VG-Wort Pixel

Royals äußern sich zum Ukraine-Konflikt Prinzessin Victoria und Co. senden ein Zeichen für den Frieden

Prinzessin Victoria und Königin Silvia
© Dana Press
Am Morgen des 24. Februar 2022 wurde die Ukraine von Russland angegriffen. Immer mehr Mitglieder der Königshäuser und Fürstenfamilien drücken ihr Mitgefühl aus, darunter auch die schwedische Königsfamilie.

Es sind entsetzliche Bilder, die die Welt seit dem 24. Februar 2022 erreichen. Russlands Präsident Wladimir Putin, 69, hat in einer TV-Ansprache eine Militäraktion angekündigt, seitdem wird die Ukraine angegriffen. Menschen flüchten, verstecken sich in Luftschutzbunkern oder versuchen, ihr Land zu verteidigen.

Im Netz melden sich seitdem verschiedene Mitglieder der europäischen Königsfamilien zu der unfassbaren Situation zu Wort.

Prinzessin Victoria und Co.: Sie entzünden Lichter für den Frieden

Es sind andächtige Momente der Stille, die sich am 10. März in der königliche Kapelle im Stockholmer Schloss abspielen. Nacheinander zünden Prinzessin Victoria, 44, Ehemann Prinz Daniel, 48, Königin Silvia, 78, und König Carl Gustaf, 75, Kerzen für den Frieden an. Damit gedenkt die schwedische Königsfamilie der vielen Opfer, die der Krieg gegen die Ukraine mittlerweile zur Folge hat.

V.l.n.r.: Prinz Daniel, Prinzessin Victoria, Königin Silvia und König Carl Gustaf beim Friedensgebet in der Schlosskirche in Stockholm am 10. März 2022.
V.l.n.r.: Prinz Daniel, Prinzessin Victoria, Königin Silvia und König Carl Gustaf b
© Dana Press

Erst vor wenigen Tagen äußerte sich Carl Gustaf zum ersten Mal zu den schrecklichen Ereignissen. In seiner emotionalen Rede verurteilte er den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine und bezeichnet dessen Folgen als "humanitäre Katastrophe".

Prinzessin Mary: "Die Situation in der Ukraine ist unendlich traurig"

Eigentlich sollte beim diesjährigen "Gender Diversity Roundtable" von UN Women und der Boston Consulting Group in Kopenhagen am Weltfrauentag, 8. März 2022, unter anderem über Frauen in Führungspositionen gesprochen werden. Doch angesichts der aktuellen Geschehnisse, wurde das Treffen der Gleichstellungsinitiative, dem auch Kronprinzessin Mary, 50, beiwohnte, überschattet. So kam auch die dänische Royal nicht umhin, im Anschluss auch über die humanitäre Katastrophe zu sprechen, die derzeit der Welt den Atem stocken lässt. 

"Es ist eine dunkle Zeit", so die 50-Jährige den Tränen nahe gegenüber einem Reporter der dänischen Zeitung "Billed Bladet". "Die Situation in der Ukraine ist unendlich traurig und tragisch." Es ist das erste Mal, dass Mary sich zu der Situation äußert. "Wir verfolgen die Entwicklungen mit großer Sorge", erklärte sie weiter. Ihre gesamte Familie beschäftigt das Thema. "Unsere Gedanken sind beim ukrainischen Volk und den Kindern und Erwachsenen, die um die Zukunft fürchten." Es sei sehr wichtig, mit den Kindern "über die Geschehnisse zu sprechen und ihre vielen Fragen zu beantworten", rief sie zudem auf und betonte, wie einige Tage zuvor ihre Schwägerin Prinzessin Marie, 46, wie wichtig es sei, dabei die Hoffnung für die Zukunft und das ukrainische Volk zu unterstreichen.

König Carl Gustaf: "Familien werden getrennt. Unschuldige sterben"

Nach etlichen Royals hat sich nun auch König Carl Gustaf zu den schrecklichen Ereignissen in der Ukraine geäußert, die seit fast zwei Wochen die Welt in Atem halten.

Das royale Oberhaupt Schwedens nutzte die offizielle Übergabe neuer Banner an das Husaren-Regiment K3 in Karlsborg am 7. März für eine kurze emotionale Rede: "Europa befindet sich in einer außerordentlich schweren Lage, sie ist schwerer als in den Jahren zuvor. Die russischen Truppen sind in die Ukraine einmarschiert. Dies verstößt gegen das Völkerrecht und setzt grundlegende Freiheiten und Rechte außer Kraft. Die humanitäre Katastrophe ist eine Tatsache: Menschen verlassen ihr Zuhause und ihr Land. Familien werden getrennt. Unschuldige sterben. Schweden hat unter anderem mit den übrigen EU-Ländern das russische Handeln mit maximaler Deutlichkeit verurteilt. Unsere Gedanken sind beim ukrainischen Volk!"

