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Royals aus Luxemburg Großherzogin Maria Teresa "verletzt" über Kritik

Großherzogin Maria Teresa
© Getty Images
Für Großherzogin Maria Teresa ist das Jahr 2020 bisher eine Zeit der Höhen und Tiefen. Wie es ihr dabei ergeht, verrät sie in einem Interview. 

Es ist ein Wechselbad der Gefühle für Großherzogin Maria Teresa, 64: Einerseits freut sie sich über ihren neugeborenen Enkel Prinz Charles, zum anderen machen ihr die Corona-Pandemie und Negativ-Schlagzeilen um die Finanz- und Personalpolitik am Hof zu schaffen. 

Großherzogin Maria Teresa spricht über Baby Charles

"Es ist natürlich eine immense Freude für unsere Familie, die wir mit den Luxemburgern teilen, deren Ausdruck der Zuneigung uns bei dieser Gelegenheit sehr berührt hat", sagt die Großherzogin über die Geburt ihres fünften Enkels. Der Sohn von Erbgrossherzog Guillaume, 38, und Erbgrossherzogin Stéphanie, 36, war am 10. Mai in Luxemburg zur Welt gekommen. Inzwischen hat er seine Großeltern väterlicherseits, Maria Teresa und Ehemann Großherzog Henri, 65, kennengelernt. Nicht selbstverständlich, in Zeiten von Corona.

Leben mit dem Coronavirus 

Maria Teresa und Henri haben sich seit März auf Schloss Colmar-Berg zurückgezogen. Nur wenige Mitarbeiter blieben bei ihnen, zum Schutz aller Beteiligten ging der Großteil nach Hause. "Wir haben unsere Mahlzeiten alleine zubereitet und die Zeit genutzt, um in gewisser Weise 'Telearbeit' zu leisten", erzählt Maria Teresa. Während Henri mit  Krankenhausmitarbeitern, Feuerwehrleuten, Militärangehörigen, Polizisten et cetera sprach, hielt die Großherzogin Kontakt mit sozialen und kulturellen Vereinen.

"Angriffe gegen mich haben uns überrascht und verletzt"

In Luxemburg sah sich Großherzogin Maria Teresa besonders zu Beginn des Jahres harter Kritik ausgesetzt. Ihr Charakter sei stürmisch und autoritär, schrieb "Le Quotidien" zum Beispiel. Das Personal sei erschöpft. Als die öffentlichen Attacken Überhand nahmen, nahm Henri seine Ehefrau mit einem Statement in Schutz

Unter anderem wegen einer Kündigungswelle am Hof hatte der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel, 47, bereits 2019 eine Untersuchung der Finanz- und Personalpolitik am Hof angeordnet. Der sogenannte "Waringo-Bericht" wurde Ende Januar 2020 veröffentlicht und enthielt Vorschläge zur Modernisierung der Monarchie. Henri stimmte ihnen zu. Alles in allem keine leichte Zeit für die Royals.

"Ich habe die außergewöhnliche Art der Geste meines Mannes sehr geschätzt", sagt Maria Teresa heute über den Zuspruch ihres Mannes. "Wir sind ein äußerst geeintes und bescheidenes Paar. Wenn einer von uns ins Visier genommen wird, leidet der andere fast mehr. Bestimmte Angriffe gegen mich haben uns überrascht und verletzt. Meine Besonderheit als kubanisches Exil bedeutet, dass ich bei meiner Hochzeit nicht nur einen Mann geheiratet habe, sondern auch Luxemburg, mit dem ich seit fast vierzig Jahren eine Liebesgeschichte lebe. Ich möchte nicht, dass es beschädigt wird."

Verwendete Quelle:dana press, parismatch.com

jre Gala


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