Prinzessin Mako: Als Prinzessin undercover

Ein Jahr lang genoss Prinzessin Mako ihr anonymes Studentenleben in Leicester - nun ist Schluss damit. Aus der Studentin wird wieder die Kaiserenkelin

Bei einem Pressetermin zeigt sich Prinzessin Mako (mit ihrer Professorin) als eifrige Studentin in Leicester.

In Japan gehört Prinzessin Mako als Mitglied des Kaiserhauses zu den bekanntesten Persönlichkeiten und lebt ein Leben unter Dauerbeobachtung. Um so mehr wünschte sich die Kaiserenkelin vielleicht, einige Zeit nicht im royalen Rampenlicht zu stehen, um einfach nur ein anonymes Leben wie Gleichaltrige zu führen.

Mako ist das älteste von drei Kindern von Kaisersohn Prinz Akishino und seiner Frau Prinzessin Kiko. Ihre Schwester Kako ist drei Jahre jünger. Da die japanische Thronfolge aber nur männliche Nachkommen berücksichtigt, haben die beiden keinen Anspruch auf den Thron. Ihr 2006 geborener Bruder Hisahito steht, nach seinem Onkel Prinz Naruhito und seinem Vater, aber auf Platz drei.

Am Welttag des Buches

Prinzessin Sofia feiert ein Debüt

Prinzessin Sofia und Prinzessin Leonor
Prinzessin Leonor und Prinzessin Sofia wenden sich mit einer Videobotschaft an die Nation und besonders an die Kinder.
©Gala

In ihrer Heimat hat die Prinzessin dennoch einen Bekanntheitsgrad wie Herzogin Catherine oder Prinz Harry. Und alleine deswegen war ein Ausbruch aus dem goldenen Käfig wohl reizvoll. So entschied sich die 23-Jährige, einen Teil ihres Studiums im Ausland zu verbringen.

Mako taucht unter

Dass Mako nach England gehen würde, war von der japanischen Presse durchaus berichtet worden. Bei "Japantoday.com" war bereits im vergangenen September zu lesen, die Prinzessin sei abgereist, um ihren Master in Museumswissenschaft zu machen. Zuvor hatte sie bereits - deswegen dürfte die Meldung in der Heimat nicht für Verwunderung gesorgt haben - Teile ihres Studiums in Dublin und Edinburgh absolviert.

Japan

Konichiwa beim Kaiser

16. Juni 2020  Kaum zu unterscheiden sind Prinzessin Mako und Prinzessin Kako in grauer Kleidung mit Hut und Schutzmaske. Die beiden Töchter des Kronprinzen Fumihito und seiner Frau Kiko gedenken auf dem Kaiserlichen Friedhof Musashi bei Tokio der vor 20 Jahren verstorbenen Kaiserin Kojun.
9. Juni 1993  Vor 27 Jahren gaben sich der damalige Kronprinz Naruhito und seine Verlobte Masako im Kaiserlichen Palast von Tokio das Ja-Wort. Zusammen mit dem damaligen Kaiserpaar Akihito und Michiko entstand dieses offizielle Hochzeitsporträt.
Kaiser Naruhito feiert 60. Geburtstag
2. Januar 2020  Einen feierlichen Anblick bietet die japanische Kaiserfamilie, als sie zum Neujahresempfang durch den Kaiserpalast in Tokio schreitet. Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako gehen der Zeremonie voran, gefolgt vom Prinzenpaar Akishino und ihren Töchtern. 

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Nach diesen ersten Meldungen tauchte Prinz Akishinos Tochter, zumindest was die Berichterstattung über ihren Aufenthaltsort und ihr Studium betraf, aber weitgehend unter und lebte an der Universität von Leicester (England) ein Jahr nahezu unentdeckt ein normales Studentenleben zwischen Vorlesungssaal und Studentenwohnheim.

Royales Studium bleibt unerkannt

Typisches Bild: Prinzessin Mako und ihre Schwester Kako (rechts) zeigen sich gemeinsam mit ihrer Mutter Kiko auf dem Balkon des kaiserlichen Palastes. Bei solchen Auftritten jubeln Tausende der Familie des Tenno zu.

Es sprach sich offenbar unter den Kommilitonen nicht herum, dass es sich bei der Studentin Mako aus Japan um die älteste Enkelin von Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko handelte. Allerdings hätten, das berichtet unter anderem "Leicestermercury.co.uk", Landsleute die Prinzessin sehr wohl erkannt, sie aber in Ruhe gelassen. Mako habe so auch regelmäßig das "New Walk"-Museum besuchen können und an einer Art Praktikum im Coventry-Museum teilgenommen. Beides wäre wohl in Japan undenkbar gewesen.

Pressetermin in Leicester

Dass die als bescheiden und sehr nett beschriebene junge Frau keineswegs "nur" eine normale Studentin war, dürfte inzwischen aber allen bewusst sein. Weil Mako ihr Studium beendet hat, berief der Kaiserhof in der vergangenen Woche nämlich einen Pressetermin an der Universität ein, wie die ortsansässige Zeitung berichtet. Hierbei habe es für die überwiegend japanischen Journalisten die erste Gelegenheit gegeben, die kaiserliche Enkeltochter als Studentin und mit ihren Professoren im universitären Umfeld zu erleben. Sie selbst habe bei dieser Gelegenheit ihre Zeit in Leicester als "tolle Erfahrung" beschrieben. Damit ist es nun allerdings vorbei: Die Prinzessin wird in ihre Heimat zurückkehren und dort wohl wieder ein eher royales Leben aufnehmen.
Im Januar wird Prinzessin Mako noch einmal in Leicester erwartet, dann werden nämlich die Abschlusszeugnisse verteilt. Und dann dürfte sie nicht mehr undercover als Prinzessin auftreten können.

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