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Prinzessin Leonor Halbes Jahr im Internat: So geht es der Thronfolgerin mit ihrem neuen Leben

Prinzessin Leonor
Prinzessin Leonor
© Dana Press
In drei Wochen wird Prinzessin Leonor endlich einmal wieder nach Spanien kommen. Bereits seit einem halben Jahr besucht sie das UWC Atlantic College in Wales. Ihr Leben im Internat hielt bisher viele Abenteuer bereit, doch auf die kleine Atempause bei der Familie wird sie sich vermutlich freuen.

Nach Monaten gespickt mit Klausuren und Referaten kann sich Prinzessin Leonor, 16, nun endlich einmal ein wenig zurücklehnen und die Seele baumeln lassen. Und wo sollte man das besser können als im Schoße der Familie? Die Tochter von König Felipe, 54, und Königin Letizia, 49, hat am 13. März 2022 die Ergebnisse ihrer Prüfungen erhalten, wie die spanische Zeitschrift "Hola!" erfahren hat. Zensuren, mit denen Mama und Papa mehr als zufrieden sein dürften: Ihre Älteste soll nach wie vor hervorragende Noten haben. Kein Grund also, sich Sorgen zu machen. Jetzt heißt es erstmal, die gemeinsame Zeit über Ostern in vollen Zügen genießen.  

Prinzessin Leonor "hat vor nichts Angst"

Es wird Leonor sicher gut tun, ein paar Tage im Kreise ihrer Liebsten zu verbringen. Trotzdem scheint sich der Teenager inzwischen gut im Internat eingelebt zu haben. "Sie ist sehr selbstständig, war fasziniert von dem Erziehungsmodell und freute sich von Anfang an über ihr neues Leben, denn sie hat vor nichts Angst", versichern Stimmen aus dem Umfeld des Zarzuela-Palasts.

Für Leonor, wie für viele ihrer Mitschüler:innen, wird das Leben im Internat ein herausforderndes, aber auch aufregendes Abenteuer auf dem Weg zum Erwachsenwerden sein. Zwar hat die Coronapandemie auch die College-Student:innen in Wales lange eingeschränkt, doch die Lockerungen der Maßnahmen seit dem 6. März 2022 versprechen eine neue Freiheit. 

Lockerungsmaßnahmen bringen Freiheit

Die Tore des St. Donat's Castle sind wieder offen, und die Studentenblase, in der die Schüler gelebt haben, gibt es nicht mehr. Kurz: Die 16-Jährige hat bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das "normale" College-Leben bekommen, so wie es vor der Coronapandemie war. Das gilt auch für ihre Schulkameradin Prinzessin Alexia, 14, die zeitgleich mit Leonor im Herbst 2021 in Wales startete. Doch ganz ohne Sicherheitsvorkehrungen geht es leider nicht: Die spanische Thronfolgerin und die Tochter von König Willem-Alexander, 54, und Königin Máxima, 50, müssen wie ihre Kamerad:innen in bestimmten Bereichen noch Maske tragen. Zudem dürfen sich lediglich sechs Personen gleichzeitig in einem Schlafsaal aufhalten. Ausgelassene Pyjama-Partys haben also kaum eine Chance. 

Trotzdem wird die Freude bei den Internatsschüler:innen durch solche Kinkerlitzchen in Anbetracht der bisherigen strengen Regeln kaum getrübt werden. Endlich können die jungen Leute auch einmal die Umgebung des Schlosses ausgiebig erkunden. Was für Aussichten! Sie müssen lediglich melden, dass sie das Gelände verlassen und sich dabei natürlich an die vorgeschriebene Ausgangssperre halten. Am Wochenende dürfen sie bis 20.30 Uhr ausgehen, während der Woche allerdings nur bis 19.30 Uhr. Schließlich gilt es, am nächsten morgen wieder pünktlich für den Unterricht aus den Federn zu kommen. 

Auf Leonor warten arbeitsintensive Monate

Doch jetzt kündigt sich erst einmal die lang ersehnte Ferienzeit an, die Leonor für einen kurzen Zeitraum wieder in ihr altes, vertrautes Leben katapultieren wird – und an die Seite ihrer geliebten Schwester Prinzessin Sofia, 14, die ihre Heimkehr sicherlich kaum erwarten kann. Leider wird die gemeinsame Zeit schneller vergehen, als den beiden lieb ist. Dennoch wird sie sicherlich intensiv genutzt werden. 