Hofsprecherin Margareta Thorgren betonte gegenüber der schwedischen Illustrierten "Svensk Damtidning", dass sich der König ständig durch Meetings mit der Regierung, der Ministerpräsidentin, dem Militär und den Behörden über die Lage informiert halte.

Prinz Frederik: "Meine Familie und ich sind tief bewegt"

Der dänische Thronfolger Prinz Frederik, 53, und seine Kinder Prinzessin Josephine und Prinz Vincent, beide 11, wirken nachdenklich, während sie noch vor Schulbeginn am 4. März 2022 vor der ukrainischen Botschaft in Kopenhagen niederknien und das Blumenmeer betrachten. Prinzessin Josephine hat ebenfalls einen Strauß mitgebracht und legt ihn nieder. Die Aufnahmen hat das dänische Königshaus kurze Zeit später auf dem offiziellen Instagram-Account veröffentlicht.

Dazu teilt der Sohn von Königin Margrethe, 81, ein bewegendes Statement, das er mit den Worten "Es ist unglaublich traurig, was wir derzeit in Europa erleben, und es ist herzzerreißend, die Situation in der Ukraine zu verfolgen" beginnt. Frederik führt fort: "Meine Familie und ich sind tief bewegt von den Bildern und Geschichten, die wir täglich erleben. [...] Zum Glück können wir unseren Kindern auch von der Einigkeit erzählen, die das übrige Europa und die internationale Gemeinschaft dem ukrainischen Volk entgegenbringen und von der großartigen Hilfsarbeit, die geleistet wird. Es ist wichtig, dass wir die Hoffnung aufrechterhalten und das Gute, das inmitten all des Schreckens auch geschieht, weitergeben."

Pierre Casiraghi und Beatrice Borromeo können nicht neutral bleiben

Nachdem Fürst Albert, 63, bereits einen "sofortigen Waffenstillstand" in der Ukraine gefordert hat, melden sich nun auch Pierre Casiraghi, 34, und Beatrice Borromeo, 36, zu Wort. Auf Instagram teilt die italienische Journalistin ein scharfes Statement und verurteilt den russischen Einmarsch in die Ukraine mit deutlichen Worten: "Viele Nachrichten erreichen uns mit der Bitte, in Bezug auf den Krieg in der Ukraine unparteiisch zu bleiben, aber wie können wir es vermeiden, angesichts einer unbegreiflichen Aggression, die Hunderte von unschuldigen Menschen das Leben kostet, Partei zu ergreifen? Putin wird von der Geschichte gerichtet werden, und diejenigen, die mit ihm schweigen."

Prinz Haakon: "Es ist wichtig, unsere Menschlichkeit zu bewahren"

Der norwegische Thronfolger Prinz Haakon, 48, zeigt sich entsetzt angesichts des Angriffs russischer Soldaten auf das ukrainische Volk. "Es ist Krieg in Europa", brachte der Sohn von König Harald, 85, und Königin Sonja, 84, am 2. März 2022 bei einem Briefing durch Vertreter von drei Hilfsorganisationen die ernste Lage nüchtern auf den Punkt. Dabei unterstützte er die Positionierung Norwegens in klaren Worten und betonte nachdrücklich seine Solidarität mit den Ukrainern. Gleichzeitig richtete er einen eindringlichen Appell an seine Landsleute. "Es ist unglaublich dramatisch. Menschen werden getötet und Menschen fliehen. Aber es gibt auch viele, die kämpfen und Widerstand leisten", so Haakon während einer anschließenden Pressekonferenz.

In diesem Zusammenhang forderte der Thronfolger seine Landsleute auf, auch angesichts der "unglaublich ernsten, chaotischen und schwierigen Situation" stets menschlich zu bleiben: "Es ist wichtig, dass wir aufeinander Acht geben und unsere Menschlichkeit bewahren. Dass wir Menschen so sehen können, wie sie sind: Menschen. Sowohl die Ukrainer als auch die Russen sollten sich in Norwegen sicher fühlen".

