Queen Elizabeth: Ist sie zu alt, um die Royals zu führen?

Queen Elizabeth denkt angeblich über ihren Ruhestand nach. Doch ist sie zu alt für ihren Job? Laut Royal-Expertin Katie Nicholl ist davon nichts zu spüren.

Queen Elizabeth bei einem Auftritt in London am 26. November 2019.

Queen Elizabeth, 93, erwägt angeblich, 2021 in den Ruhestand zu gehen. Die Monarchin könnte sich vorstellen, sich um ihren 95. Geburtstag herum zurückzuziehen, berichtet der britische "Express" unter Berufung auf Insider. Prinz Charles, 71, würde dann die Amtsgeschäfte als Prinzregent übernehmen. "Ihre Majestät ist sich ihres Alters bewusst und möchte sicherstellen, dass der Übergang der Krone zu gegebener Zeit nahtlos verläuft", wird ein ehemaliges hochrangiges Mitglied des königlichen Hofstaats zitiert. Noch hat die Queen laut Katie Nicholl, Autorin von "Harry - Ein Leben zwischen Liebe und Verlust" (HarperCollins), aber alles unter Kontrolle.

Queen Elizabeth und die Last mit der lieben Familie

Dabei gab es in diesem Jahr viel Trubel im Königshaus. Queen-Enkel Prinz Harry, 35, und seine Frau Herzogin Meghan, 38, kämpfen öffentlich gegen die Boulevardpresse und erzählten in einem TV-Interview, wie viel Druck sie ausgesetzt seien. Und dann kam es mit dem Skandal um Prinz Andrew, 59, und dessen engen Beziehungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, †66, noch viel schlimmer. Andrew, der als Lieblingssohn der Queen gilt, war von seinen royalen Pflichten zurückgetreten, nachdem er in einem BBC-Interview versucht hatte, sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen. Sein Auftritt geriet zum PR-Desaster.

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"Ich denke, die Königin hat sich in all dem als fähig und entschlossen erwiesen und eine sehr effektive Führung gezeigt", erklärt Royal-Expertin Nicholl im Interview mit spot on news. Das Mantra der Queen sei immer gewesen "never complain, never explain" ("nie beschweren, nie erklären"), aber hinter den Palastmauern habe sie gehandelt und ihre Verpflichtungen über ihre eigenen Gefühle gestellt, um die Integrität der Familie zu bewahren.

Bei der Entscheidung, Andrew von seinen Aufgaben zu entbinden, sollen britischen Medienberichten zufolge aber auch Prinz Charles und dessen Sohn Prinz William, 37, eine wichtige Rolle gespielt haben. Andrews Rücktritt von seinen royalen Pflichten sei beispiellos, dies sei "ein Meilenstein für die königliche Familie", erklärt Nicholl: "Es bedeutet mehr Arbeit für die anderen hochrangigen Familienmitglieder, da einige der Wohltätigkeitsorganisationen des Herzogs unter ihnen aufgeteilt werden."

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©Gala

Wie schlimm ist die Krise der Royals?

Dass Prinz Andrew jemals wieder in der Öffentlichkeit stehen wird, hält die Autorin "für sehr unwahrscheinlich". Sie erklärt: "Andrew wird nächstes Jahr 60 und das sieht nach einer vorzeitigen Pensionierung aus. Angesichts der laufenden Ermittlungen und des großen Interesses der Presse an dieser Geschichte sehe ich keine Möglichkeit, wie er wieder arbeiten kann, da der Epstein-Skandal alles überschatten würde", so die Expertin.

Die Krise, in die die Royals durch den Skandal um Prinz Andrew geraten sind, hält sie für schlimm, "weil sie einen gravierenden Mangel an Urteilsvermögen eines hochrangigen Familienmitglieds zeigt". Andrew sei auf die negativste Weise aus dem Interview herausgegangen, "und das hatte sehr schwerwiegende Auswirkungen auf die königliche Familie". Es habe Charles' sehr wichtige Neuseeland-Reise überschattet und die Royals kurz vor der Wahl getroffen, eine Zeit, in der sie sich öffentlich zurückhalten sollten.

Es sei sehr beunruhigend für die Queen, so Nicholl weiter, der Skandal habe "die Büchse der Pandora geöffnet und alle möglichen Fragen über die Zukunft der Monarchie und darüber, ob wir sie tatsächlich brauchen, aufgeworfen".

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