Royals: Guck mal, wer da springt

1966 bekam der Fotograf David Lees ein Karateduell der besonderen Art vor die Kamera: Mit König Konstantin von Griechenland und König Juan Carlos von Spanien übten sich zwei Royals im Kampf

Einen Karate-Kampf der besonderen Art bekam der Fotograf David Lees 1966 vor die Kamera: Genau in dem Moment, als der eine der beiden Kämpfer in einem spektakulären Sprung, den "Karate Tiger"-Star Jean-Claude Van Damme wohl kaum besser hinbekommen hätte, abhebt, hatte Lees den Finger am Auslöser und hielt den Moment im Bild fest. Vor der Kamera lieferten sich aber keine Hollywood-Schauspieler ein Duell, obwohl ein Film mit den beiden wahrlich den Titel "Karate König" verdient gehabt hätte.

Bei den beiden handelt es sich nämlich um niemand geringeren als König Konstantin von Griechenland, damals 26, und seinen zwei Jahre älterer Schwager Juan Carlos de Borbón y Borbón-Dos Sicilias, der neun Jahre nach dem Foto als Juan Carlos I. Spaniens König wurde.

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Zugegeben, die Outfits erschweren die Identifizierung der Karatekämpfer, so dass es schon einen zweiten und dritten Blick auf die Gesichter braucht, um zu erkennen, wer da abhebt. Denn auch in 1960er Jahren kannte man die beiden nicht in sportlich-kurzen Hosen, mit offenen Hemden, wild umherspringend und in Kampfposen. Wären sie dagegen in hochgeschlossenen Uniformen bei einer Parade abgelichtet worden, in formellem Anzügen bei einem Empfang, hätte man die Karateka sofort erkannt.

Andere Fotos zeigen, dass die beiden sich offenbar nicht nur ein Karateduell vor David Lees Kamera lieferten, König Konstantin übte sich zum Beispiel auch in der Kunst des Ziegelstein-Zertrümmerns. Ob der griechische Monarch dank seiner spektakulären Luftakrobatik am Ende die Oberhand behielt, seinen königlichen Kontrahenten - der immerhin der Ehemann seiner Schwester Sofia ist - eventuell sogar zu Fall brachte oder ob es Schäden am Palastinventar gab, ist nicht überliefert.

Die Zeit der großen Sprünge und treffsicheren Handkantenschläge liegt inzwischen fast 50 Jahre zurück und die beiden Karate-Könige zählen nun zur älteren Generation der europäischen Royals, die es - nicht nur in Sachen Sport - ruhiger angehen lässt. König Konstantin, 73, ist vermutlich froh, wenn er mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben kann. Ein dezenter Gehstock ist häufig sein Begleiter, wenn der Exil-Monarch über einen roten Teppich oder zu einer Gala bei der royalen Verwandtschaft schreitet. Seinen damaligen Kontrahent plagten in den letzten Jahren seine lädierte Hüfte und die Bandscheiben. Beides zwang König Juan Carlos, 75, zeitweise an Krücken zu gehen und sich einige Mal unters Messer zu legen. Mit einer neuen Hüfte, die ihm Ende November eingesetzt wurde, soll es nun wieder bergauf gehen.

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