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Marius Borg Høiby Seine Freundin spricht über ihre psychische Erkrankung

Marius Borg Høiby und seine Freundin Juliane Snekkestad
Marius Borg Høiby und seine Freundin Juliane Snekkestad
© Dana Press
Juliane Snekkestad, die Freundin von Prinzessin Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby, gibt zum ersten Mal einen Einblick in ihr Leben mit einer bipolaren Störung. "Ich kann ganz normal sein, dann bin ich plötzlich im Keller", erklärt das Model.

"Ich bin öfter unten als oben", beschreibt die Freundin von Prinzessin Mette-Marits, 48, ältesten Sohn Marius Borg Høiby, 24, ihren psychischen Zustand. Es ist das erste Mal, dass Juliane Snekkestad, 26, im Interview mit "A-Magasinet" über ihre bipolare Störung spricht. Sie will mit den Vorstellungen aufräumen, dass sie ein perfektes Leben führe.

Prinzessin Mette-Marits Schwiegertochter in spe: "Bipolare Störung ist eine schreckliche Krankheit"

Bei Familienevents der norwegischen Königsfamilie gehört das Model fest dazu. Das Kronprinzenpaar Mette-Marit und Prinz Haakon, 48, bezeichnet sie gegenüber "A-Magasinet" als "beste Schwiegereltern der Welt". Verheiratet sind Marius und sie zwar noch nicht, ein gemeinsames Haus in Tönsberg bei Oslo haben sie aber bereits bezogen.

Mette-Marit

Nun spricht Mette-Marits Schwiegertochter in spe über ihr Leben, das viele für perfekt halten. Gutes Aussehen und begehrte Model- und Schauspieljobs wie an der Seite von Angelina Jolie, 46, in "Maleficent" sind nur drei der Gründe dafür. Doch auch sie hat mit Herausforderungen und Sorgen zu kämpfen – wie jeder Mensch.

"Ich bin bipolar. Bei mir wurde die Diagnose gestellt, als ich jung war", erklärt Juliane Snekkestad. Sie lebe demnach seit "vielen Jahren" mit der Krankheit, habe sich früh Hilfe geholt und "gehe jetzt in die Gesprächstherapie und nehme Medikamente". Dabei gewährt sie auch einen intimen Einblick in ihrer Erkrankung: "Ich kann ganz normal sein, dann bin ich plötzlich im Keller. Es muss keinen Grund [...] geben, die Depression [...] kommen auf mich zu. [...] Viele sind härter getroffen als ich, aber es ist schwer genug." "Bipolare Störung ist eine schreckliche Krankheit", gibt sie abschließend zu verstehen.

Marius' Freundin über ihr Leben mit Erkrankung: "Es ist schwer zu planen"

Snekkestad erklärt, dass etwa Stress die Symptome ihrer Krankheit auslösen könne. Die bipolare Störung wirke sich auch problematisch auf den Modeljob der 26-Jährigen aus: "Es ist schwer zu planen, ich weiß irgendwie nie so recht, wie es mir geht. Allerdings habe ich einige Techniken erlernt, wenn es schwierig wird. Es helfe ihr, dass ihr Agent Bescheid wisse, der sei verständnisvoll, sagt Juliane. Mit dem offenen Umgang mit ihrer Krankheit wolle sie nun anderen Betroffenen helfen.

Bereits 2020 meinte Snekkestad im Interview mit der norwegischen Zeitung "Dagbladet", dass sie im Laufe der Jahre oft mit Angstzuständen zu kämpfen hatte. "Eigentlich war ich in der Grundschule wahrscheinlich ziemlich beliebt, aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich dazugehöre. Vor allem nicht bei den Mädchen", erzählte Juliane. Es sei oft vorgekommen, dass sie dann völlig aufgelöst von der Schultoilette ihre Mutter anrief und sie anflehte, sie abzuholen.

Marius Borg Høiby und Juliane Snekkestad sind seit 2018 offiziell ein Paar. Marius trägt keinen Prinzentitel wie seine beiden Halbgeschwister Ingrid Alexandra, 17, und Sverre Magnus, 16. Der Grund: Er stammt aus Mette-Marits vorheriger Beziehung mit Morten Borg.

Laut Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie lässt sich eine Bipolare Störung wie folgt definieren: "Bipolare Störungen sind schwere, chronisch verlaufende psychische Erkrankungen, die durch manische und depressive Stimmungsschwankungen charakterisiert sind. Die Manie stellt sich als übersteigertes Hochgefühl dar und die Betroffenen sind gleichzeitig meist überaktiv, euphorisch oder gereizt. Auf diese Phase folgen mehr oder weniger ausgeprägte Depressionen, mit gedrückter Stimmung, Antriebslosigkeit und Traurigkeit. Die Stimmungsschwankungen treten episodisch und unabhängig von der augenblicklichen Lebenssituation auf."

Hilfen bei Depressionen

Erkennen Sie bei sich Anzeichen einer Depression? Beim überregionalen Krisentelefon unter 0800 1110111 wird schnell und anonym geholfen! Weiterführende Informationen gibt es außerdem bei der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Verwendete Quellen: aftenposten.no, dagbladet.no, Dana Press, neurologen-und-psychiater-im-netz.org

jse Gala


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