Prinzessin Mako von Japan : Für die Liebe verlässt sie ihre Eltern und den Kaiserpalast

Prinzessin Mako will heiraten - und ist dafür bereit, ihr Leben am japanischen Hofe aufzugeben 

Prinzessin Mako von Japan

Hochzeit im japanischen Kaiserhaus! Nach lokalen Medienberichten wird sich Prinzessin Mako, 25, bald mit ihrem Studienfreund Kei Komuro, 25, verloben. Eine wunderschöne Nachricht, die jedoch weitreichende Konsequenzen für die "japanischen Royals" und die Braut selbst haben wird.

Mako gibt ihren Status als Prinzessin auf

Die Prinzessin ist die älteste Tochter von Prinz Akishino, 51, dem zweiten Sohn von Kaiser Akihito, 83, und Prinzessin Kiko, 50.  Anders als an europäischen Höfen, deren starre Traditionen in den letzten zwei Jahrzehnten immer nachgiebiger geworden sind, herrschen in Japan noch strenge Regeln: Frauen, die außerhalb des Kaiserhauses heiraten, werden ausgeschlossen. Dieses Schicksal wird auch Prinzessin Mako ereilen. Doch für ihre Liebe ist sie offenbar bereit, ihren Titel und ihr privilegiertes ihr Leben am Hof aufzugeben. 

Die Liebesgeschichte von Prinzessin Mako und Kei Komuro

Kennen und lieben gelernt haben sich die Kaiser-Enkelin und ihr Freund vor fünf Jahren während einer Party in einem Restaurant. Damals waren beide Studenten derselben Universität in Tokio. Der Auserwählte von Prinzessin Mako ist ein Mann mit vielen Talenten: Er soll das Meer lieben, Ski fahren, Violine spielen und kochen. Neben des Studiums soll er für den Tourismus in Japan geworben haben. Prinz Akishino und Prinzessin Kiko, die Eltern von Mako, seien mit einer Verlobung einverstanden, heißt es.

Thronfolge mit Hindernissen

Bisher ist Frauen nach japanischem Recht der Thron verwehrt. Doch das könnte sich ändern: Weil es zu wenig männliche Nachkommen gibt, wird über eine Gesetzesänderungen nachgedacht. Die möglichen Optionen: Frauen werden als Kaiserinnen in Zukunft erlaubt sein oder nach ihrer Hochzeit zumindest Teil der kaiserlichen Familie bleiben können. Noch hat der Kaiser Akihito das Zepter in der Hand. Der 83-Jährige soll das Parlament allerdings ersuchen, ihm 2018 seinen Rücktritt zu erlauben. Bisher ist eine freiwillige Abdankung nicht möglich; erst muss das Thronfolgegesetz geändert werden. Sollte dies passieren, wird der Erstgeborene Kaiser Akihitos, Kronprinz Naruhito, den sogenannten "Chrysanthemen-Thron" besteigen. In der Thronfolge stehen Makos Vater Prinz Akishino und ihr kleiner Bruder Hisahito, 10, an Platz 2 und 3. Das Mako einmal selbst Kaiserin geworden wäre - sehr unwahrscheinlich. Doch vielleicht kann sie immerhin eines Tages, mit Hilfe einer Gesetzesänderung, zu ihrer Familie in den Kaiserpalast zurückkehren.

Prinzessin Mako (l.) mit ihrem Vater Prinz Akishino, ihrer Mutter Prinzessin Kiko sowie ihrer Schwester Prinzessin Kako (r.) und ihrem kleinen Bruder Hisahito (Mitte) im Jahr 2011

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