Großfürst Georgi Romanow und Victoria Romanowna "beten für die sofortige Verwirklichung des Friedens"

Großfürst Georgi Romanow, 40, und Viktoria Romanowna, 39, die am 1. Oktober 2021 die erste russische Adelshochzeit seit mehr als 100 Jahren feierten, haben sich öffentlich mit der Ukraine solidarisiert. Auf Instagram teilen sie ein Statement von Georgis Mutter Maria, Großherzogin von Russland, in dem es unter anderem heißt:

"Die Ereignisse, die sich in unserer Heimat abspielen, sind sehr beunruhigend und zutiefst traurig. [...] Es ist schrecklich und schmerzlich zu sehen, wie in den letzten acht Jahren Brüder und Schwestern, deren Väter, Großväter und Urgroßväter zusammen ihre gemeinsame Heimat verteidigt haben, gegeneinander ausgespielt werden und ihr Blut vergießen; wie friedliche Bürger sterben und leiden; wie Eltern untröstliche Tränen über die Särge ihrer Kinder vergießen. Nun gipfelt der Lauf der Dinge in einer noch größeren Katastrophe. [...] Ich, mein Sohn und Erbe, der Großfürst Georg von Russland, und seine Gemahlin, Prinzessin Viktoria Romanowna, beten für die sofortige Verwirklichung des Friedens."

Als symbolisches Friedenszeichen lassen der Großfürst und seine Frau in der Öffentlichkeit weiße Tauben steigen. Bilder und Videoaufnahmen von dieser Aktion teilt Viktoria Romanowna vor wenigen Tagen auf ihrem offiziellen Instagram-Account.

Prinzessin Mette-Marit und Prinz Haakon nehmen an Friedensgottesdienst teil

Auch Prinzessin Mette-Marit und Prinz Haakon, beide 48, beziehen öffentlich Stellung zu den aktuellen Ereignissen und haben sich mit der Ukraine solidarisiert. Ihr Zeichen: Sie besuchten am Abend des 1. März den "Friedensgottesdienst für die Ukraine in der Dreifaltigkeitskirche in Oslo", wie der Palast auf Instagram mit einem Foto bekannt gibt. Weiter heißt es: "Kirchliche Gemeinschaften und Organisationen auf der ganzen Welt kommen zusammen, um für die Ukraine nach der russischen Invasion des Landes zu beten."

Prinz Charles: "Angriff auf die Demokratie"

Prinz Charles, 73, hielt begleitet von seiner Frau, Herzogin Camilla, 74, am 1. März eine Rede in Southend-on-Sea in der Grafschaft Essex – ein eigentlich freudiges Ereignis, denn mit einem sogenannten "Letters Patent" im Gepäck gewährte er im Auftrag von Queen Elizabeth, 95, der ehemaligen Kleinstadt den Stadtstatus. Doch der zukünftige König von England nutzte seine Rede auch, um sich zum Krieg Russlands gegen die Ukraine zu positionieren.

Nach Angaben von "Daily Mail" verurteilt Charles Putins selbst ernannte Militäraktion als "Angriff auf die Demokratie" und erklärt sich solidarisch mit denjenigen, die sich gegen die "brutale Aggression" in der Ukraine wehren. Zudem prangert er das "entsetzliche Leid und die Verwüstung" an, die durch Wladimir Putins "Weg der Gewalt" verursacht würden.

Herzogin Catherine + Prinz William: "Heute stehen wir an der Seite des Präsidenten"

Herzogin Catherine, 40, und Prinz William, 39, melden sich am 26. Februar 2022 via Twitter zu Wort: "Im Oktober 2020 hatten wir das Privileg, Präsident Zelenskyy und die First Lady zu treffen und von ihrer Hoffnung und ihrem Optimismus für die Zukunft der Ukraine zu erfahren. Heute stehen wir an der Seite des Präsidenten und des gesamten ukrainischen Volkes, das mutig für diese Zukunft kämpft." 

Prinz Harry und Herzogin Meghan "stehen an der Seite des ukrainischen Volkes"

Prinz Harry, 37, und Herzogin Meghan, 40, haben ein Statement zum russischen Angriff auf die Ukraine veröffentlicht. Auf der Website ihrer Wohltätigkeitsorganisation Archewell verkündet das Paar: "Prinz Harry und Meghan, der Herzog und die Herzogin von Sussex, und wir alle bei Archewell stehen an der Seite des ukrainischen Volkes gegen diese Verletzung des Völkerrechts und des humanitären Rechts und fordern die Weltgemeinschaft und ihre führenden Politiker auf, dasselbe zu tun."

