Prinzessin Estelle, Prinz George & Co. : So werden die Mini-Royals gedrillt

Die Thronerben werden in jeder Dynastie anders erzogen. GALA weiß, wer dabei gedrillt wird – und wer sich (noch) entspannen darf

Prinzessin Estelle, Prinz George, Prinzessin Leonor

Die wichtigste Disziplin wird ihnen gleich in die goldene Wiege gelegt. Na ja, vielleicht eher in den Kinderwagen. Noch vor dem ersten Schritt lernen Mini­-Prinzen und -Prinzessinnen, worauf es ankommt in ihrem Leben: lächeln. Und dazu immer schön die Hände bewegen, bitte. Nichts, so wissen royale Eltern, bezaubert das Volk so nachhaltig wie eifrig winkender Nachwuchs. Sogar lästige Umfragetiefs lassen sich mit der Geburt eines Thronfolgers – der heute in fast allen Monarchien auch ein Mädchen sein darf – locker bewältigen. Wenn der Sprössling dann auch noch Spaß an der öffentlichen Rolle findet, können die Eltern sich endgültig entspannt auf dem Thron zurücklehnen. Von den nachfolgenden Generationen erhofft man sich Großes, sie werden zum eigenen Glück, aber auch zur Sicherung der Dynastie geboren. Deshalb gilt beim Hochadel: Ein Kind ist Pflicht. Zwei sind gut, drei besser. Und vier Nachkommen bedeuten die absolute Kür.

Scheu? Dieses Gefühl kennt Kronprinzessin Victorias Erstgeborene nicht.

Estelle erfüllt royale Aufgaben

Als Paradebeispiel für das perfekte Königskind gilt Estelle von Schweden: Seit sie zwei Jahre alt ist, wird das Mädchen – einzigartig unter europäischen Royals – im royalen Kalender geführt und nimmt Termine wahr. Natürlich an der Seite der Eltern, natürlich alles ganz kindgerecht. Doch das Ziel ist klar: Die Thronerbin soll konsequent an ihre Lebensaufgabe herangeführt werden. Dazu gehört, dass Estelle mit einer extra eingestellten Nanny auf Englisch plaudert und bei Terminen wie jüngst dem Besuch von Herzogin Kate und Prinz William auf Schloss Haga selbstverständlich mit den Erwachsenen am Tisch sitzt.

Sie soll sich wohl fühlen

Kronprinzessin Victorias Leitgedanke bei der Erziehung lautet: "Estelle soll sich in ihrer Umgebung und mit den Menschen um sie herum sicher fühlen." Das klappt gut. Wer die Schwedenprinzessin, Mama Victoria und Vater Prinz Daniel bei Events beobachtet, sieht ein eingespieltes Team. Estelle zwischen sich an der Hand, flüstern die Eltern ihr abwechselnd von links und rechts liebevoll Verhaltenstipps ins Ohr. Oder weisen die Kleine auch mal in die Schranken, wenn sie allzu viele Faxen macht. Denn immer mag selbst die brave Estelle – zum Glück – nicht still stehen.

George gilt als Liebling der Queen, die sich regelmäßig von seinen Fortschritten berichten lässt.

Narrenfreiheit für George

Narrenfreiheit genießt, obwohl nur wenig jünger als die schwedische Kollegin, Prinz George von England. Von ihm wird bisher rein gar nichts erwartet, außer dass er lieb und freundlich rüberkommt. Nicht unbedingt einfach für Kates als bockig bekannten Sohn. "George ist ein Dickkopf", benennt ein Insider aus dem Kensington-Palast gegenüber GALA die hervorstechendste Eigenschaft des Vierjährigen. Er ist weniger zutraulich als Estelle: Als der kanadische Premier Justin Trudeau ihn beim Besuch der Familie in Kanada per High Five begrüßen wollte, blickte George verlegen auf seine Schuhe und drückte sich an Kate. Macht nichts, auch künftige Könige dürfen schüchtern sein. Noch.

