Prinzessin Leonor: So süß ist Spaniens neue Kronprinzessin

Spanien hat nach dem Thronwechsel nicht nur einen neuen König, sondern ab jetzt auch eine Kronprinzessin: Prinzessin Leonor. Das könnte das Leben der Achtjährigen ziemlich verändern

Prinzessin Leonor ist Spaniens neue Kronprinzessin.

Mit dem Thronwechsel hat Spanien eine neue Kronprinzessin: Leonor, die achtjährige Tochter von König Felipe und Königin Letizia, ist nicht nur Europas neueste Thronfolgerin, sie ist auch die jüngste. Sie übernimmt, das ist Tradition, als neue Nummer Eins der Thronfolge von ihrem Vater den Titel "Prinzessin von Asturien" - und auch sonst könnte sich einiges in ihrem Leben verändern.

Bislang lebte Leonor, genau wie ihre ein Jahr jüngere Schwester Sofía, weitgehend abgeschirmt von der Öffentlichkeit. Die Spanier bekamen die kleinen Infantinnen meist gemeinsam bei ausgewählten Gelegenheiten zu sehen. Nur beim österlichen Kirchgang mit den Großeltern, beim Urlaub auf Mallorca oder am ersten Schultag konnten Fotografen Bilder von den beiden schießen. Paparazzi-Schnappschüsse beispielsweise von Besuchen bei Freundinnen oder Ausflügen mit den Eltern waren die Ausnahme. Leonor wirkte bei ihren wenigen, offiziellen Auftritten für ihr Alter immer sehr diszipliniert; manchmal aber etwas ernster als ihre Schwester Sofía, sieben, die oft mehr lächelt und den Fotografen und Schaulustigen winkt.

Königin Letizia nicht amüsiert

Hier muss sie auf Felipes gute Manieren verzichten

Königin Letizia von Spanien
Nicht gerade die feine spanische Art: Beim Besuch der 38. Segelregatta Copa Del Rey Mapfre vor Mallorca lässt König Felipe von Spanien seine Ehefrau Letizia kurzerhand links liegen, als sie mit ihren High-Heels eine Yacht besteigen will.
©Gala

Auftritte wie dieser waren bisher selten: Gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Großvater sind die Prinzessinnen Sofía (links) und Leonor im Juli 2012 beim Empfang der spanischen Fußballnationalmannschaft dabei.

Abgesehen von solchen Auftritten verlief Leonors Alltag bisher relativ normal und unbeobachtet, wenn auch stets von Bodyguards begleitet. Wie "Hola.com" berichtet, tanzt Spaniens neue Kronprinzessin Ballett, spielt Tennis, fährt Ski und schwimmt. Sie spreche schon gut Englisch, dafür sorge ihre Großmutter Königin Sofía. Außerdem soll Chinesisch, auf Wunsch ihrer Eltern, auf dem Stundenplan der Prinzessin stehen. In einigen Jahren muss Leonor außerdem Galizisch, Katalanisch und Baskisch beherrschen, die Ko-Amtssprachen Spaniens.

Leonor besucht die dritte Klasse der Schule "Santa María de los Rosales", auf die schon ihr Vater ging. Spanischen Medienberichten zufolge sollen hier bereits die Sicherheitsmaßnahmen verschärft worden sein, um die Prinzessinnen künftig besser zu schützen. Die Schule liegt am Stadtrand von Madrid und nur wenige Minuten vom Gelände des Zarzuela-Palastes entfernt, wo König Felipe mit seiner Familie seit 2002 eine eigene, separate Residenz bewohnt. Bisher ist nicht klar, ob und wann die Familie des neuen Königs in den eigentlichen Palast, in dem aktuell noch König Juan Carlos und Königin Sofía wohnen, umziehen wird. Ein Umzug auf dem Palastgelände wäre allerdings wohl nur eine kleine Veränderung im Leben der neuen Kronprinzessin.

Spaniens Königspaar

Felipe und Letizia mit ihren Töchtern

31. Oktober 2019  Prinzessin Leonor von Spanien feiert heute ihren 14. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich!
König Felipe, Königin Letizia und Prinzessin Sofia können auf Kronprinzessin Leonor stolz sein! Im Rahmen der Prinzessin-von-Asturien-Preise hält die junge Thronfolgerin am Abend des 18. Oktober eine beeindruckende Rede vor großem Publikum. Damit tritt die 13-Jährige in die Fußstapfen ihres Vaters, der im gleichen Alter im Jahr 1981 zum ersten Mal offiziell vor das Mikro trat. Die Prinzessin-von-Asturien-Preise werden jährlich in Oviedo, der nordspanischen Hauptstadt des Fürstentums Asturien, überreicht. Sie gelten als "spanische Version der Nobelpreise" und sind mit 50.000 Euro dotiert. 
18. Oktober 2019  Im Rahmen der Vergabe der Prinzessin-von-Asturien-Preise findet im Hotel Reconquista in Oviedo eine Audienz der spanischen Königsfamilie statt. Königin Letizia ist an der Seite ihrer Tochter Leonor, die an diesem Abend ihr Debüt geben wird.
Die spanische Kronprinzessin begrüßt die ehemalige US-amerikanische Skirennläuferin Lindsey Vonn, die an diesem Tag ihren 35. Geburtstag feiert.