Prinzessin Leonor + Prinzessin Sofia

Die bei ihren Liebsten getankte Kraft wird Leonor für die kommenden Monate benötigen. Wenn sie aus den Osterferien nach Wales zurückkehrt, wird sie am "Spring Forward"-Programm teilnehmen, einer Maßnahme zur Vorbereitung auf das nächste Schuljahr. Die Schüler:innen müssen beispielsweise einen ausführlichen Aufsatz von 4.000 Wörtern über ein internationales Thema schreiben, inklusive einer Reflexion im Umfang von 500 Wörtern. Doch das ist kein Grund zur Beunruhigung: Erst nach dem Sommer müssen sie den ersten Entwurf fertig haben.

Gärtnern, kochen, Karaoke singen: Das Elitecollege fordert und fördert

Nebenbei bietet das College für seine Schüler:innen aus gutem oder sogar hochherrschaftlichem Hause jede Menge Möglichkeiten, sich auch während der Freizeit nützlich zu machen und alltägliche Wissenslücken zu füllen: Laut "Hola!" könnte Leonor im hauseigenen Gewächshaus ihren grünen Daumen beweisen oder sich auf dem dazugehörigen Bauernhof um die Tiere kümmern. Theaterkurse und gemeinsame Kinoabende mit anschließender Diskussion dürften ihren Durst nach Kultur stillen. Und auch das Thema Selbstversorgung wird in Angriff genommen: Unter fachlicher Anleitung wird der Kochlöffel geschwungen. Eine Option, die Leonor zumindest während des Studiums in einem Umfeld außerhalb des königlichen Haushalts recht nützlich werden könnte. 

Natürlich wird den Teenagern auch reichlich Raum für altersgerechten Austausch geschaffen. Im "Café Moondance" treffen sie sich freitags zu einem Glas Fruchtpunsch, spielen Billard oder singen Karaoke. In der Sporthalle können sich Leonor und ihre Freund:innen in den verschiedensten Disziplinen richtig schön auspowern. Gerade erst wurde für die Wohltätigkeitsorganisation "Stop The Traffik" ein 24-Stunden-Lauf organisiert, an dem 30 Teams des Atlantic College teilgenommen haben. Mit ihrem sportlichen Einsatz sammelten die Teilnehmer:innen Spenden für die Bewegung, die sich gegen das noch immer aktuelle Problem des Menschenhandels in der Welt einsetzt. 

Campingtrip in die Wildnis

Gutes tun, Neues erfahren und Abenteuer erleben: Das Leben im UWC Atlantic College wird offenbar niemals langweilig. Nach den Osterferien, die am 24. April enden, werden Leonor und ihre Klassenkamerad:innen in der Wildnis von Wales zelten gehen – ohne Handy, nur mit Schlafsack, Isomatte und den nötigsten Lebensmitteln. Zu den gemeinsamen Aktivitäten gehören Wandern, Kanufahren, Mountainbiking, Schwimmen, Höhlenforschung und eine Schatzsuche. Dabei sollen die Jugendlichen lernen, mit wenigen Ressourcen zurechtzukommen.

Das haben Leonor und Prinz Charles gemeinsam

Nach dem Sommer wird das UWC sein 60-jähriges Bestehen feiern. Es wurde übrigens von dem deutschen Pädagogen Kurt Hahn (1886-1974) gegründet, der bereits 1935 in Schottland die internationale Privatschule Gordonstoun aufgebaut hatte. Die reformpädagogische Lehranstalt nördlich der Stadt Elgin wurde zunächst von Prinz Philip, †99, und später auch von seinen Söhnen Prinz Charles, 73, Prinz Andrew, 62, und Prinz Edward, 58, besucht. Sie gilt wie ihr Pendant in Wales als ausgezeichnete Eliteschule. 

Der strenge Stil der schottischen Schule hat den Mann von Queen Elizabeth, 95, nachhaltig geprägt. Doch insbesondere sein Ältester hat seinen Aufenthalt dort offenbar in weniger guter Erinnerung behalten. Charles wurde angeblich gemobbt. Inzwischen jedoch haben sich die Zeiten geändert. Die von Hahn gegründeten Schulen haben die strengen Erziehungsmethoden inzwischen abgelegt. Prinzessin Leonor sollte also in besten Händen sein. 

Verwendete Quelle: hola.com

ama Gala


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