Kein Druck für Prinzessin Ingrid

Eine glasklare Haltung nimmt Kronprinz Haakon von Norwegen ein, wenn es um seine Tochter geht: "Ingrid ist in erster Linie ein Kind, das zur Schule geht. Wenn sie wegen einer Repräsentationsaufgabe angefragt wird, sprechen wir mit ihr und fragen, ob sie es wirklich machen möchte." Dann entscheide die Prinzessin, ganz ohne Druck. Ihren ersten Job allein absolvierte Ingrid Alexandra vor zwei Jahren, als sie die Fackel für die Olympischen Jugendspiele in Lillehammer entzündete. Jetzt gerade beim alljährlichen Skifestival in Oslo umarmte nach Mama Mette-Marit auch Tochter Ingrid ganz spontan und selbstverständlich die Siegerin im Langlauf. Läuft!

Medialer Druck

Unter Welpenschutz sollten die royalen Nachkömmlinge eigentlich stehen. Doch leider klappt das nicht in jedem Fall. So musste Amalia der Niederlande im vorigen Jahr nach dem traditionellen Fototermin beim Skiurlaub in Lech heftige Kritik ertragen. Die künftige Königin sei recht proper, ätzten einige Twitter-User. Zusätzlicher Anlass für Spott: Das Mädchen steckte in einer Skijacke von Mama Máxima, die diese einst als Hochschwangere getragen hatte.

So wird Amalia unterstützt

Dass Amalia trotzdem weiter so fröhlich und unbeschwert wirkt, ist vor allem ihren Eltern zu verdanken. Ausgiebig miteinander reden gilt bei den Holländern als Königsdisziplin, und so dürften Máxima und Willem-Alexander das Selbstbewusstsein ihrer Ältesten zu Hause wieder aufgebaut haben. Allein muss sie sich der Öffentlichkeit sowieso noch nicht stellen, bei Events wie dem Königstag wird Amalia stets von ihren Eltern flankiert. Wirklich ernst wird es für sie erst ab dem 18. Geburtstag: Dann erhält sie einen Sitz im Staatsrat, eine eigene Apanage, und sie muss ihren Vater vertreten, falls er auf Reisen ist.

Königin Letizia gilt als strengste aller royalen Mütter. Sie rationiert Süßigkeiten und Fernsehen, macht Gymnastik mit ihren Töchtern. Für Leonor geht’s nach der Schule sofort weiter mit dem Unterricht. Sie wird von einem Privatlehrer ins Hofprotokoll eingewiesen, muss Katalanisch und Baskisch büffeln. Als künftige ober­befehlshaberin des militärs wird die Kronprinzessin in absehbarer Zeit einen Crash-Kurs an der Waffe absolvieren. Rücksichtsvoll: Bei Terminen tauchen die Spanier grundsätzlich mit beiden Töchtern auf, um ein wenig Last von Leonor zu nehmen.

So unterschiedlich sie auch sein mögen, eines eint heute alle Mini-Royals: Sie haben Eltern, für die das Glück ihrer Kinder mindestens so wichtig ist wie das Ansehen der Krone. Und in der strengen Welt der Monarchien ist das doch ein wunderbarer Fortschritt.

Royaler Nachwuchs

Die kleinen Königskinder

Prinzessin Josephine strahlt beim Blick über eine knallgelbe Lego-Burg.
Zwei so bezaubernde Prinzessinnen wie Sofia und Leonor (r.) müssen für den spanischen Nationalfeiertag auch angemessen gekleidet sein. Prinzessin Sofia trägt ein süßes Tweed-Kleid der Luxus-Kindermarke Pili Carrera und Sofia leuchtet schön in einem roten Kleid aus der Sommer-Kollektion 2017 von Carolina Herrera mit passenden Cardigan.
10. September 2017  Der kleine Prinz Oscar guckt ziemlich verschlafen aus seinem Kinderwagen. 
1. September 2017  Stylisches Doppel: Die Zwillinge Jacques und Gabriella ziehen beim Picknick im "Princess Antoinette Park" in weißen Jeans, Adidas-Sneakern und rot-weiß gestreiften Poloshirts alle Blicke auf sich. 

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Palastgeflüster: Das machen die Royals

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