Prinzessin Mako: Sie hat ihr Undercover-Studium beendet

Eine Sonderbehandlung wollte Prinzessin Mako während ihres Englandstudiums sowieso nie. Auf der Abschlussfeier rief man sie mit einem falschen Namen nach vorne - auch das schien sie nicht zu stören

Prinzessin Mako von Akishino, 24, hat im September 2014 ihr Studium der Museumswissenschaften nach England verlegt. Für ein Jahr hat sich die japanische Prinzessin an der Universität von Leicester immatrikuliert, um dort ihr Masterstudium zu beenden. Am vergangenen Donnerstag (21. Januar) hat sie stolz ihr Abschlusszeugnis entgegengenommen und damit auch ihre Zeit jenseits der höfischen Protokolle und royalen Pflichten beendet. Dass sie in England eine unbekannte Person ist und während ihres Aufenthalts keine Sonderbehandlung bekam, wurde während der Feier erneut deutlich, denn zur Zeugnisübergabe hat man ihren Namen falsch betitelt.

In Japan wird sie gefeiert, in England ist sie unbekannt

In Japan ist Prinzessin Mako ungefähr genauso populär wie Herzogin Catherine in England. Die japanische Kaiserfamilie ist zwar nicht gerade volksnah, dennoch wird sie von der Bevölkerung verehrt. Als älteste Enkelin des Kaisers musste Mako von Geburt an ein Leben nach dem kaiserlichen Protokoll führen. In ihr Studium hatte sie aber bereits einzelne Auslandsaufenthalte in Dublin und Edinburgh integriert. Daher war die japanischen Bevölkerung nicht überrascht, als bekannt wurde, dass die Prinzessin ihre Heimat für ein ganzes Jahr verlassen würde.

Keine Sonderbehandlung in England

Bei einem Pressetermin zeigt sich Prinzessin Mako (mit ihrer Professorin) als eifrige Studentin in Leicester.

In England weiß man so ziemlich alles über das britische Königshaus, doch über die Royals anderer Nationen scheint man nicht sonderlich informiert zu sein. Prinzessin Mako konnte während ihres Auslandaufenhalts ein ruhiges Leben führen, ohne großartig aufzufallen. Zwar wurde sie ab und zu von jemandem erkannt, das hat aber nie ein großes Aufsehen ausgelöst. Der Prinzessin scheint diese Rolle sehr gut gefallen zu haben, denn dadurch bekam sie die Chance, eine Zeit land ein "normales Studentenleben" zu führen. Sie lebte in einem Studentenwohnheim und konnte sogar ein Prakitkum machen - in ihrer Heimat wäre das unmöglich gewesen. Erst nach Beendigung ihres Studiums Ende vergangenen Jahres wurde eine Pressekonferenz - vor allem für die japanische Presse - einberufen, in der Mako sich zu ihrer Studienzeit äußerte. Anschließend flog sie in ihre Heimat zurück.

Die Abschlussfeier in Leicester: Ein letztes Mal "nur" Studentin sein

Am Donnerstag kam Mako dann ein letztes Mal als Auslandsstudentin zurück nach England. Auch auf der Abschlussfeier wurde schnell klar, dass sie hier nur eine unter vielen Studentinnen ist. Wie alle anderen trug auch Mako zur Feier des Tages einen dunklen Talar, als sie ihr Zeugnis entgegennahm. Jedoch ist der Universität ein kleines Missgeschick unterlaufen, als sie ihren Namen aufriefen. Als "Akishino-miya Mako" wurde sie nach vorne gebeten. Der korrekte Titel wäre allerdings "Mako Akishino-no-miya" gewesen. Auch das schien der Prinzessin nichts auszumachen. Stolz marschierte sie nach vorne und schüttelte dem Dekan die Hand. Für sie war es wohl so oder so der perfekte Abschluss ihrer Studienzeit.

Japan

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