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Royales Engagement Für Wasser, Umwelt und Energie

Ministerpräsident Torsten Albig begleitet das Königspaar im Kuhstall
Ministerpräsident Torsten Albig begleitet das Königspaar im Kuhstall
© Karen Diehn
Beim Deutschlandbesuch von König Willem-Alexander und Königin Máxima geht es vor allem um ein Fachgebiet: Umweltschutz und neue Energien. Nicht nur die Niederländer, auch einige ihrer royalen Kollegen haben sich diesem Thema mit Herzblut verschrieben

Als König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande im März durch Norddeutschland reisen, sind Abendkleid und Diadem im Gepäck weniger angebracht als Jacke und vielleicht sogar Gummistiefel.

Denn ihre Tour, die offiziell als Reise zur Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Niederlanden, Schleswig-Holstein und Hamburg läuft, führt sie in Termine rund um meist grüne Zukunftstechnologien: ein Seminar zur Offshore-Windenergie, ein maritimes Treffen mit dem Thema "Flüssiges Erdgas in der Schifffahrt", ein Workshop über neue Formen öffentlichen Verkehrs und ein Gutsbesuch zum Thema ökologischer Landbau und Tierschutz.

Prinz Charles ist ein Ökoatktivist und scheut die Schaufel in der Hand nicht.
Prinz Charles ist ein Ökoatktivist und scheut die Schaufel in der Hand nicht.
© Reuters

Termin im Kuhstall

Der Termin im "Thünen Institut", wo unter anderem das Thema "Rinderhaltung im Ökologischen Landbau" erforscht wird, fiel allerdings recht knapp aus. Das Königspaar wurde aber durch einen der institutseigenen Ställe geführt, wo jede Menge schwarzbunter Kühe auf die ungewöhnlichen Besucher warteten. Gummistiefel waren nicht notwendig, die Mitarbeiter hatten den gesamten Hof auf Hochglanz gebracht.

Dass im Besuchsprogramm nicht noch ein Punkt zum Thema Wasser oder Wasserwirtschaft untergebracht wurde, verwundert fast. Dies ist Willem-Alexanders besonderes Steckenpferd und in Schleswig-Holstein, dem Land zwischen den Meeren, hätte es hierzu sicherlich spannende Gesprächspartner gegeben. Von 2006 bis zu seiner Thronbesteigung im Jahr 2013 war der niederländische Monarch Vorsitzender des UN-Rates für Wasser und sanitäre Anlagen. Bei seinem Abschied aus dem Amt hatte er betont, das Thema Wassermanagement weiter leidenschaftlich zu verfolgen und ins Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Royale Lieblingsthemen

Suchen Royals sich ein gesellschaftliches Engagement - und das gehört quasi zum Job -, so zeigt sich bei den Damen eine Neigung, sich mit den Themen Gesund- und Krankheit, Kinder und Armut zu beschäftigen. Die Herren landen eher bei den Thematiken Wirtschaft, Verkehr, Umwelt und Sport. Neben Willem-Alexander, der zum Thema Wasserwirtschaft durch die ganze Welt reiste, aber auch beispielsweise an Hochschulen Vorträge über sauberes Trinkwasser oder mangelnde sanitäre Anlagen hielt, ist es vor allem der britische Prinz Charles, dessen Grünfaible weltweit bekannt ist.

Charles betreibt nicht nur selbst eine florierende Biolandwirtschaft auf und um sein Landgut Highgrove. Er hat ein Label für ökologisch angebaute Lebensmittel ("Duchy Originals") ebenso ins Leben gerufen wie eines für Öko-Wolle. Wenn er auf Umweltmission reist und mit den Menschen über Klimaschutzthemen ins Gespräch kommt, dann fährt der königliche Zug mit Biobenzin. Und in der Königsdisziplin des Baumpflanzens - das zugegebenermaßen nicht immer einen ökologischen Hintergrund hat, sondern oft auch einfach nur gut auf Fotos aussieht - kann dem altgedienten Royal aus dem "Clarence House" niemand etwas vormachen.

Nicht nur Prinz Charles hat einen grünen Daumen: Vor dem Herrenhaus in Trenthorst nahmen Königin Máxima und König Willem-Alexander die Spaten in die Hand und pflanzten zwei Apfelbäume.
Nicht nur Prinz Charles hat einen grünen Daumen: Vor dem Herrenhaus in Trenthorst nahmen Königin Máxima und König Willem-Alexander die Spaten in die Hand und pflanzten zwei Apfelbäume.
© Karen Diehn

Nach Willem-Alexander und Máxima kommen schon im Mai ihre royalen Kollegen aus Dänemark, Prinz Frederik und Prinzessin Mary, in den Norden Deutschlands. Auch auf ihrem Besuchsprogramm stehen, wie sollte es anders sein, die Themen Umwelt und Energie ganz weit oben. Diese wollen die beiden, in Begleitung einer Delegation aus Dänemark, in Hamburg und München "abarbeiten".

Aus der jüngeren Generation scheint es mit dem naturverbundenen Prinzen Carl Philip von Schweden schon einen Nachrücker auf dem Gebiet zu geben. Er besucht Windparks, studiert Landwirtschaft, trifft Jäger, besucht Konferenzen zum Thema Nachhaltigkeit und ist durch sein großes Hobby, das Segeln, auch ein Kandidat für alle Thematiken rund ums Wasser.

cfu Gala


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