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Prinzessin Latifa von Dubai Urlaubsfoto aus Madrid

Prinzessin Latifa von Dubai und Freundin Sioned Taylor
Prinzessin Latifa von Dubai und Freundin Sioned Taylor
© instagram.com/shinnybryn
Prinzessin Latifa wurde laut eigener Angabe drei Jahre lang von ihrem Vater, Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktoum, gegen ihren Willen festgehalten. Lange wurde sie nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen, jetzt gibt es ein weiteres Lebenszeichen.

Im Februar klagte Prinzessin Latifa, 35, in einem Video darüber, in einer Villa als Geisel gefangen zu sein. Nun ist sie offenbar endlich wieder frei und wurde im Spanien-Urlaub gesehen.

Gemeinsamer Urlaub in Madrid

Ein Foto auf Instagram, hochgeladen von Sioned Taylor, 51, zeigt Prinzessin Latifa am Flughafen von Madrid. "Großartiger Europa-Urlaub mit Latifa. Wir haben Spaß beim Erkunden“, schreibt ihre Reisebegleitung, die in Dubai als Lehrerin arbeitet unter den Post. "Ihr geht es großartig“, fügt Taylor in einem Kommentar unter dem Foto außerdem hinzu.

Die 51-Jährige postete bereits im Mai ein Foto auf Instagram, welches sie gemeinsam mit Prinzessin Latifa auf der Terrasse des italienischen Restaurants "Bice Mara" vor Dubais glitzernder Skyline zeigt.

Latifa: "Ich kann reisen, wohin ich will“

Ihre erste öffentliche Stellungnahme gab Prinzessin Latifa der Zeitung "The Times". "Ich habe vor Kurzem drei europäische Länder im Urlaub mit meiner Freundin besucht. Ich habe sie darum gebeten, ein paar Fotos zu posten, um Aktivisten zu beweisen, dass ich reisen kann, wohin ich will. Ich hoffe, dass ich mein Leben in Frieden und ohne Beobachtung der Medien leben kann. Und ich danke allen für ihre freundlichen Wünsche.“
Zuvor gab die 35-Jährige an, keinen Zugang zu einem Reisepass zu haben und das Land nicht ohne die Erlaubnis ihres Vaters verlassen zu dürfen. 

Erleichterung bei "Free Latifa" 

Die Gruppe "Free Latifa" deutet das Foto aus Madrid als positives Zeichen. Die Kampagne wurde von Freunden der Prinzessin gegründet, die ihr vor drei Jahren bei der Flucht aus dem ölreichen Emirat halfen. Nachdem sie zusätzlich Botschaften der Prinzessin bekommen hatten, machte sich Erleichterung unter den Freunden breit.

Mitgründer der Gruppe und Menschenrechtsanwalt David Haigh, 43, sagte am Montag: "Wir freuen uns, dass Latifa scheinbar einen Pass hat, reist und sich immer mehr Freiheit erfreut." Außerdem bejahte er die persönliche Kontaktaufnahme von Latifa. "Ich kann auch bestätigen, dass mehrere Mitglieder des Kampagnenteams direkt von Latifa kontaktiert wurden."

Video-Bericht aus der Gefangenschaft

Mitte Februar 2021 veröffentlichte die BBC Video-Material, das die Prinzessin aus ihrer Gefangenschaft nach draußen schmuggeln konnte. "Ich bin in einer Villa. Ich bin eine Geisel und diese Villa ist in ein Gefängnis verwandelt worden. Alle Fenster sind versperrt, ich kann kein Fenster öffnen. Draußen stehen fünf Polizisten und zwei Polizistinnen sind im Haus. Ich kann nicht raus und frische Luft atmen", erzählt Latifa im Video. Sie wisse nicht, wann und ob sie überhaupt jemals freigelassen werde. Sie sorge sich um ihr Leben und ihre Verzweiflung wachse jeden Tag. 

Dass sie jetzt in Freiheit ist, hat Latifa denjenigen zu verdanken, die unermüdlich für sie gekämpft und in all den Jahren nicht aufgegeben haben.

Verwendete Quellen: thetimes.com, instagram.com

cge Gala

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