Prinzessin Madeleine denkt an die Kinder in der Ukraine

Prinzessin Madeleine, 39, engagiert sich seit Jahren für den Schutz von Kindern. Das Schicksal der vielen ukrainischen Familien berührt die in Florida Lebende sehr. "Seit mehr als 18 Jahren ist Childhood in der Ukraine aktiv und wir haben enge und starke Partnerschaften mit Basisorganisationen aufgebaut, die sich um die am meisten gefährdeten Kinder kümmern. Bei meinen Besuchen in der Ukraine hatte ich Gelegenheit, einige dieser Organisationen zu treffen. Meine Gedanken sind bei ihnen und den Kindern in diesen schwierigen Zeiten", lässt die 39-Jährige ihre Anhänger:innen auf Instagram wissen. Dazu teilt Madeleine eine bewegende Aufnahme von einer Mutter und ihrem Kind, die vermutlich bei einem ihrer Besuche in der Ukraine entstanden ist.

König Willem-Alexander und Königin Máxima denken an die betroffenen Familien

Auch die niederländische Königsfamilie drückt via Instagram ihr Mitgefühl aus. "Unsere Herzen sind bei den Menschen in der Ukraine und allen, die von der Gewalt betroffen sind. Unsere Gedanken sind bei den Menschen dort und bei der ukrainischen Gemeinschaft in den Niederlanden, die um die Situation ihrer Familien und Freunde besorgt sein wird", schreiben König Willem-Alexander, 54, und Königin Máxima, 50.

Prinzessin Märtha Louise teilt rührendes Gedicht

Prinzessin Märtha Louise, 50, aus Norwegen teilt auf ihrem Instagram-Account die ukrainische Flagge sowie ein Gedicht der US-amerikanischen Schriftstellerin, Lyrikerin und Aktivistin Amanda Gorman, 23.

"There is no such thing as gentle war.
There is no peace
That can’t be flung aside.
Our only enemy is that which would
Make us enemies to each other."

König Carl Gustaf lässt sich von der Ministerpräsidentin informieren

Der schwedische König Carl Gustaf ließ vermelden, dass er sich mit Ministerpräsidentin Magdalena Andersson, 55, getroffen habe, um sich über die "Maßnahmen der Regierung als Reaktion auf den Einmarsch der Russischen Föderation in der Ukraine" zu informieren.

Weiter erklärt der Palast: "Nach der schwedischen Verfassung hat der Ministerpräsident die Aufgabe, das Staatsoberhaupt über die Angelegenheiten des Königreichs zu informieren. Dies geschieht bei individuellen Audienzen und bei Informationskonferenzen, an denen der König, die Kronprinzessin, der Premierminister und die Staatsräte teilnehmen."

Königin Margrethe wirkt betroffen

Königin Margrethe sprach am 24. Februar im Zuge eines Symposiums mit Vertretern der Illu "Billed-Bladet" auch über den Ukraine-Konflikt: "Es ist sonderbar und traurig, zu sehen, dass wir in unserem Teil der Welt wieder einen Krieg erleben", sagte die Monarchin. Dabei soll sie deutlich betroffen gewirkt haben. "Wir verfolgen dies alle zusammen, und denken viel darüber nach", fügte sie hinzu.

König Felipe und Königin Letizia sagen Reise ab

In Spanien nahm König Felipe, 54, nur wenige Stunden nach Putins Einmarsch in die Ukraine an der Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates teil, die im Zarzuela-Palast stattfand. Nach Bekanntwerden der Ereignisse in der Ukraine wurde eine außerordentliche Sitzung unter dem Vorsitz des Königs abgehalten, teilte die spanische Regierung mit. Geplant war ursprünglich, dass Felipe zusammen mit seiner Ehefrau Königin Letizia, 49, die Eröffnung der Kunstmesse ARCO in Madrid besuchen sollte – die Königin erschien ohne ihren Mann.

Außerdem sagte das Paar seine Reise auf die kanarische Insel La Palma ab. Am 24. Februar wollten Felipe und Letiza eigentlich bei der feierlichen Ehrung für die Vorbildlichkeit der Inselbewohner teilnehmen.

Sie wollen auch spenden? Das Team vom RTL Spendenmarathon hat in den letzten 24 Stunden mit unglaublichem Engagement Möglichkeiten zum Spendensammeln für Kinder in der Ukraine koordiniert. Hier gibt es weitere Informationen. 

Verwendete Quellen: dailymail.co.uk, archewell.com, instagram.com, teda.dk, twitter.com

aen / jse / ama / spg SpotOnNews Gala


Mehr zum Thema


Gala entdecken