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Prinzessin Máxima Schwiegermama sieht rot


Ein Buch enthüllt: Königin Beatrix ließ Máxima ausspionieren. Bis heute sanktioniert die scheidende Monarchin das Elternhaus ihrer Schwiegertochter

"Sie heißt Máxima, ist Argentinierin und lebt in New York. Vertraue mir und frag nicht weiter!“ Mit diesen Worten warb Kronprinz Willem-Alexander 1999 bei seiner Mutter um Zuspruch für seine neue Liebe. Vertrauen ist gut, Vorsorge ist besser, dachte sich aber die niederländische Königin und beauftragte den Geheimdienst, die Vergangenheit der jungen Argentinierin zu durchleuchten. So erzählen es jetzt Gonzalo Álvarez Guerrero und Soledad Ferrari in ihrer neuen Biografie „Máxima. Königin der Niederlande“.

Willem-Alexander galt in den Neunzigerjahren als bierseliger Playboy mit ständig wechselnden Gespielinnen: ein Unterwäschemodel, eine Stewardess, die Mitarbeiterin einer Telefonsex-Hotline ...
Immerhin: Beatrix erkannte schnell, dass die Sache mit Máxima von anderer Qualität war. Zwar hatte auch die als Studentin in Buenos Aires gern Partys gefeiert. Doch sie war viel zu konservativ erzogen und viel zu ehrgeizig, um richtig über die Stränge zu schlagen.

Und Beatrix musste einsehen, dass es Willem-Alexander nie zuvor so ernst war: Er machte seiner Mutter klar, dass er Máxima, damals Investmentbankerin bei der Deutschen Bank, auch dann heiraten würde, wenn er damit seinen Thronanspruch aufgeben müsste. Denn einen Makel brachten die Nachforschungen in der Tat zu Tage: Máximas Vater Jorge Zorreguieta war Staatssekretär während der argentinischen Militärdiktatur. Kompromiss: Máximas Eltern durften 2002 nicht zur Hochzeit kommen.

Auch zum Thronwechsel in zwei Wochen sind sie nicht geladen. Dass sie an diesem Tag eine würdige Nachfolgerin bekommt, hat Königin Beatrix wohl erkannt. Ihre Macht jedoch spielt sie aus bis zur letzten Sekunde.


Thronwechsel in den Niederlanden


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