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Aber König Felipe und Königin Letizia werden, besonders am Anfang, viel unterwegs sein. Bereits jetzt wird vermutet, dass sie relativ bald nach Felipes Proklamation in die spanischen Nachbarländer und in den Vatikan zum Papst reisen werden. Dass sie bei Rundreisen im eigenen Land oder zu Staatsbesuchen ins Ausland ihre Töchter mitnehmen werden, ist höchst unwahrscheinlich. Von daher werden die beiden Mädchen künftig wohl öfter auf ihre Eltern verzichten müssen. Wie die Onlineausgabe der spanischen Zeitschrift "El Mundo" berichtet, konnten sich Felipe und Letizia als Kronprinzenpaar die Zeit nehmen, gemeinsam mit den Töchtern zu frühstücken, sie zur Schule zu fahren, zu Freunden oder Kinderfesten zu begleiten. Die Zeit für solche Aktivitäten wird künftig sicherlich knapper werden. Aber vielleicht springt dann gelegentlich auch die Großmutter ein: Königin Sofía soll ein sehr enges Verhältnis zu ihren Enkelinnen haben.

Wenn König Felipe das in den letzten Jahren stetig schlechter gewordene Image der Monarchie verbessern will, kann ihm dabei sein als skandalfrei und vorbildlich geltendes Familienleben helfen. Um damit zu punkten, müsste er wohl aber seine Töchter öfter zu offiziellen Terminen mitnehmen als bisher, damit die Spanier ihre künftige Königin und deren Schwester aufwachsen sehen können. Damit bekäme Prinzessin Leonor auch die Chance, in ihre Rolle stetig hineinzuwachsen.

Wie sich das Leben als Neu-Kronprinzessin gestalten kann, sieht man in Belgien und den Niederlanden: Prinzessin Elisabeth, die 13-jährige Tochter von König Philippe und Königin Mathilde, wurde bereits bevor ihr Vater 2013 den belgischen Thron bestieg, gelegentlich zu altersgerechten Terminen mitgenommen. Dabei traute sie sich mit neun Jahren sogar schon eine kleine Rede zu, als sie ein Kinderkrankenhaus eröffnete. Elisabeth und ihre Geschwister werden zwar, ähnlich wie Prinzessin Leonor, in ihrer Schule und dem übrigen Privatleben relativ gut abgeschirmt - sie begleiten ihre Eltern allerdings häufiger als die spanischen Prinzessinnen. Die Belgier erleben daher die gesamte königliche Familie immer wieder im fast privaten Rahmen - und das nicht nur einmal im Jahr zum Schulanfang. Königin Mathilde hatte beispielsweise ihre Kinder mit dabei, um ihrem Mann bei einem Rennen zuzujubeln.

Elisabeth, Catharina-Amalia, Ingrid Alexandra + Co.

Generation Königin

Königin Silvia genießt mit ihrer ersten Tochter im August 1977 den Sommer auf Schloss Solliden.
Schon ganz früh zeigt die kleine Prinzessin ihr Herz für Tiere und weicht dem Familienhund nicht von der Seite.
Am 14. Juli 1977 bringt Königin Silvia von Schweden ein Mädchen zur Welt, das auf den Namen Victoria Ingrid Alice Désirée getauft wird. Schwedens küftige Königin ist sie noch nicht. Dazu wird sie erst durch eine Änderung der Erbfolgeregelung 1980. Ihr jüngerer Bruder Carl Philip und Schwester Madeleine kommen auf Platz zwei und drei.
Prinzessin Victoria feiert 1995 ihren 18. Geburtstag. Zu diesem Anlass kommt die royale Verwandtschaft zum Gratulieren, darunter Harald von Norwegen und Ehefrau Sonja und Königin Ingrid von Dänemark, die Mutter von Königin Margarethe.  Victoria macht ein Jahr später ihr Abitur und beginnt ihr Studium, das sie zunächst in Frankreich und schließlich in die USA führt. Zu ihrer Ausbildung gehören außerdem Praktika bei der Regierung, im Parlament und bei den Vereinten Nationen.

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Ähnlich sieht es in den Niederlanden aus: Amalia, die zehnjährige Prinzessin von Oranien, begleitet ihre Eltern und ihre Großmutter immer wieder zu öffentlichen Auftritten. Allerdings ist Amalia selten alleine bei einem Termin dabei, meist bildet sie mit ihren jüngeren Schwestern Alexia und Ariane ein fröhliches Trio. Das übrige Leben der niederländischen Thronfolgerin findet aber - genauso wie bei Prinzessin Leonor - ohne ständige Präsenz in der Öffentlichkeit und neugierige Blicke statt.

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