VG-Wort Pixel

Prinzessin Latifa Nach drei Jahren Gefangenschaft endlich frei

Prinzessin Latifa im Jahr 2018.
Prinzessin Latifa im Jahr 2018.
© YouTube/ Official #FreeLatifa Campaign
Prinzessin Latifa ist eigenen Angaben zufolge drei Jahre lang von ihrem Vater,  Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktoum, gegen ihren Willen festgehalten worden. Das hat nun ein Ende.

Prinzessin Latifa, 35, wohne jetzt bei Freunden und befinde sich in Gesprächen mit Anwälten mit Unterstützern, berichtet die britische Zeitung "Daily Mail" auf ihrer Website. Die Prinzessin hoffe, ihre Heimat Dubai ein für alle Mal verlassen und ein neues Leben außerhalb der "repressiven" Kontrolle ihres Vaters beginnen zu können. 

Lange hat man von der Prinzessin kein aktuelles Lebenszeichen erhalten. Nun gibt es auf Instagram gleich zwei neue Fotos. Das erste zeigt Latifa mit zwei Freundinnen im Einkaufszentrum "Emirates Mall", das zweite mit einer Freundin auf der Terrasse des italienischen Restaurants "Bice Mara" vor Dubais glitzernder Skyline. Lange hat die heute 35-Jährige diese nicht mehr mit eigenen Augen sehen können geschweige denn einen Fuß vor die Türe setzen können.

Erschreckende Berichte aus der Gefangenschaft

Mitte Februar 2021 hatte die BBC Video-Material veröffentlicht, das die Prinzessin aus ihrer Gefangenschaft nach draußen schmuggeln konnte. "Ich bin in einer Villa. Ich bin eine Geisel und diese Villa ist in ein Gefängnis verwandelt worden. Alle Fenster sind versperrt, ich kann kein Fenster öffnen. Draußen stehen fünf Polizisten und zwei Polizistinnen sind im Haus. Ich kann nicht raus und frische Luft atmen", erzählt Latifa über ihre Lebensumstände. Sie wisse nicht, wann man sie freilasse – oder überhaupt jemals. Sie sorge sich um ihr Leben und ihre Verzweiflung wachse Tag für Tag.

Nach diesem Schrei nach Hilfe hatte sich "Das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte" eingeschaltet und die Vereinigten Arabischen Emirate gebeten, ein Lebenszeichen von Prinzessin Latifa zu übermitteln. Die Herrscherfamilie reagierte darauf mit einem schriftlichen Statement und dementierte die gegen sie erhobenen Vorwürfe. Schlussendlich scheint der Druck jedoch zu groß gewesen zu sein. 

Dass sie jetzt in Freiheit ist, hat Latifa denjenigen zu verdanken, die unermüdlich für sie gekämpft und in all den Jahren nicht aufgegeben haben.

Prinzessin Latifa wollte sich vor ihrem Vater in Sicherheit bringen

Wie kam es zu der Gefangenschaft? Am 24. Februar 2018 war Latifa laut eigener Aussage mit einer Freundin aus Dubai vor dem harten Regime ihres Vaters geflohen und acht Tage später von dessen Sicherheitsmännern im Meer vor Indien aufgegriffen worden. Anschließend sei sie sediert und in einem Privatflugzeug zurückgebracht worden sein. Seitdem war sie eingesperrt.

Vor ihrem Fluchtversuch hatte die Royal zu ihrer Absicherung ein 39-minütiges Video aufgenommen, in dem sie ausführlich über ihre Lebensumstände und ihren Vater sprach. Am 11. März 2018 wurden die Szenen auf YouTube hochgeladen. Über den Scheich sagt sie: "Mein Vater ist der böseste Mensch, den ich je in meinem Leben getroffen habe. Das pure Böse. Es gibt nichts Gutes an ihm. Er ist verantwortlich für den Tod von so vielen Menschen und hat das Leben von so vielen Menschen ruiniert."

Verwendete Quellen: bbc.com, maionline.co.uk

jre

Mehr zum Thema


Gala entdecken