David Cameron aus Großbritannien. Inzwischen haben viele Staaten auch Vertreter entsandt, die persönlich beim Herrscher von Dubai kondolierten - am Sonntag und Montag standen nach Angaben von "The Gulf News" im Zabeel-Palast die Türen offen, weil Scheich Mohammed und Scheicha Hind Kondolenzgäste empfingen.

Schon am Samstag wurden für den Verstorbenen nach Angaben von "Dubai Media Office" Gedenkgebete in der Zabeel-Moschee gehalten. Anschließend wurde der Prinz in der "Umm Hurair"-Gruft in Bur Dubai beigesetzt.

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